„Wir hätten uns weniger in Detailfragen einmischen sollen“, Jens Spahn.
„Wir hätten uns weniger in Detailfragen einmischen sollen“, Jens Spahn.
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Digital-Talk mit Jens Spahn: Zurück in den neuen Alltag

Prominenter Gast heute Mittag (11. Mai) beim Digital-Talk der Pro-Bono-Initiative „Händler helfen Händlern“ – infoboard.de gehört zu den Unterstützern der ersten Stunde. Zur 6. Auflage dieser spannenden wie hochinformativen Gesprächsreihe begrüßte Marcus Diekmann (CEO Rose Bikes und Initiator der Initiative) einen durchaus selbstkritischen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Digitaltalk mit (im Uhrzeigersinn von links oben): Marcus Diekmann, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Mark Rauschen.
Digitaltalk mit (im Uhrzeigersinn von links oben): Marcus Diekmann, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Mark Rauschen.

Seit heute dürfen deutschlandweit wieder alle Geschäfte unabhängig von der Größe ihrer Verkaufsfläche die Ladentüren öffnen. Ob nach wochenlanger Abstinenz ein Kaufrausch über die Verbraucher hereinbricht, bleibt nicht nur fraglich, sondern eher unwahrscheinlich. Spahn zur Schutzmaskenpflicht: „Das verlangt von den Bürgern eine Disziplin, die man insbesondere Samstagfrüh beim Einkauf nicht gewohnt ist.“ Wie viele Wochen die Menschen mit Maske aushalten müssten, dafür habe er noch kein Gefühl, aber: „Ich halte die Masken in der Sache für richtig.“

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Maske beeinträchtigt Einkaufsverhalten

„Die Maske stört und leitet die Menschen dazu an, den Mindestabstand eher nicht einzuhalten“, sagte Mark Rauschen, zweiter Talkgast und Geschäftsführer von L+T, der in Osnabrück eine Blaupause für ein stationäres Einkaufserlebnis in Zeiten von Amazon & Co geschaffen hat. Sein Unternehmen macht aus bloßem Einkaufen ein beispielhaft inszeniertes Shopping-Erlebnis. Und weiter: „Die Maske beeinträchtigt das Einkaufsverhalten, stört die Leichtigkeit.“ Das gelte vor allem in der Innenstadt: „In der Peripherie wird der Bedarf gekauft, in der City das Besondere.“

Weniger in Detailfragen einmischen

Bei den geltenden Abstandsregeln, Hygienevorschriften und Schutzmaskenpflicht kommen nur wenige in Kauflaune. Die Situation im Handel bleibt angespannt, viele Unternehmen stehen weiterhin vor einer existenziellen Bedrohung. Spahn stellte sich der Diskussion in dieser prekären Lage, äußerte wiederholt, dass man mit dem Wissen von heute in den vergangenen Wochen manche Dinge möglicherweise anders entschieden hätte. So seien einheitliche Hygiene- und Abstandsregeln sicherlich eine bessere Lösung als die viel diskutierte 800-Quadratmeter-Beschränkung: „Das hat uns Akzeptanz gekostet.“ Und: „Konzepte ja, aber wir hätten uns weniger in Detailfragen einmischen sollen.

Immerhin hat die Anzahl der Neuinfizierten mit etwas über 300 pro Tag eine Größenordnung erreicht, mit der man umgehen könne. Spahn: „Wir können Schritt für Schritt zurück in den neuen Alltag.“ Ein neuer Shut-down also ausgeschlossen? „Flächendeckende Beschränkungen sehe ich nicht, wenn wir die Fälle lokal schnell identifizieren können.“

Wer den Digital-Talk verpasst hat, findet die Aufzeichnung dieser und der vorangegangenen Folgen hier. infoboard.de wird im Branchen-Newsletter am 14. Mai ausführlich auf den heutigen Branchentalk eingehen.


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