Die Türgriffe Diagnose-Tools unterstützen das Service-Team von Liebherr bei der präzisen Fehleranalyse
Mit dem Recht auf Reparatur setzt die Europäische Union Impulse für mehr Ressourcenschutz und einen weiteren Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft. Die entsprechende EU-Richtlinie wird von den Mitgliedstaaten bis zum 31. Juli 2026 in nationales Recht überführt.
Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher zu stärken und Reparaturen in bestimmten Produktgruppen gezielt zu fördern. Dazu werden die Bedingungen für Reparaturen europaweit geregelt. Dazu zählen feste Reparaturansprüche, verbindliche Ersatzteilverfügbarkeiten sowie mehr Transparenz bei Serviceinformationen.
Für Liebherr-Hausgeräte bedeutet das Recht auf Reparatur die Fortführung eines etablierten Qualitäts- und Nachhaltigkeitsverständnisses. Langlebigkeit, Reparierbarkeit und hohe Servicekompetenz sind nach Unternehmensangaben feste Bestandteile der Unternehmensidentität und Produktphilosophie.
Die Geräte sind auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Alle Funktionsteile werden laut Liebherr auf eine Lebensdauer von mindestens 15 Jahren ausgelegt und müssen vor der Markteinführung umfangreiche Qualitäts- und Belastungsprüfungen bestehen. Diese orientieren sich an typischen Nutzungssituationen im Haushalt, etwa an der intensiven Beanspruchung von Schubladen oder dem häufigen Öffnen und Schließen der Türen. Ergänzt wird dieser Anspruch durch hochwertige Materialien und Fertigungsstandards.
Mit dem Recht auf Reparatur gewinnt die Langlebigkeit von Produkten zusätzlich an Bedeutung. Je länger ein Gerät genutzt und instand gehalten werden kann, desto relevanter wird eine Reparatur als Alternative zum Austausch.
Zusätzliche Anreize ergeben sich aus den neuen Reparaturrechten. Entscheiden sich Kundinnen und Kunden bei einem Mangel während der gesetzlichen Gewährleistung für eine Reparatur, verlängert sich diese einmalig um weitere zwölf Monate.
Ergänzend bietet Liebherr für ausgewählte energieeffiziente Kühl- und Gefriergeräte im Haushaltsbereich eine zehnjährige Herstellergarantie in mehreren europäischen Ländern. Sie soll den Anspruch verdeutlichen, Produkte möglichst lange im Einsatz zu halten, und zugleich das Vertrauen in Qualität und Langlebigkeit der Geräte widerspiegeln.
Reparierbarkeit ist bei Liebherr-Hausgeräte Bestandteil der Entwicklungsphilosophie und fließt früh in Designentscheidungen ein. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen den ersten kreislauffähigen Gefrierschrank mit Blurox-Technologie. Das Kältetechnikmodul befindet sich im Sockel und lässt sich entnehmen, wodurch Reparaturen und ein Austausch erleichtert werden.
Für die praktische Umsetzung von Reparaturen sind ein leistungsfähiges Servicekonzept und eine verlässliche Ersatzteilversorgung entscheidend. Liebherr-Hausgeräte stellt nach eigenen Angaben bereits heute die Verfügbarkeit von Ersatzteilen über einen Zeitraum von 15 Jahren nach Produktionsende eines Modells sicher. Damit liegt das Unternehmen über den europäischen Anforderungen, die je nach Bauteil sieben bis zehn Jahre vorsehen.
Ein globales Servicenetz mit geschulten Technikerinnen und Technikern soll sicherstellen, dass Reparaturen fachgerecht und effizient durchgeführt werden. Klare Diagnose- und Prozessstandards sowie digitale Tools unterstützen eine systematische Fehleranalyse und zielgerichtete Reparatur vor Ort.
Ergänzend stellt Liebherr Informationsangebote bereit, sowohl für den professionellen Service als auch für technisch versierte Kundinnen und Kunden.
Nach Unternehmensangaben werden rund 88 Prozent der weltweiten Serviceeinsätze bereits beim ersten Besuch erfolgreich abgeschlossen. Der Betrachtungszeitraum reicht von Mai 2025 bis Mai 2026. Dies reduziert zusätzliche Anfahrten, verkürzt Ausfallzeiten und senkt den organisatorischen Aufwand für Kundinnen und Kunden. Die Quote unterstreicht laut Liebherr die Verbindung von Produktdesign, Ersatzteilverfügbarkeit und Servicepraxis.
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