Markt & Branche

AO-Gründer John Roberts: „Dies ist wirklich unsere Zeit“

Ein Plus von 53,9% im Heimatmarkt auf den britischen Inseln, in Deutschland gar ein gigantisches Plus von 85,2 %: Im Zuge der Corona-Krise und des Rückbesinnens auf das eigene Zuhause geht der Umsatz von AO World, führender britischer Anbieter im Online-Handel für Hausgeräte und Consumer Electronics, im am 30. September zu Ende gegangenen 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/2021 durch die Decke und wird wohl im Finanzjahr 2022 in Deutschland erstmals die Rentabilität erreichen.

John Roberts, AO-Gründer und Chief Executive Officer (CEO), berichtet mit der Bekanntgabe des Zwischenergebnisses vergangene Woche über ein außergewöhnliches Geschäftshalbjahr. Den Bericht des Chief Executive geben wir hier in einer gekürzten Fassung wieder.

„Dies war ein Halbjahr wie kein anderes. Ich glaube, unser Markt hat sich dadurch für immer verändert. Wir haben unseren Anteil in allen Kategorien erhöht. Die am 24. November von uns bekanntgegebenen Ergebnisse begründen enorme Zuversicht darüber, dass unser Unternehmen diese Änderungen in Zukunft verankern kann.

„Unser Markt hat sich für immer verändert“, John Roberts, AO-Gründer und CEO. Foto: AO
„Unser Markt hat sich für immer verändert“, John Roberts, AO-Gründer und CEO. Foto: AO

Rentable Plattform

Wir verfügen jetzt über eine rentable Plattform, auf der wir unser Wachstum in Deutschland und anderswo beschleunigen können. Das Team hat sich unglaublich um das Bedienen bestehender und neuer Kunden bemüht, als diese es am nötigsten brauchten. Ich glaube, diese Kunden werden uns das über viele Jahre hinweg mit Loyalität danken. Dies ist wirklich unsere Zeit. Wir investieren, um zu gewinnen und die Änderungen zu verankern.

Unser Berichtszeitraum war von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie geprägt. Es ist ein Zeitraum wie kein anderer, den wir je in der Geschichte von AO erlebt haben. Infolge der staatlichen Lockdown-Maßnahmen entstanden im Vereinigten Königreich ebenso wie in Deutschland einzigartige Umstände. Wir erlebten einen starken Anstieg der Nachfrage, lieferten Rekordvolumen an Kunden und gewannen erhebliche Marktanteile in vielen unserer Schlüsselkategorien.

Gefragt wie nie zuvor: In Deutschland kommt AO mittlerweile erheblich besser voran. Foto: AO
Gefragt wie nie zuvor: In Deutschland kommt AO mittlerweile erheblich besser voran. Foto: AO

Ermutigend ist, dass die im ersten Quartal erheblich höhere Nachfrage und Dynamik auch über das zweite Quartal hinweg anhielt. Selbst nach Lockerung der Lockdown-Maßnahmen und erneuter Öffnung der stationären Ladengeschäfte haben wir kaum Auswirkungen auf die Nachfrage bemerkt. Unser Umsatz wird lediglich durch die physische Kapazität begrenzt.

Der Markt für Elektrogeräte hat sich in den vergangenen sechs Monaten zunehmend hin zum Online-Kauf verschoben. Kunden wählen diesen Kanal mehr und mehr für ihre Einkäufe. Im Vereinigten Königreich haben wir uns als einer der Marktführer für online angebotene Elektrogeräte darauf konzentriert, die Änderungen der Verbrauchergewohnheiten zu verankern, um dafür zu sorgen, dass AO der bevorzugte Anbieter ist.

Sichtbarkeit steigern

Aus Markenperspektive haben wir fortwährend weiter investiert, um die Sichtbarkeit und den Wiedererkennungswert zu steigern. Wir haben im Oktober unser erstes Versuchsgeschäft innerhalb eines „Tesco Extra“-Supermarkts gestartet. Ziel ist, das Markenbewusstsein für AO zu steigern.

In Deutschland haben wir als Unternehmen erhebliche Fortschritte gemacht. Die Neuverhandlung aller mit Lieferanten vereinbarten Bedingungen hat uns gut für künftiges Wachstum positioniert und reflektiert die verbesserten Beziehungen mit unserem gesamten Lieferantenstamm in Deutschland.

Im Laufe der letzten sechs Monate haben wir beobachtet, wie sich der deutsche Markt rapide hin zu Online-Einkäufen verlagerte. Wir sind sehr glücklich über unsere steigenden Kundenzahlen, den zunehmenden Wiedererkennungswert und das wachsende Vertrauen in unsere Marke.“

AO hat sich für künftiges Wachstum gut positioniert. Foto: AO
AO hat sich für künftiges Wachstum gut positioniert. Foto: AO

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