Onlinehandel: Retouren hängen vom Geldbeutel ab

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Im Onlinehandel zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Nationen und Geschlechtern. Das zeigt eine repräsentative Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Onlinehändlers Galaxus. Befragt wurden in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr als 2.000 Personen.


Auf die Frage „Bestellen Sie online manchmal mehrere Produkte im Wissen, dass Sie einiges davon zurückschicken werden?“ antworteten in Deutschland knapp zwei Drittel mit „Nein“. Das bedeutet, dass mehr als ein Drittel der Onlineshopper Ware bestellt, ohne davon auszugehen, dass er diese behalten will. 28% der Befragten bestellt „vereinzelt“ bewusst zu viel, 8% gehen sogar „oft“ so vor – offenbar eher ein Frauenthema, denn 12,3% der Frauen bestätigen obige Aussage, aber nur 3,5% der Männer.

Laut Befragung möchten sich deutsche Onlineshopper für Retouren mehr Zeit lassen als Österreicher und Schweizer. Rund die Hälfte der Deutschen (49,4%) erwartet vom Onlinehandel bis zu 30 Tage Zeit für eine Retoure. In der Schweiz wünschen sich nur 44,8% der Befragten so viel Zeit, in Österreich sogar nur 36,6%. Und: 61,8% der Österreicher sind mit zehn bis 14 Tagen zufrieden.

„E-Commerce ist nicht gleich E-Commerce, er funktioniert in der Schweiz anders als in Deutschland und selbst innerhalb der EU gibt es Abstufungen in den jeweiligen Ländern”, sagt Michael Stolle, Geschäftsführer Galaxus Deutschland. Und weiter: „Das erkennt man am Thema Retouren, die bei den meisten schweizerischen Händlern Geld kosten, bei den meisten deutschen hingegen nicht. Entsprechend unterschiedlich sind die Antworten der Befragten und sie sind stets im Kontext der jeweiligen Marktverhältnisse zu sehen.“

Die Retourenquote bei Digitec Galaxus liegt im niedrigen einstelligen Bereich. Hilfreich seien, so Stolle, umfangreichen Produktdetails und Filter, Tests und Ratgeber im Magazin sowie die Community zur Beantwortung von Fragen.

Weitere Ergebnisse der Studie finden Sie hier.

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