Groupe SEB-Konzernchef Stanislas de Gramont will einen rigorosen Sparkurs fahren. Foto: Groupe SEB
Die Groupe SEB, zu der Marken wie WMF, Rowenta, Tefal, Moulinex und Krups gehören, beschäftigt aktuell rund 32.000 Mitarbeiter. Angesichts der angekündigten 1.400 betroffenen Stellen in Europa dürfte auch die DACH-Region von den strukturellen Anpassungen betroffen sein. Die „Südwestpresse“ mutmaßt, dass in der Region 600 Stellen gestrichen werden.
Mit dem Abbauprogramm sollen die Kosten laut „Handelsblatt“ um 200 Mio. Euro gesenkt werden. Zunächst entstehen allerdings Restrukturierungskosten von 200 bis 250 Mio. Euro, für die entsprechende Rückstellungen gebildet werden sollen.
Hintergrund der Maßnahmen ist die schwächere Ertragsentwicklung im vergangenen Geschäftsjahr. Das operative Ergebnis aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Operating Result from Activity, ORfA) sank 2025 um 25 Prozent auf 601 Mio. Euro, wie bei der Veröffentlichung der Geschäftszahlen bekannt gegeben wurde.Die operative Marge verringerte sich auf 7,4 Prozent nach 9,7 Prozent im Vorjahr. Belastend wirkten unter anderem Währungseffekte, US-Zölle sowie eine hohe Vergleichsbasis im Professional-Coffee-Geschäft
Konzernchef Stanislas de Gramont erklärte dazu in der Mitteilung: „In einem weiterhin komplexen Umfeld verzeichnete die Groupe SEB 2025 ein leichtes organisches Umsatzwachstum, jedoch einen deutlichen Rückgang der Profitabilität, was ein schwieriges Jahr widerspiegelt.“
Was die Zahlen belegen: Beim Umsatz zeigte sich der Konzern stabil. Die Erlöse beliefen sich auf 8,17 Mrd. Euro, was einem organischen Wachstum von 0,3 Prozent entspricht Der Nettogewinn lag bei 245 Mio. Euro. Die Dividende soll stabil bei 2,80 Euro je Aktie bleiben
Regional entwickelte sich das Geschäft unterschiedlich. In der Region EMEA legte die Groupe SEB organisch um zwei Prozent zu. Während sich viele westeuropäische Märkte solide entwickelten, blieb Deutschland hinter den Erwartungen zurück. Insbesondere im Bereich elektrisches Kochen gingen standen die Umsätze unter Druck.
Positiv hingegen entwickelten sich Kochgeschirr und Küchenutensilien sowie die Segmente Bodenpflege und Wäschepflege. Der Onlinevertrieb wuchs organisch um rund 10 Prozent, vor allem durch das Direct-to-Consumer-Geschäft. Das Professional-Business verzeichnete dagegen einen organischen Rückgang von 5,9 Prozent stabilisierte sich jedoch im zweiten Halbjahr
Mit dem 2026 startenden „Rebound“-Plan will die Groupe SEB wieder auf einen profitablen Wachstumskurs zurückkehren. Geplant sind ein beschleunigter Innovationsrhythmus, der verstärkte Einsatz künstlicher Intelligenz, eine stärkere Digitalisierung von Marketing und Vertrieb sowie das besagte Einsparprogramm von 200 Mio. Euro bis Ende 2027.
Für 2026 erwartet der Konzern wieder steigende operative Ergebnisse – die strukturellen Einschnitte markieren jedoch eine Phase tiefgreifender Neuaufstellung für den Konzern.
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