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Trübe Stimmung im Handel: Wie ein Quasi-Lockdown

Tag 2 des bundesweiten „Lockdowns light“ zeigt: Eine Innenstadt ohne lebendige Gastronomie, mit deutlich geringeren Passanten-Frequenzen kommt auch für den Handel einem faktischen Lockdown ziemlich nahe. „Der Einzelhandel ist kein Hotspot und Einkaufen auch weiterhin sicher“, betont Dr. Peter Achten, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes NRW. Und: „Die Hygiene- und Abstandsmaßnahmen haben sich seit Beginn des ersten Lockdowns bewährt. Unsere Kunden können sich also in den Geschäften absolut sicher fühlen.“

Sorgen bereiten dem Handel die in den letzten Tagen extrem rückläufigen Kundenzahlen. Durch den Lockdown in der Gastronomie sinkt die Aufenthaltsqualität für viele Innenstadtbesucher. Dr. Achten: „An manchen Stellen führt dies zu einem Quasi-Lockdown auch für den Einzelhandel. Die bereits angespannte Situation bei vielen Händlern verschärft sich und damit auch die Sorge, das Geschäft dauerhaft schließen zu müssen. Wir appellieren an alle Kundinnen und Kunden: Halten Sie dem Einzelhandel die Treue, kaufen Sie Ihre Weihnachtsgeschenke vielleicht in diesem Jahr schon früher ein!“

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Im Zuge des ansteigenden Infektionsgeschehens in Deutschland trübt sich zum ersten Mal nach sechs Monaten auch die Verbraucherstimmung wieder ein. Das macht das aktuelle HDE-Konsumbarometer deutlich. So ist bei den Einkommenserwartungen der Verbraucher nachlassender Optimismus zu beobachten.

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Verbraucherstimmung mau

Eine Ursache dafür ist die als zunehmend unsicher eingeschätzte Situation auf dem Arbeitsmarkt. Insbesondere die Konjunkturerwartungen der Verbraucher haben sich verschlechtert. In den vergangenen beiden Jahren gab es zum Vorweihnachtsgeschäft stets einen Anstieg der Anschaffungsneigung. Aktuell zeigt sich indes ein marginaler Rückgang.

Sollte die derzeitige steigende Entwicklung bei den Infektionszahlen weiter anhalten und mit neuen Eindämmungsmaßnahmen einhergehen, dann ist davon auszugehen, dass die Erholung der Verbraucherstimmung gestoppt ist und sich die Stimmung wieder dauerhaft eintrüben wird. Ein merkliches Anziehen des privaten Verbrauchs ist in naher Zukunft damit sehr unwahrscheinlich. Vielmehr könnten sich sowohl durch ein weiter zunehmendes Infektionsgeschehen als auch durch das Auslaufen der temporären Mehrwertsteuersenkung, was faktisch einer Steuererhöhung entspricht, zusätzliche negative Effekte auf den privaten Konsum ergeben.

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