Mau sieht es indes bei den Hausgeräteherstellern aus: Mit Miele, AEG, Neff und Gaggenau gibt es prominente Absagen. Und wer sich die tagesaktuelle Ausstellerliste der area30 anschaut, vermisst aktuell, ausgerechnet zum zehnjährigen Jubiläum der Messe, prominente Namen wie Haier und Samsung.
Auch wenn sich vielerorts der Blick wieder nach vorne richtet, geplante Investitionen wieder in Angriff genommen werden und Innovationen wie neue Ideen mehr denn je gefragt sind: Viele Unternehmen wie Händler (auch Begros und die MHK Group haben alle Aktivitäten entlang der A 30 gecancelt) scheuen die Reise nach Ostwestfalen – weil man Mitarbeiter wie Kunden schützen möchte und weil man das in den vergangenen drei Monaten Erreichte nicht wieder aufs Spiel setzen möchte.
In engem Austausch mit den Behörden und den beteiligten Partnern im Markt arbeitet derweil der Veranstalter der area30, Trendfairs, seit Monaten an einem Hygienekonzept sowie „mit Hochdruck“ an digitalen Kommunikationskanälen. Bedeutet: Die Installation neuer Kommunikationsmöglichkeiten ist neben der räumlichen Präsenz in Löhne ein entscheidendes Thema.
Besucher und Aussteller haben nun die Wahl: Sie können auf der Messe vor Ort dabei sein – oder eben online. Ebenso ermöglicht die „digitale area30“ neuen Fachbesuchergruppen einen zeitsparenden Zugang zu Produkten und Dienstleistungen. Michael Rambach, Gründer und Gesellschafter von Trendfairs: „Die area30 ist damit ab sofort eine Hybridmesse, die wie eine Klammer enge Verbindungen zwischen realer und virtueller Präsenz schafft.“
Die Orderplattform im Herzen der Küchenmöbel-Industrie in Löhne wird in diesem Jahr die flexiblen Temporär-Hallen nutzen, um die Abstands- und Hygienemaßnahmen umzusetzen. Die area30-Halle soll den Anforderungen entsprechend gebaut und mit großzügigen Flächen sowie groß dimensionierten Ein- und Ausgangsbereichen versehen werden, so dass zusätzliche Wartezeiten für Besucher vermieden werden können. Rambach: „Als Veranstalter wissen wir um den Bedarf unserer Branche, respektieren jede unternehmensindividuelle Entscheidung. Es spornt uns an, zukünftig all unserer Formate noch attraktiver zu gestalt
en, als sie ohnehin schon sind. Wir laden alle Unternehmen ein, an der digitalen area30 teilzunehmen.“
Man ahnt: Bei der Küchenmeile A 30 wie der area30 ist vieles in Bewegung, das letzte Wort noch nicht gesprochen (gleiches gilt ja auch für die Special Edition der IFA 2020). Eine tagesaktuelle Liste der area30-Aussteller gibt es vom Messeveranstalter hier. Indes ist auch diese Liste einer hohen Dynamik unterworfen. Aussteller, die in dieser Liste geführt werden (beispielsweise Küchentreff, Lechner, Oranier) haben zwischenzeitlich abgesagt.
So teilen Falmec, KüchenTreff, Naber, Oranier, Schock und Systemceram in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit, dass sie sich entschieden haben, dieses Jahr nicht an der area30 teilzunehmen und stattdessen auf anderen Wegen den Austausch mit den Handelspartnern ermöglichen werden. „Alle beteiligten Unternehmen stehen zu 100 Prozent hinter dem Messekonzept von trendfairs und freuen sich gemeinsam auf ein sicheres sowie erfolgreiches Messeevent für die Küchenbranche im September 2021“, heißt es abschließend.
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