Markt & Branche

ElectronicPartner mit dickem Minus: 2019 ein „schwieriges Geschäftsjahr“

Blauer Himmel war zumindest im übertragenen Sinne 2019 selten: die Zentrale von ElectronicPartner im Düsseldorfer Norden.
Blauer Himmel war zumindest im übertragenen Sinne 2019 selten: die Zentrale von ElectronicPartner im Düsseldorfer Norden.
Autsch! ElectronicPartner blickt auf „ein herausforderndes Geschäftsjahr 2019“ zurück und schließt mit einem Minus beim Zentralumsatz ab. Die angestoßenen Prozesse und das schwierige Marktumfeld haben sich klar erkennbar auf die Ergebnisse einzelner Vertriebslinien ausgewirkt. Während die internationalen Landesgesellschaften bereinigt ein leichtes Umsatzplus verbuchen konnten, war das Gesamtgeschäft rückläufig.

Ahnte schon im Februar vergangenen Jahres, dass 2019 „ruppig“ und ein „sehr, sehr herausforderndes Jahr wird: EP-Vorstand Karl Trautmann.
Ahnte schon im Februar vergangenen Jahres, dass 2019 „ruppig“ und ein „sehr, sehr herausforderndes Jahr wird: EP-Vorstand Karl Trautmann.

Die Gründe sieht Vorstand Karl Trautmann neben externen Faktoren vor allem in der eigenen Neuausrichtung der Verbundgruppe: „Wir haben wichtige Entscheidungen getroffen, um unsere Fachmarktlinie Medimax wieder auf die Erfolgsspur zu bringen. Dabei sind wir einen großen Schritt vorangekommen, auch wenn das mit einer Verringerung der Verkaufsfläche einherging. Die Qualitätsoffensive 2.0 hat sich derweil erneut als richtiger Weg für den EP: Fachhandel bewiesen, der sich wieder deutlich über Markt bewegt.“

Zentralumsatz: minus 5,1 % ^

Insgesamt schloss die Düsseldorfer Verbundgruppe das Geschäftsjahr mit einem Zentralumsatz von 1,516 Mrd. EUR ab. Das entspricht einem bereinigten Minus von 5,1 % zum Vorjahr. Die europäischen Landesgesellschaften verbuchten ein bereinigtes Wachstum von 1,1 %. Und auf dem Heimatmarkt? „Das Umsatzergebnis für Deutschland wurde wesentlich beeinflusst durch die negative Gesamtmarktentwicklung sowie die Insolvenz des Herstellers Loewe, die nicht kompensiert werden konnte“, heißt es in einer Mitteilung von ElectronicPartner vom vergangenen Freitag. Übersetzt heißt das: In Deutschland wurde ein Minus eingefahren.

„Der technische Fortschritt und die Dynamik des Marktes stellen uns regelmäßig vor neue Herausforderungen“, so EP-Vorstand Karl Trautmann.
„Der technische Fortschritt und die Dynamik des Marktes stellen uns regelmäßig vor neue Herausforderungen“, so EP-Vorstand Karl Trautmann.

Großgeräte mau, Kleingeräte mit Sieger-Gen ^

Das TV-Geschäft und der Bereich Multimedia haben sich 2019 innerhalb der Verbundgruppe unbefriedigend entwickelt. Physische Bild- und Tonträger verloren weiter stark an Bedeutung. Auch der Bereich Elektrogroßgeräte wies ein leicht rückläufiges Ergebnis auf. Eindeutiger Gewinner unter den Warengruppen waren die Elektrokleingeräte, deren Umsatz deutlich gestiegen ist, dicht gefolgt vom Mobilfunkgeschäft, das ebenfalls positiv verlief.

Erst kam der Blues, dann die Transformation zur Franchise-Organisation: Medimax.
Erst kam der Blues, dann die Transformation zur Franchise-Organisation: Medimax.

Medimax als Franchise-Organisation ^

Bei Medimax, 2018 in schwere See geraten, hat die Verbundgruppe alle Weichen in Richtung Unternehmertum gestellt. Die angestrebte Umwandlung in eine reine Franchise-Organisation läuft planmäßig, erste Standorte konnten an neue und bestehende Franchisenehmer übergeben werden. Diesen Kurs wird ElectronicPartner auch 2020 weiter fortsetzen.

Einzig EP: macht Spaß: 8,3% über Markt ^

Die Marke EP: hat sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr um 8,3% besser entwickelt als der Kanal Fachhandel insgesamt. Damit schreiben die Fachhändler der Verbundgruppe bereits im fünften Jahr ihre Erfolgsgeschichte fort. Bemerkenswert ist diese Entwicklung besonders vor dem Hintergrund der Loewe Insolvenz und eines fehlenden Umsatzschubs, wie er 2018 durch die Umstellung auf DVBT-2 ausgelöst wurde. „Diese Entwicklung und zahlreiche Serviceauszeichnungen sind eine eindeutige Bestätigung dafür, dass unser Konzept beste Erfolgschancen für den qualifizierten Elektrofachhandel bietet“, ist Karl Trautmann überzeugt.

8,3% besser entwickelt als der Kanal Fachhandel insgesamt: Vor allem die Marke EP: machte in 2019 Freude.
8,3% besser entwickelt als der Kanal Fachhandel insgesamt: Vor allem die Marke EP: machte in 2019 Freude.

Im Technologie-Netzwerk comTeam mit rund 800 Partnern gab es 2019 erneut eine positive Umsatzentwicklung. Dabei profitierten die Partnerunternehmen besonders von den allgemein steigenden Investitionen in das Thema Digitalisierung. Auch das Start-up Netzwerk growr wächst und bringt immer mehr erfolgreiche Unternehmer mit innovativen Geschäftsideen hervor.

Ein verlässlicher Partner ^

Das Fazit von Karl Trautmann ist vergleichsweise wolkig, streng genommen nichtssagend formuliert: „Der technische Fortschritt und die Dynamik des Marktes stellen uns regelmäßig vor neue Herausforderungen. ElectronicPartner begegnet diesen stets offensiv, verantwortungsvoll und mit bewussten Entscheidungen. Daran halten wir fest und sind auch in Zukunft verlässliche Partner in einer spannenden Branche.“

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