Laut NIQ geben 86 Prozent der weltweit Befragten an, sich über steigende Preise Sorgen zu machen. Diese Zahl liegt auf konstant hohem Niveau – ähnlich wie bereits in den Vorjahren. Die Sorge um die allgemeine Preisentwicklung übertrifft damit andere Themen wie etwa geopolitische Unsicherheiten oder Klimawandel deutlich. Besonders stark betroffen sind Haushalte mit niedrigem bis mittlerem Einkommen, die einen großen Anteil ihres Budgets für Grundbedarfsartikel aufwenden müssen.
Verbraucher reagieren darauf mit angepasstem Einkaufsverhalten: Preisvergleiche, der Wechsel zu Handelsmarken und der verstärkte Einkauf bei Discountern gehören mittlerweile zum Standard. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis nach Transparenz und klaren Preis-Leistungs-Verhältnissen.
Neben der kurzfristigen Preisentwicklung beschäftigt die Verbraucher vor allem ihre mittelfristige finanzielle Lage. Rund 70 Prozent der Befragten berichten von einem Gefühl wirtschaftlicher Unsicherheit im persönlichen Umfeld. Besonders auffällig: Viele Haushalte sind der Meinung, dass sie heute wirtschaftlich schlechter dastehen als noch vor drei Jahren – trotz vermeintlich stabiler Arbeitsmärkte in vielen Ländern.
Die daraus resultierende Kaufzurückhaltung betrifft insbesondere nicht-essenzielle Warengruppen, Investitionen in langlebige Konsumgüter oder neue Technologien. Gleichzeitig rücken Angebote mit klarem Mehrwert, nachhaltige Produkte und lokale Herkunft stärker in den Fokus derjenigen, die dennoch konsumieren.
Das Vertrauen in etablierte Marken und klassische Werbebotschaften ist laut dem NIQ-Bericht rückläufig. Verbraucher verlassen sich zunehmend auf Empfehlungen aus dem sozialen Umfeld oder digitale Vergleichsplattformen. Für Handel und Industrie bedeutet das, dass Transparenz, Authentizität und der Nachweis von Preiswürdigkeit an Bedeutung gewinnen. Wer sich hier nicht klar positioniert, riskiert den Verlust von Markenbindung.
Die größte Sorge der Verbraucher bleibt demnach ihre finanzielle Situation. Konsum wird noch stärker hinterfragt, verglichen und priorisiert als in den Vorjahren. Marken und Händler, die Preissensibilität ernst nehmen, Vertrauen aufbauen und echten Mehrwert liefern, haben die Chance, auch in einem angespannten Umfeld als verlässliche Wahl wahrgenommen zu werden.
Quelle: NIQ – Consumer Outlook: Guide to 2026, veröffentlicht im Oktober 2025.
Link zum Report: https://nielseniq.com/global/en/insights/report/2025/consumer-outlook-guide-to-2026
NIQ kehrt als Official Global Insights Partner zur IFA Berlin 2026 zurück. Im Mittelpunkt des… Read More
Die offizielle App der IFA 2026 steht ab sofort im Apple App Store und bei… Read More
In der expert-Zentrale in Langenhagen haben vier Auszubildende und zwei dual Studierende ihren Berufsweg begonnen.… Read More
ElectronicPartner hat im August 2026 zwei neue Auszubildende in der Düsseldorfer Zentrale aufgenommen. Die Nachwuchskräfte… Read More
Die BSH Hausgeräte GmbH führt ihre Marken Bosch, Siemens, Neff und Constructa auf der Küchenmeile… Read More
Bauknecht erweitert sein Sortiment um matte Induktionskochfelder mit einer speziell gehärteten Glasoberfläche. Die MattProtect-Technologie soll… Read More