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WMF-Radikalkur: Aus für Kochgeschirr in Geislingen

WMF-Markt- und Markenstärkung mit der Agenda 21.
WMF-Markt- und Markenstärkung mit der Agenda 21.

Zweieinhalb Jahre nach der Integration von WMF in die Groupe SEB trifft das Aus für die Kochgeschirr-Produktion in Geislingen, wenn man so will ein Teil der Unternehmens-DNA, den Standort ins Mark. Immerhin hat nach Unternehmensangaben der Geschäftsbereich Professional Coffee Machines (PCM) hervorragende Fortschritte erzielt, die ursprünglichen Zielsetzungen weit übertroffen und bietet weiterhin vielversprechende Wachstumsperspektiven.

Der Geschäftsbereich Gebrauchsgüter (Consumer) hat sich trotz weiterer Investitionen unterdurchschnittlich entwickelt. Die Rückkehr zu einer nachhaltigen Profitabilität muss beschleunigt werden. Aus diesem Grund startet WMF die Agenda 21, ein Programm mit dem Ziel, Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsstärke des Unternehmens schnell zu erhöhen.

Es besteht aus folgenden Elementen: kontinuierliche Beschleunigung des Wachstums im PCM-Geschäft durch verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung, der Einführung neuer Produkte sowie dem Ausbau der Produktionskapazitäten und Investitionen in die Logistik in Geislingen.

Der Plan zur Trendwende des Consumer-Geschäfts:

  • Erneutes Wachstum: In Deutschland wurden Initiativen gestartet, die das hervorragende Marken-Image von WMF nutzen. Das Wachstum wird durch eine schnellere internationale Expansion und höhere Investitionen in Innovationen zur Optimierung des Produktportfolios getragen.
  • Zurückgewinnen der industriellen Wettbewerbsfähigkeit: Die defizitäre Fertigung von Edelstahl-Kochgeschirr in Geislingen soll bis Ende des Jahres 2020 an andere Standorte des Unternehmens in Europa verlagert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit deutlich zu verbessern.
  • Konsolidierung der Logistik in Deutschland im Lager Dornstadt;
  • Implementierung effizienterer Prozesse und eine gründliche Überprüfung der Organisation, um die zentralen Verwaltungskosten erheblich zu senken.

Die Umstrukturierung könnte etwa 400 von global 6.200 Arbeitsplätzen betreffen. Mit einem Freiwilligenprogramm, Altersteilzeit, der Schaffung neuer Arbeitsplätze in Geislingen durch den Ausbau des PCM-Geschäftes sowie neuen Stellen am zukünftigen Logistikzentrum im nahegelegenen Dornstadt bietet WMF den Mitarbeitern ein breites Spektrum an Möglichkeiten an, um im Konzern zu verbleiben.

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