Living 2025: Wir sind quasi zuhause, auch wenn wir unterwegs sind!

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Smart Home
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Technologische, wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Veränderungen haben Einfluss darauf, wie wir im Jahr 2025 leben werden. Noch bewohnen wir die Zukunft nur im Geiste, aber es lohnt sich, darüber nachzudenken, wie Orte, Umgebungen und Konzepte des Wohnens in zehn Jahren aussehen könnten. Warum? Weil jeder Mieter und Eigentümer auch Kunde, Klient, Nutzer oder Gast ist. Hoffentlich Ihrer!

Wovon Ihr Unternehmen und Sie morgen leben werden, darüber entscheiden die Wünsche und Bedürfnisse Ihrer Kunden. Nur: Wie werden Ihre Kunden leben? In der Großstadt oder auf dem Lande? Als Single oder in einer Patchwork-Familie? Barrierefrei, ökologisch nachhaltig oder technikaffin? Und wer wird zu Ihrer Zielgruppe gehören? Wussten Sie, dass bei einer Nettozuwanderung von 230.000 Personen pro Jahr die Bevölkerung in Deutschland erst nach 2035 unter die 80-Millionen-Marke sinken wird? Der Wohnraum in den Städten wird knapper, Ihre Zielgruppe vielfältiger.

Kaffee+ im Text

Die hohe Wohnflächennachfrage in Großstädten und Ballungsgebieten könnte zur Folge haben, dass die Mieten und Immobilienpreise auch in Zukunft kräftig steigen werden. Mit welchen innovativen Wohnkonzepten könnte hier Abhilfe geschaffen werden? Eine der größten Veränderungen stellt die rasant voranschreitende Digitalisierung dar. Besetzen Sie entscheidende Schnittstellen, um vom Internet der Dinge und Dienste profitieren zu können? Werden Sie auch im Wandel des Marktes ‚Bauen, Wohnen und Einrichten‘ erfolgreich sein?

Always@Home – eine neue Ära? ^

Die Digitalisierung macht es notwendig, dass wir das, was wir unter ‚Zuhause‘ verstehen, grundlegend neu denken müssen. Vor 10.000 Jahren wurde der Mensch sesshaft. Seitdem bevorzugen wir einen festen Ort als dauerhaften Lebensmittelpunkt. Aus Siedlungen sind Megacities geworden, wir arbeiten nicht mehr mit Werkzeugen, sondern bedienen technische Geräte, und unsere Ansprüche an den Wohnkomfort sind gestiegen.

Geblieben sind die eigenen vier Wände als unverrückbarer Rückzugsort, der Schutz und Privatsphäre bieten soll. In Zukunft aber muss das Zuhause weiter gedacht werden. Smarte Infrastrukturen sorgen dafür, dass private, öffentliche und gewerbliche Räume sich zunehmend überlagern und durchdringen. Das ‚Home Office‘ ist nur ein Beispiel für solch einen hybriden Raum. Während das Internet uns heute mit dem Draußen verbindet, wenn wir zuhause sind, werden wir in den nächsten fünf bis zehn Jahren immer öfter mit unserem ‚Smart Home‘ verbunden sein, wenn wir draußen sind. Wir sind quasi zuhause, auch wenn wir unterwegs sind, eben ‚Always @ Home‘. Ein Novum!

Automatisches Online-Shopping ^

Mehr Convenience geht nicht Diese Entgrenzung der eigenen vier Wände wird es Unternehmen ermöglichen, mit innovativen Produkten und Lösungen völlig neue Geschäftsfelder zu definieren. So wird das Internet der Dinge eine neue Ära des E-Business einleiten. Amazon hat mit ‚Dash Replenishment‘ einen Service vorgestellt, der es vernetzten Haushaltsgeräten wie Druckern, Wasserfiltern oder Waschmaschinen ermöglicht, selbstständig Verbrauchsmaterialien und Produkte des täglichen Bedarfs nachzubestellen. Bereits in wenigen Jahren könnten in jedem Haushalt solche selbstordernden Geräte zu finden sein. Was das bedeutet: Wir können, aber wir müssen zum Einkaufen nicht mehr das Haus verlassen. Chancen eröffnen sich hier Geräteherstellern, Telekommunikationsanbietern, und Logistikdienstleistern, aber auch lokalen Händlern.

IoT - Internt of things
IoT – Internt of things

Intelligentes Wohnen im Alter ^

Ein weiterer vielversprechender Zukunftsmarkt ist Ambient-Assisted-Living. AAL-Lösungen werden es uns ermöglichen, im Alter länger selbstbestimmt in unserem vertrauten Umfeld zu leben. Während Wearables Blutdruck- und EKG-Werte messen, analysieren und automatisch an den Arzt übertragen, erinnert der Badezimmerspiegel an die Medikamenteneinnahme. Intelligente Assistenzsysteme werden uns auf Schritt und Tritt folgen. Dies bedeutet nicht nur, dass unsere Umgebung aus unseren Gewohnheiten lernt und sich unseren Handlungen anpasst, sondern auch, dass  Norm-Abweichungen registriert werden können. Sensoren im Teppich setzen dann zum Beispiel bei einem Sturz automatisch einen Notruf ab. Dank Ambient Assisted Living werden wir in Zukunft in unserem Zuhause in Würde alt werden können: ‚Always @ Home‘ statt Pflegeheim.

Alles unter einem Dach: Living-as-a-Service ^

Mithilfe von Big Data Analytics werden Kunden in ihrem häuslichen Umfeld zunehmend ‚quantifizierbar‘. Mit datenbasierten Geschäftsmodellen lassen sich neue Umsatzquellen erschließen, sofern ein nachvollziehbarer Nutzen geboten und die Sicherheit der Daten garantiert werden kann. Verbraucher werden Geräte in Zukunft nicht mehr besitzen, sondern für ihre Nutzung bezahlen. Vorstellbar sind auch Rundum-sorglos-Pakete, die sich der Kunde individuell zusammenstellen kann. Miete, Energieverbrauch, Gerätenutzung, Entertainment, Lebensmittellieferungen, Reinigungsservices, Versicherungen etc., etc., etc.: alles unter einem Dach.

Mit welchen Produkten und Dienstleistungen kann Ihr Unternehmen dazu beitragen, dass Ihre Kunden sich ‚Always @ Home‘ fühlen – egal wo sie sind?

 

Quelle: Auszug aus einem Blogbeitrag der FFM FutureManagementGroup AG, Walluf

Den Report zum Thema „Living 2025: Always @ Home“ gibt es unter dem nachstehenden Link: http://www.futuremanagementgroup.com/de/shop/market-foresights/living-2025