Kaffee

Mit Filter? Unbedingt!

Erinnern Sie sich noch? An dieses kehlige Röcheln morgens um halb sieben, dieses typische Gurgeln, wie es nur aus einer Filterkaffeemaschine kommen konnte? Heute dröhnt und brummt es in der Küche. Wie von selbst laufen Kaffee, Espresso, Cappuccino oder ein Latte macchiato auf Knopfdruck aus dem Kaffeevollautomaten in die Tasse. Und Filterkaffee? Irgendwie langweilig. Angestaubt und altbacken. Mit Filterkaffee verbanden wir den Sonntagnachmittagskaffee bei Oma oder Schwiegermutter, ein ausdrucksloses Gesöff über dessen Qualität man sich keine Gedanken machte. Eben nichts, womit man sich über eine längere Zeit beschäftigen wollte.

Foto: Severin
Foto: Severin

Trendy & gesund

Was für eine Fehleinschätzung! Filterkaffee ist nicht nur rein mengenmäßig der Beliebteste, heute ist er sogar wieder trendy, schmeckt, gute Bohnen vorausgesetzt, einfach prima und ist obendrein auch noch gesund. Drei, vier oder fünf Tassen Filterkaffee täglich sind gut für das Herz und die Leber, sagt der Wissenschaftsjournalist Bas Kast. Der Kaffeekonsum verringere zudem das Diabetes- sowie das Parkinson-Risiko um rund 30 Prozent. Wie Filterkaffee diese heilsamen Effekte aber genau hervorruft, das ist nicht ganz klar – und das Rätsel wird sich aller Voraussicht nach so bald auch nicht lösen. Grund dafür ist, dass ein frisch gebrauter Kaffee sich aus Hunderten von Substanzen zusammensetzt.

In einer Tasse Filterkaffee vereinen sich der Trend von heute und die Tradition von gestern. Aber bitte mahlen Sie Ihren Kaffee immer frisch mit einer Mühle. So werden Sie, wie viele Gourmets vor Ihnen, den Filterkaffee wiederentdecken. Das immer größer werdende Angebot von sortenreinen Spezialitätenkaffees aus ausgewählten Lagen belebt das Interesse am schwarzen Klassiker wieder neu. Und noch ein Vorteil liegt klar auf der Hand: Richtig gebrüht hat Filterkaffee wesentlich weniger Bitterstoffe. So können die Aromen viel besser zur Geltung kommen.

 

 

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