So könnte es funktionieren: Produktentwicklung bei Severin.
Aufgabe der Studierenden war es, nutzerorientierte Innovationen für das Unternehmen zu entwickeln. In mehreren Teams sollten sie mit modernen Marketingmethoden Ideen für verschiedene Sortimentsbereiche wie Kaffee und Frühstück, Mikrowellen oder E-Barbecue entwickeln. Den Nutzen und Mehrwert für die Konsumenten dabei immer im Blick.
Sascha Steinberg, Direktor Innovation und Produktmanagment bei Severin, hat das Projekt unternehmensseitig mit Lara Julia Kemper betreut. „Wir beschäftigen uns tagtäglich mit unseren Kunden und Produkten und haben uns einen frischen Blick von außen gewünscht“, erklärt Steinberg. Und weiter: „Unser Ziel war, dass die Studierenden das Denken im Unternehmen anschieben und Ideen entwickeln, mit denen wir weiterarbeiten können.“
Nach einer Vorauswahl aus 20 Studierenden-Teams konnten sechs Teams ihre Ideen in einem Wettbewerb der Jury aus Unternehmensvertretern vorstellen. Am Ende gab es zwei erste Plätze. Das Team „Innovation4Future“ hatte die Idee zur Mikrowelle mit Umrührfunktion. „Gut, um Suppen gleichmäßig zu erhitzen“, erklärte Teamsprecherin Sara Kidane die Idee.
Ihre Gruppe hat sich folgende Frage gestellt: „Was hat eine Mikrowelle noch nicht?“ Und darauf zahlreiche Antworten gefunden. Beispielsweise eine Steuerung per App, mit der sich Essen schon auf dem Nachhauseweg zubereiten lässt oder eine optische Signalfunktion für Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen. „Eben Dinge, die Menschen das Leben erleichtern“, so Sara Kidane.
Mit der Idee „Small Kitchens“ hatte das zweite Siegerteam mit dem Namen „Innovationsquelle“ ebenfalls den Nutzen für eine konkrete Zielgruppe im Blick. „Wir haben gesehen, dass LKW-Fahrer sich auf Raststätten ihr Essen mit Gasbrennern kochen“, so Teamsprecher Christian Sänger. Sein Team ist überzeugt, dass eine mobile, kleine Küche hier einen Mehrwert bietet. Und das übrigens auch für weitere Zielgruppen wie beispielsweise Studierende.
Christian Sänger und Sara Kidane haben nach eigener Ansicht selbst sehr von dem Praxisprojekt profitiert. Das Verständnis für die eingesetzten Marketingmethoden sei durch die praktische Anwendung viel einfacher, die gemachten Erfahrungen sehr wertvoll. „Und sagen zu können, das ist unsere Idee, die ist gut und kommt vielleicht auf den Markt – das macht mich schon sehr stolz“, meint Sänger.
Auch seitens des Unternehmens gibt es ein positives Fazit: „Alle Präsentationen hatten gute, teils auch lustige Ideen“, so Lara Kemper. Mehrere Ideen seien so spannend, dass das Unternehmen sie weiterentwickeln wird. „Unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt.“
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