Werner Scholz vom ZVEI erläuterte infoboard.de die Reskalierung bereits vor zwei Jahren in Frankfurt.
Mit Datum vom 11.März hat die EU-Kommission nun endlich die lang diskutierte Resklalierung des Energielabels für Waschmaschinen, Geschirrspüler und Kühlschränke auf den Weg gebracht. Das bringt für den Handel wie vor allem für die Verbraucher ein gewaltiges Umdenken mit sich, werden doch als augenfälligste Änderung die bisherigen Plusklassen wie A+, A++ und A+++ geschreddert. Künftig werden die Geräte mit den Energieeffizienzklassen von A bis G gekennzeichnet, wobei A, zumindest aktuell, als ein beinahe unerreichbarer Wert gilt.
Infoboard.de hat darüber bereits vor ziemlich genau zwei Jahren berichtet: Revision Energielabel: Verbraucher müssen umdenken!
Ein wesentliches Element der neuen EU-Verordnung ist die Abschaffung der Plusklassen. Diese wurden erst vor neun Jahren eingeführt und hatten die Nachfrage nach Geräten mit hoher Energieeffizienz maßgeblich befeuert. „Verbraucher werden umdenken müssen“, so Werner Scholz, Geschäftsführer der Hausgeräte-Fachverbände im ZVEI. Denn: „Ein Gerät, das heute in die beste Energieeffizienzklasse eingeordnet ist, könnte künftig durchaus ein Label der Klasse B tragen.“ Sicher ist: Dafür bedarf es jeder Menge Aufklärungsarbeit seitens der EU, der Hersteller wie des Handels. A+++ das neue B? Das klingt wie die Quadratur des Kreises.
Das ist neu: Geschirrspüler, die heute in der Klasse A+++ sind, werden nach der neuen, ab dem 1.März 2021 anzuwendenden Klassifizierung weitestgehend in den neuen Klassen A, B, C und D landen. Dabei werden sich heutige A++ Geräte größtenteils in der neuen Klasse E finden, heutige A+ Geräte entsprechend in der neuen Klasse F. Nicht aus dem Blick lassen darf man dabei zudem die kommende Ecodesign-Verordnung: Geräte, die ab 1. März 2021 in der neuen Klasse F landen, dürfen dann ab dem 1. März 2024 nicht mehr vom Hersteller in Verkehr gebracht werden. Werner Scholz zu infoboard.de: „Das gilt nicht absolut und in jedem Fall, da sich unter anderem das Messverfahren leicht ändert und die Auswirkungen noch nicht exakt abgeschätzt werden können. Aber bei den allermeisten Geräten würde diese Reklassifizierung so wirken.“
Wie sich allerdings die neue Klasseneinteilung bei Kühlgeräten und Waschmaschinen auswirken wird, ist noch unklar. Hier spielen veränderte Messverfahren und neue Ecodesign-Anforderungen (beispielsweise das Zeitlimit beim Waschen) eine Rolle.
Was bedeutet das für den Handel? „Aufregung ist heute nicht angesagt“, so Scholz. Das neue Label komme ja erst im März 2021, sei also noch kein wirkliches Thema für Handel und Verbraucher. Das dürfte es dann aber spätestens zur IFA 2020 werden! Ob das neue Energielabel überhaupt eine Erfolgsstory wird, muss sich erst zeigen. Scholz: „Die Verbraucher schauen heute eher auf nützliche Features und Komfort, bei modernen Geräten wird eine hohe Energieeffizienz vorausgesetzt.“
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