Marktforschung

ZVEI: Elektroindustrie startet verhalten ins Jahr 2026 – Europa stützt, Drittländer bremsen

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie ist mit moderatem Wachstum ins Jahr 2026 gestartet. Laut aktuellen Zahlen entwickelten sich insbesondere die Auftragseingänge im Februar positiv, wenn auch mit gedämpfter Dynamik. Insgesamt legten sie gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent zu. Während die Inlandsnachfrage mit einem Plus von 3,0 Prozent spürbar anzog, fiel das Wachstum im Ausland mit 0,9 Prozent deutlich geringer aus. Auffällig bleibt die regionale Divergenz: Die Bestellungen aus der Eurozone stiegen zweistellig, während Aufträge aus Drittländern rückläufig waren.

Im bisherigen Jahresverlauf ergibt sich damit ein leichtes Auftragsplus von 2,3 Prozent. Auch hier stützen vor allem europäische Märkte die Entwicklung, während das Geschäft außerhalb des Euroraums schwächelt.

Produktion und Beschäftigung weiter unter Druck

Die Produktion bleibt weiterhin rückläufig. Preisbereinigt lag der Output im Februar um 2,7 Prozent unter Vorjahr.

Die Produktion bleibt unterdessen rückläufig. Preisbereinigt lag der Output im Februar um 2,7 Prozent unter Vorjahr, auch bedingt durch einen fehlenden Arbeitstag. Für die ersten beiden Monate summiert sich das Minus auf 3,2 Prozent. Die Produktionspläne der Unternehmen zeigen sich zwar stabil, doch die Beschäftigungsaussichten trüben sich weiter ein. Entsprechend ist auch die Zahl der Beschäftigten leicht rückläufig, begleitet von Kurzarbeit in Teilen der Branche.

Umsatz stagniert – Exporte ziehen deutlich an

Im Februar wurde mit 17,8 Mrd. Euro ein leichtes Plus von 1,3 Prozent beim Umsatz erzielt. Treiber war das Inlandsgeschäft, während die Erlöse im Ausland zurückgingen.

Beim Umsatz ergibt sich ein gemischtes Bild: Im Februar wurde mit 17,8 Mrd. Euro ein leichtes Plus von 1,3 Prozent erzielt. Treiber war das Inlandsgeschäft, während die Erlöse im Ausland zurückgingen. Für die Monate Januar und Februar zusammen ergibt sich nahezu Stagnation (+0,4 Prozent), wobei sich auch hier die schwächere Auslandsnachfrage bemerkbar macht.

Die Exporte legten im Februar kräftig um 9,2 Prozent zu und erreichten 21,3 Mrd. Euro.

Deutlich dynamischer entwickelte sich dagegen der Außenhandel. Die Exporte legten im Februar kräftig um 9,2 Prozent zu und erreichten 21,3 Mrd. Euro. Auch kumuliert zeigt sich ein solides Wachstum. Die Importe stiegen ebenfalls, blieben jedoch zuletzt wieder unter dem Exportniveau.

Insgesamt zeigt sich die Branche damit in einer Übergangsphase: Während Auftragseingänge und Exporte positive Impulse liefern, belasten Produktionsrückgänge, schwache Drittlandsmärkte und vorsichtige Beschäftigungspläne die Entwicklung.

Rita Breer

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