„Wir können nicht weiterhin spontan von einem Lockdown in den anderen stolpern“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
„Wir können nicht weiterhin spontan von einem Lockdown in den anderen stolpern“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
Corona Ticker

Lockdown-Verlängerung: Hilfen schnell umsetzen, Perspektiven geben

Angesicht der beschlossenen Verlängerung des Lockdowns mahnt der Handelsverband Deutschland (HDE) jetzt die schnelle Umsetzung der Verbesserungen bei der staatlichen Überbrückungshilfe an. Es sei gut, dass die Bundesregierung hier die vom HDE geforderten und notwendigen Anpassungen vornehmen wolle. Dies müsse jetzt rasch wirksam werden, damit die Hilfen bei den Einzelhandelsunternehmen ankommen. Ansonsten drohten ganze Innenstädte zu veröden.

„Der vom Lockdown betroffene Einzelhandel verliert an jedem geschlossenen Verkaufstag im Januar durchschnittlich 600 Millionen Euro Umsatz. Nach dem weitgehenden Verlust des Weihnachtsgeschäfts in November und Dezember können viele Handelsunternehmen diese unverschuldeten Verluste wirtschaftlich nicht mehr kompensieren“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

--- Banner ---
AEG Waschmaschine mit Prosteam

Advertisement

Deshalb seien sowohl der Bundesfinanz- als auch der Bundeswirtschaftsminister gefordert, ihren Versprechen für eine Umgestaltung der staatlichen Hilfen für den Einzelhandel rasch Taten folgen zu lassen. Genth: „Die Verlängerung des Lockdowns macht schnelle Hilfe noch wichtiger. Die Bundesregierung muss jetzt liefern, die Durststrecke könnte sonst für bis zu 50.000 Geschäfte zu lang werden.“

Öffnungsstrategie erarbeiten

Zudem begrüßt der Handelsverband, dass nun zügig ein Konzept für eine sichere und gerechte Öffnungsstrategie erarbeitet werden soll. „Der so extrem von den Schließungen betroffene Nonfood-Einzelhandel braucht bei Einhaltung aller Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie eine Zukunftsperspektive“, so Genth.

Der HDE fordert einen systematischeren und planvolleren Umgang mit der Pandemie ein. Die Politik müsse transparenter machen, unter welchen Rahmenbedingungen und bei welchen Kennziffern der Corona-Pandemie eine Öffnung des Nicht-Lebensmittel-Handels denkbar sei. „Wir können nicht weiterhin spontan von einem Lockdown in den anderen stolpern. Die Unternehmen brauchen zumindest ein wenig Klarheit, wie die Perspektiven sind“, so Genth abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren!

Aufmachen! HDE und BVT fordern Öffnung des stationären Einzelhandels

infoboard.de

Konsumklima: Leichte Erholung vom Lockdown-Schock

infoboard.de

200 Beschäftigte unter Quarantäne: Positive Corona-Tests bei Miele in Euskirchen

infoboard.de

ElectronicPartner verschiebt Jahresveranstaltung

infoboard.de

Aufmachen! Mittelstandsverbund fordert Geschäftsöffnung ab 8. März

infoboard.de

Corona Consumer Check: Der lokale Einkauf wird beliebter

infoboard.de

Rücknahme von Elektroaltgeräten: DUH erstreitet Grundsatzurteil

infoboard.de

Ceconomy: Befreiungsschlag gelungen, neuer CEO gesucht

Matthias M. Machan

Coolblue erreicht 2 Mrd. Euro Umsatz

infoboard.de