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„Besitz und Nutzung von Smart-Home-Lösungen liegen immer noch hinter den Erwartungen der Tech-Branche“, Dr. Sara Warneke, Geschäftsführerin der gfu.
„Besitz und Nutzung von Smart-Home-Lösungen liegen immer noch hinter den Erwartungen der Tech-Branche“, Dr. Sara Warneke, Geschäftsführerin der gfu.
Marktforschung

Smart Home-Lösungen: Hinter den Erwartungen zurück

Smartphone und Tablet sind für viele Menschen zum ständigen Begleiter und Universalwerkzeug zur Lösung verschiedenster Alltagsaufgaben geworden. Wie weit die Steuerung und Kontrolle von Geräten im eigenen Haushalt per App inzwischen etabliert ist, war die Frage, die eine im Juli von YouGov im Auftrag der gfu in Deutschland und Großbritannien durchgeführte repräsentative Umfrage beantworten sollte.

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Es zeigt sich, dass die tatsächliche Nutzung von Smart-Home-Lösungen in beiden Befragungsländern noch nicht stark verbreitet ist, aber gleichzeitig ein recht hohes Interesse für eine zukünftige Nutzung besteht. Spitzenreiter bei der aktuellen Nutzung sind die Steuerung und Kontrolle von TV, Audio- oder Video-Geräten im Haushalt. 18% der Befragten aus Großbritannien und 16% der Befragten aus Deutschland geben an, dass sie Unterhaltungselektronik-Produkte per App steuern. Weitere 30% in Großbritannien und 25% in Deutschland können sich eine solche Nutzung in Zukunft vorstellen.

Vergleichsweise niedrig ist aktuell der Besitz von Hausgeräten mit smarten Funktionen bei den Befragten. Nur jeweils 3% der in Großbritannien Befragten geben an, dass sie große Hausgeräte wie Geschirrspüler oder Waschmaschine oder kleine Hausgeräte wie Küchenmaschinen oder Kaffee-Vollautomaten smart steuern oder kontrollieren.

Smarte Hausgeräte: Niedrige Nutzung – aber mit Zukunftspotenzial

Die niedrige aktuelle Nutzung zeigt aber das Zukunftspotenzial: Bei den großen Hausgeräten können sich das 33% für die Zukunft vorstellen, bei den kleinen Hausgeräten 21% der Briten. In Deutschland liegt die aktuelle Nutzung mit jeweils 4% geringfügig höher. Zukünftig ihre großen Hausgeräte per App zu kontrollieren können sich 28% der in Deutschland Befragten vorstellen. Bei kleinen Hausgeräten ist das für 24% vorstellbar.

Den Hausputz anderen überlassen? „Gern“, sagen 8% der in Deutschland Befragten und meinen damit, dass sie bereits über einen smarten Staubsaugroboter verfügen. Weitere 22% können sich vorstellen, den Staubsaug-Job zukünftig dem Roboter zu überlassen. Bei den Befragten in Großbritannien ist der aktuelle Besitzstand in diesem Segment mit 2% zwar deutlich niedriger, dafür ist die Offenheit für den zukünftigen Einsatz mit 21% auf nahezu gleichem Niveau.

Die Steuerung der Beleuchtung ist für viele Befragte ein weiteres interessantes Anwendungsfeld. In Großbritannien setzen 11% auf smarte Beleuchtungslösungen, weitere 36% können sich eine intelligente Lichtsteuerung für die Zukunft vorstellen. Auf ähnlichem Niveau sind die Werte in Deutschland: 13% nutzen bereits smarte Lichtlösungen, 30% sind offen für eine zukünftige Nutzung.

Steigende Energiekosten sind ein Grund, um Heizungen, Heizkörper oder Klimaanlagen mit smarten Funktionen aufzurüsten. So lässt sich beispielsweise die Heizung aus der Ferne steuern oder sie regelt die Temperaturen ganz automatisch entsprechend den Anwesenheitszeiten der Bewohner. 10% der in Großbritannien Befragten geben an, dass sie bereits Lösungen im Einsatz haben, mit denen sie die Temperaturen im Zuhause smart regeln. Weitere 39% können sich mit dem Gedanken einer zukünftigen Nutzung gut anfreunden. Bei den in Deutschland Befragten liegt die aktuelle Nutzung bei 8%, ein weiteres Drittel (33%) ist offen für eine zukünftige Nutzung.

Clever & smart

Die Steigerung des Sicherheitsgefühls ist eine weitere Disziplin, für die smarte Lösungen bereitstehen. 13% der Briten nutzen Anwendungen, bei denen smarte Kameras Bilder aus der Wohnung, dem Haus oder Garten auf das Smartphone oder Tablet schicken. Weitere 36% können sich eine zukünftige Nutzung vorstellen.

Bei den Befragten aus Deutschland liegt diese Nutzung erst bei 7%, allerdings können sich auch hier deutlich mehr, nämlich 30%, eine zukünftige Nutzung vorstellen. Smarte Sensoren wie beispielsweise Bewegungs- oder Rauchmelder und Sensoren, die geöffnete Fenster oder Türen signalisieren, stehen ebenfalls hoch im Kurs. In Deutschland sind sie in 12% der Haushalte aktuell im Einsatz, zukünftige Nutzung können sich 36% der Befragten vorstellen.

„Unsere Befragungsergebnisse zeigen, dass Besitz und Nutzung von Smart-Home-Lösungen immer noch hinter den Erwartungen der Tech-Branche liegen. Dass aber über alle smarten Produktkategorien ein großer Anteil der Befragten einen zukünftigen Einsatz in Betracht zieht, zeigt das große Potenzial, das weiterhin für smarte Lösungen besteht“, so Dr. Sara Warneke, Geschäftsführerin der gfu Consumer & Home Electronics GmbH.

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