Marktforschung

So bleiben Händler & Hersteller erfolgreich

Der Markt für technische Konsumgüter befindet sich nach dem Rekordhoch während der Pandemie nun auf einem signifikanten Abwärtstrend. Im neu erschienenen Report „The State of Consumer Technology & Durables“ analysiert GfK den globalen Markt und gibt Handlungsempfehlungen für Händler und Hersteller, um die Herausforderungen der aktuellen Krisen sowohl kurz- als auch langfristig abfedern zu können.


Nach dem Pandemie-Boom der vergangenen zwei Jahre hat der Markt für technische Konsumgüter 2022 mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Einerseits führen die anhaltenden Lieferkettenschwierigkeiten zu erhöhten Kosten sowie zu eingeschränkter Produktverfügbarkeit. Andererseits steigen die Lebenskosten der Konsumenten durch die aktuelle volkswirtschaftliche Lage drastisch.

Die Folgen für den deutschen Konsumgütermarkt sind nur noch ein leichtes Umsatzwachstum von unter 2% auf 35,5 Milliarden Euro in der ersten Jahreshälfte 2022 sowie eine deutliche Abschwächung der Nachfrage.

Wie Unternehmen Marktanteile halten können

Trotzdem sollten Händler und Hersteller nun keinesfalls ihre Investitionen pausieren. Vielmehr zeigen vergangene Krisen, dass Unternehmen, die weiterhin innovativ sind, mit größerer Wahrscheinlichkeit ihren Marktanteil halten und sich schneller von der Krise erholen, als Unternehmen, die ihre Aktivitäten einstellten. Um erfolgreich zu bleiben, sollten Händler und Hersteller ihre Strategien daher schnell an die Veränderungen anpassen.

  • Erkundung unerschlossener Märkte: Nicht alle Regionen sind gleich stark von der Inflation, den Lieferkettenproblemen oder der sinkenden Konsumstimmung betroffen. So ist der Absatz von Distributoren in Westeuropa im Vergleich zu 2021 beispielsweise lediglich um 4% gestiegen, während er in aufstrebenden lateinamerikanischen Ländern wie Argentinien um 34% zugelegt hat. Eine Neuausrichtung auf neue Märkte könnte ganz neue Wachstumschancen eröffnen.
  • Optimierung der Lieferketten: Um Störungen in der Lieferkette auszugleichen, sollten Händler und Hersteller ebenso ihre Liefermodelle sowie die Abhängigkeit von einzelnen Produktionsmärkten neu bewerten. So können sie ihre Produktions- und Vertriebskanäle diversifizieren, um das Risiko zu streuen, oder auch Instrumente zur Optimierung des Bestandsmanagements einsetzen.

    Indirekte Vertriebsmodelle, beispielsweise über Distributoren, gewannen während der Pandemie an Zuspruch – mit nachhaltigem Effekt. So nahm der Umsatz deutscher Distributoren 2020 im Vergleich zum Jahr 2019 um rund 8% zu. Und auch 2022 liegt der Umsatz von Januar bis August noch 9% über den Werten vor der Pandemie.
  • Guten Produktmix anbieten: Die Konsumstimmung der Verbraucher ist auf einem Tiefstand. Dennoch gibt es bei technischen Konsumgütern noch Bereiche mit Wachstumschancen. So ist beispielsweise der Umsatz bei smarten Thermostaten zum Energiesparen in Deutschland im 1. Halbjahr 2022 um 89% im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 gestiegen. Auch smarte LED Lampen haben im gleichen Zeitraum um 40% Umsatz zugelegt. Händler wie Hersteller sollten daher ihr Portfolio auf Produkte konzentrieren, die einen Mehrwert bieten oder einen finanziellen Ausgleich für die Konsumenten schaffen.

Mit verändertem Verbraucherverhalten Schritt halten

Krisen wie die Pandemie oder auch die derzeitige Inflation verursachen stets Verschiebungen beim Verbraucherverhalten, die direkt beeinflussen, was, wo und wie von den Konsumenten gekauft wird. Angesichts dieser Volatilität werden aktuelle Markt- und Konsumentendaten für Unternehmen unerlässlich, um ihre Zielgruppen weiterhin zu verstehen.

Nicht nur als Folge der Pandemie müssen sie ihre Zielgruppensegmentierung anpassen, sondern auch die steigenden Lebenshaltungskosten werden zu weiteren Veränderungen bei den Konsumenten führen. Weitere Informationen über die Marktsituation technischer Konsumgüter sowie Handlungsempfehlungen für Händler und Hersteller, finden Sie hier im aktuellen „The State of Consumer Technology & Durables Report“ von GfK. 

Im Webinar „State of Consumer Technology and Durables Webinar: Gearing up for Q4 and beyond“ stellen Experten von GfK anhand der Ergebnisse des neuen Reports vor, wie Händler und Hersteller ihre Strategien anpassen können, um die Herausforderungen im 4. Quartal 2022 erfolgreich zu meistern. Das Webinar finden Sie hier.

Hinweis: Dieser Beitrag ist bereits älter als 3 Monate. Die enthaltenen Informationen, Links oder Produktdetails, -preis oder -verfügbarkeit sind möglicherweise nicht mehr aktuell.

infoboard.de

Recent Posts

Ein Knopf, null Kontrolle? Warum das Vertrauen in KI die Zukunft der Hausgerätebranche bestimmt

Die Vision ist verlockend: Wäsche rein, Knopf drücken, fertig. Mit der Konzeptstudie „Cary“ hat Miele… Read More

4 Tagen ago

JURA zieht positive Bilanz zur IFA 2026

JURA hat auf der IFA 2026 die Modelle Z10, S10, E10 und A8 vorgestellt. Nach… Read More

4 Tagen ago

Marie Grüneberg schließt Ausbildung und duales Studium bei expert ab

Marie Grüneberg hat bei expert sowohl ihre Ausbildung zur Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement als… Read More

4 Tagen ago

JURA ist Qualitäts-Champion 2026

JURA ist vom Süddeutsche Zeitung Institut in Kooperation mit YouGov als Qualitäts-Champion 2026 in der… Read More

4 Tagen ago

Rudolf Klötscher übernimmt Vorsitz der BSH-Geschäftsführung

Bei der BSH Hausgeräte GmbH kommt es zum 1. Oktober 2026 zu mehreren personellen Veränderungen… Read More

4 Tagen ago

Wertgarantie richtet Komplettschutz auf Recht auf Reparatur aus

Wertgarantie überarbeitet sein Premium-Versicherungsprodukt und bringt zum 1. Oktober 2026 den „Komplettschutz 2027“ auf den… Read More

4 Tagen ago