Story

electroplus küchenplus: Segeln unter der Piratenflagge

Auch 2023 geht die Erfolgsgeschichte von electroplus küchenplus, die Markenstore-Lösungen der Bielefelder EK Group, weiter. Aktuell zählen electroplus küchenplus zu den am schnellsten wachsenden Fachhandelskonzepten im Markt. Für uns Grund genug, das Gespräch mit den Händlern zu suchen. Nicht in den Metropolen, sondern im südlichen Ostfriesland zwischen Papenburg und Oldenburg. Fünf Standorte, drei Händler, drei Erfolgsgeschichten, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aber eine Philosophie, die vorgelebt wird: „Für mich. Vor Ort. Vom Fach.“


Immer geradeaus! Keine zwei Stunden sind es vom Ruhrgebiet über die als „Ostfriesenspieß“ bezeichnete A 31 bis Papenburg, Ausgangspunkt unserer Reise ins electroplus küchenplus-Land zwischen Papenburg und Oldenburg, zwischen Ems und Küstenkanal. Von Papenburg nach Friesoythe begleiten uns (neben Rainer Herold, Regionalleiter Nord, Elektro) Wasserstraßen und Kanäle mit malerischen weißen Klappbrücken, prächtige Windmühlen, uralte Backsteinkirchen, Deiche, Wiesen, bisweilen Moorlandschaft bis zum Horizont. Und stattliche Ferien- wie Einfamilienhäuser, die von einem gewissen Wohlstand in der Region zeugen, in der die Meyerwerft der bekannteste, doch bei weitem nicht einzige große Arbeitgeber ist.

„Wir wollen die individuell passende Lösung für jeden Kunden finden – bei Elektrogeräten genauso wie beim Thema Küche“, Matthias Plaggenborg.
„Wir wollen die individuell passende Lösung für jeden Kunden finden – bei Elektrogeräten genauso wie beim Thema Küche“, Matthias Plaggenborg.

Unterwegs im Miele-Land

Typisches Miele-Land. Denn hier wird der Ruf der Gütersloher tatsächlich noch von Generation zu Generation weitergetragen. Da wundert es nicht, dass Matthias Paggenborg, electroplus und küchenplus-Händler in Friesoythe und neuerdings auch in Oldenburg, in der Region den Spitznamen „Miele“ trägt. Sein Credo: „Wir wollen den besten Kundendienst bieten.“ Gut, das wollen andere auch, aber hier wird es mit 21 Mitarbeitern, einer stattlichen Serviceflotte und bestens geschulten Kundendiensttechnikern gelebt.

Natürlich führt Plaggenborg an seinen beiden Standorten nicht nur Miele: „Weil wir davon überzeugt sind, dass nur zuverlässige und technisch fortschrittliche Elektrogeräte Erfolg haben werden, konzentrieren wir uns auf Qualitätsprodukte von namhaften Herstellern wie Miele, Bosch, Liebherr und Samsung.“ Bei den Kleingeräten ist Nivona prominent vertreten, bei den Küchenherstellern, gezeigt werden 13 Küchen, Ballerina und Häcker.

1967 legte Erich Plaggenborg den Grundstein für das Familienunternehmen in Friesoythe, 2006 übergab er den Staffelstab an Sohn Matthias, der jetzt zweimal Grund zu feiern hatte: zum einen den gelungenen Umbau pünktlich zum 55. Geburtstag seines electroplus küchenplus Fachgeschäfts, zum anderen die Neueröffnung im nahegelegenen Oldenburg ebenfalls unter der electroplus küchenplus Flagge.

Ein neues Miele-Studio setzt jetzt ein Ausrufezeichen für die Kompetenz im Premium-Segment. Zudem warten auf über 600 Quadratmetern die aktuellen Einbaugeräte von Bosch und Samsung sowie eine neu erschaffene Kaffee-Welt. Ein echter Blickfang ist die LED-Video-Wall, die die Marken ins richtige Licht setzt.

Der Unternehmer steht im Mittelpunkt

Zwischen 1967 und 2001 gehörte Plaggenborg keiner Kooperation an. 2001 kooperierte man mit ElectronicPartner, fünf Jahre später besetzte die MHK Group das Thema Küchen. Doch jeder hatte sein eigenes Marketing und seine eigenen Vorstellungen, jeder wollte mit seiner Brand prominent auf die Fassade. „Ich hatte immer zwei Umsätze, nie die Umsätze in einem Pott“, erinnert sich Plaggenborg. 2020 hat sich Plaggenborg der EK angeschlossen: „Das war Liebe auf den ersten Blick! Die Konzepte von electroplus und küchenplus, die den Unternehmer vor Ort in den Mittelpunkt stellen, passten wie die Faust aufs Auge.“

Und es ermöglichte Plaggenborg die Erfüllung eines lange gehegten Wunsches: gerade einmal gut sechs Wochen vergingen zwischen der Vertragsunterschrift und der Eröffnung einer Filiale in Oldenburg. In bester Lage und direkter Nachbarschaft zu MediaMarkt haben Matthias Plaggenborg und die EK ein 300 Quadratmeter großes Ladenlokal zu einem weiteren electroplus küchenplus Standort geformt. „Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Ich hatte immer schon den Traum, auch in Oldenburg zu zeigen, was wir drauf haben“, erzählt der 42-Jährige.

Auch in Oldenburg gibt es eine Bühne für Marken wie Bosch, Liebherr oder Samsung und einen 80 Quadratmeter großen Miele-Shop. Hinzu kommt eine kleine, feine Küchenausstellung. Mehr noch: Seit Januar finden gesellige Kochabende – jeweils elf im Jahr mit Themen wie „Spargeldelikatessen“, „Das perfekte Steak“, „Der Wald ruft“ – im stylischen Ambiente der Fachgeschäfte in Friesoythe und Oldenburg statt. Das ist Kundenbindung par excellence.

An beiden Standorten ist die Synchronität der Bereiche Küche und Hausgeräte unverkennbar. „Diese Segmente gehören zu unseren Kernkompetenzen und sind super aufeinander abgestimmt“, sagt Plaggenborg, der sich in der Region auch als Spezialist für Photovoltaik etabliert hat. Und: „Wir wollen die individuell passende Lösung für jeden Kunden finden – bei Elektrogeräten genauso wie beim Thema Küche. Im Mittelpunkt steht dabei in aller Regel der Wunsch nach Komfort, Design und Ressourcenschonung.“

Mit einer Portion Optimismus

Auf eine lange Unternehmenstradition kann Frank Winkelmann nicht verweisen. Im Oktober 2019 schloss EK-Mitglied „Elektro 2000“ seine Pforten in Friedrichsfehn, eine Ortschaft der Gemeinde Ederwecht, einen Steinwurf westlich von Oldenburg im Landkreis Ammerland. Statt Waschmaschinen sollten Wohnungen in die Immobilie einziehen. Damit wollte sich der 40-jährige Winkelmann, langjähriger Geschäftsleiter vor Ort, nicht abfinden und flaggte mit Hilfe der EK den Betrieb binnen eines Vierteljahres in „electroplus küchenplus 2000“ um.

„Es war das erste Mal, dass wir einen Menschen von der Idee der Unternehmensgründung bis zur Neueröffnung komplett begleitet haben“, erzählt Martin Wolf, Leitung Vertrieb Elektro/Küche/Licht & Marketing/E-Commerce. Für die Küchenkompetenz in Friedrichsfehn holte sich Winkelmann den Nobilia-Mann Jan Quathamer mit ins Boot.

„Man muss wissen, wie das Geschäft in der Praxis funktioniert, eine gesunde Portion Optimismus mitbringen und sich von Anfang an die passenden Partner suchen“, skizzieren Winkelmann und Quathamer ihr Rezept für eine gute wirtschaftliche Entwicklung am Standort Friedrichsfehn. Fachkompetenz und unternehmerisches Denken hatten beide im Gepäck, für alles andere nahmen sie die EK samt ihrer Tochter WSG (Wirtschaftsberatung und Steuerberatungsgesellschaft) mit an Bord.

Die Experten der EK berieten das Inhaber-Duo bei allen wichtigen Schritten von der Standortanalyse über die Flächen- und Sortimentsplanung bis hin zur Eröffnungswerbung. Für das Duo Winkelmann und Quathamer klappte der Start 2020 so gut, dass die beiden zu Jahresbeginn eine zweite Filiale in Cloppenburg eröffnet haben.

Rüther: Eine Benchmark für die Branche

Zurück nach Papenburg: Der Besuch bei Oliver Dassinger ist in diesen Tagen ein Muss. Weil er eine ganze Menge kluger Gedanken zum Wohl und Wehe des Handels druckreif in den Block diktiert – ein Interview mit ihm folgt in der nächsten Newsletter-Ausgabe – vor allem aber, weil sein neu gestaltetes Fachgeschäft am Hauptkanal im Herzen von Papenburg eine Benchmark für die Branche setzt, die uns staunen lässt.

So viel Premium, so viel stylische wie durchdachte Inszenierung wie hier, haben wir so noch nicht gesehen. Der 600 Quadratmeter große electroplus Markenstore am Hauptkanal ist nach aufwendigen Umbaumaßnahmen nicht nur in Punkto Sortiment und Gestaltung auf einem hohen Level. Wir freuen uns auf die offizielle Eröffnung Ende März, wenn auch die Bereiche „Licht“ und „Living“ Premium pur atmen.

Dassingers Erfolgsgeheimnis: „Ein schlüssiges POS-Konzept, dass emotional aufgeladen ist. Anfassen, erleben, ausprobieren, schmecken – gepaart mit der Fachkompetenz des Fachhandels und marktgerechten Preisen, die auch einem Onlinevergleich standhalten können. Bei uns bekommen Sie das ‚Rundum-Sorglos-Paket‘, von der Idee bis zum Anschluss ihres Wunschgerätes – alles aus einer Hand von ausgebildeten Fachkräften.“ Und: „Fast alles, was wir verkaufen, braucht kein Mensch. Aber er möchte es trotzdem haben. Dieses Gefühl wollen wir vermitteln.“

Ein echter Hingucker: der neue Miele-Shop bei Rüther.
Ein echter Hingucker: der neue Miele-Shop bei Rüther.

„Die Zukunft beginnt jetzt“

Mit der Umsetzung des electroplus-Konzepts der EK setzt der 45-Jährige in Sachen Kundenorientierung neue Maßstäbe in der Region: „Die Zukunft beginnt jetzt und wir wollen ganz vorn mit dabei sein.“ Erst im Januar vergangenen Jahres hatte Dassinger das traditionsreiche Unternehmen Rüther von der Papenburger Gründerfamilie Hermann Nehe übernommen. Neuland hat er dabei nicht betreten, denn als früherer Geschäftsführer der MediaMarkt-Filialen in Papenburg, Leer und Emden bringt er jede Menge Branchen-Erfahrung mit.

Während im Handwerksbetrieb mit 30 Mitarbeitern auf Baustellen vornehmlich der öffentlichen Hand die Bandbreite des elektrotechnischen Anlagenbaus abgedeckt wird, findet sich im Fachgeschäft mit zehn Mitarbeitern im Verkauf neben Hausgeräten ein hochwertiges Programm an Leuchten, Haushaltswaren und Geschenkartikeln.

Der von Dassinger erkannte Handlungsbedarf im Elektro-Fachhandelssektor führte ihn ohne Umwege zur Entscheidung für das electroplus-Konzept des Bielefelder Mehrbranchenverbundes und zum wohl größten Umbau in der Firmengeschichte des Hauses Rüther, das der EK seit Jahrzehnten angeschlossen ist. „Für mich hängt über dem Gebäude der EK in Bielefeld die Piratenflagge. Es ist die Kooperation der Individualisten, bei der es trotzdem einen klaren Kurs gibt.“

„Unsere Herausforderung ist es, die Tradition zu modernisieren, um neue Geschäftsfelder und Zielgruppen zu erschließen, ohne dabei unsere Stammkunden aus den Augen zu verlieren“, Oliver Dassinger (Rüther).
„Unsere Herausforderung ist es, die Tradition zu modernisieren, um neue Geschäftsfelder und Zielgruppen zu erschließen, ohne dabei unsere Stammkunden aus den Augen zu verlieren“, Oliver Dassinger (Rüther).

Mit dem „Wow“-Effekt

Für einen „Wow“-Effekt sorgt bei uns die Innen- und Sortimentsgestaltung des seit Juli 2022 bei laufendem Geschäftsbetrieb modernisierten, 600 Quadratmeter großen Hausgeräte-Bereichs. Die installierten Highlight-Möbel rücken starke Marken wie Liebherr, Siemens oder Samsung perfekt in Szene. Hinzu kommt ein Miele-Studio mit den Premium-Produkten aus Gütersloh, das die Rüther-Kompetenz im obersten Segment noch sichtbarer nach außen tragen soll. Neu ist auch eine Kaffee-Welt, in der u. a. Produkte von WMF eine signifikante Rolle spielen. Für Bohnen-Nachschub sorgt die „Kanne Rösterei“ aus dem Nachbarort Dersum.

Im Store selbst finden wir alle bewährten Komponenten des electroplus-Konzepts wieder. Die Ladenbauarchitektur mit modernster LED-Beleuchtung inszeniert die Elektrogroß- und -kleingeräte auf Themeninseln und sorgt damit für Orientierung. Großgeräte sind nach Anwendungsbereichen wie Spülen, Backen & Kochen sowie Waschen & Trocken gegliedert. Dassinger: „Wir setzen in allen Bereichen Wohlfühl-Akzente, die unsere Kunden begeistern und auch in Zeiten des Online-Shoppings immer wieder in unser Geschäft locken.“

„Mehrwert für unsere Kunden“

Mit dem Ladenbau wurde auch die technische Infrastruktur komplett erneuert. Das betrifft den Boden, die Decke, die Beleuchtung sowie die gesamte Stromversorgung. „Wir wollen unserem Geschäft in Papenburg aber nicht nur ein neues Gesicht geben. Es geht neben dem völlig neuartigen Erscheinungsbild vor allem um den Mehrwert für unsere Kunden“, so Dassinger. Und: „Da ein bisschen Farbe an die Wand zu schmieren, reicht heute nicht mehr aus.“

„Mit der richtigen Idee und wenn Einkaufen zum Erlebnis wird, kann der Handel wachsen“, sagt Dassinger. Dafür hat auch sein Vorgänger bereits viel getan, zählt doch der Eventbereich schon lange zu den Zugpferden des Unternehmens. Das “Papenburger Weincomptoir” bietet Weine führender Anbaugebieten an, die Grillkurse haben seit Jahren großen Zuspruch. Dassinger: „Man muss den Menschen einer Stadt auch was zurückgeben.“

Gleichzeitig geht es ihm mit der Kombination von Handel und Handwerk im Unternehmen auch darum, neue Geschäftsfelder zu erschließen, beispielsweise rund um Themen wie regenerative Energieerzeugung und -speicherung, Smart-Home oder die Erstellung von Lichtkonzepten.

„Stillstand darf es nicht geben“

Die nötige Expertise ist im Team in hohem Maße vorhanden. Mehr noch: Es wurde ein benachbartes Gebäude übernommen, das Ende März mit direkter Anbindung an das Fachhandelsgeschäft als Dienstleistungs- und Beratungszentrum an den Start geht. Chapeau. Da ist alles bedacht und aus einem Guss.

Beeindruckt treten wir die Heimreise an, während uns die abschließenden Sätze von Oliver Dassinger nicht aus dem Kopf gehen: „Stillstand darf es in unserer Branche nicht geben. Die Ansprüche der Kunden verändern sich schnell, die technischen Entwicklungen sind rasant. Unsere Herausforderung ist es, die Tradition zu modernisieren, um neue Geschäftsfelder und Zielgruppen zu erschließen, ohne dabei unsere Stammkunden aus den Augen zu verlieren.“ Genau so!

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