Die Studienergebnisse basieren auf rund 1.000 Interviews, die im Zeitraum vom 4. bis 8. September 2025 im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt wurden. Die Indikatoren des Konsumklimas gelten als Frühindikatoren für die Entwicklung der privaten Konsumausgaben in Deutschland.
Der aktuelle Anstieg des Konsumklimaindikators ist im Wesentlichen auf die Entwicklung der Einkommenserwartungen zurückzuführen. Diese haben sich im Vergleich zum Vormonat von 4 auf 15 Punkte verbessert und damit den Einbruch aus dem August vollständig ausgeglichen.
„Nachdem das Konsumklima zuvor drei Monate in Folge gesunken war, beendet es nun seinen Abwärtstrend – zumindest für den Moment“, erklärt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim Nürnberg Institut für Marktentscheidungen. Gleichzeitig warnt er vor überzogenen Erwartungen: „Ob dies den Beginn einer nachhaltigen Trendwende markiert, ist mehr als ungewiss. Denn nach wie vor weist das Konsumklima ein überaus niedriges Niveau auf. Die geopolitische Lage, Sorgen um den Arbeitsplatz und wieder zunehmende Inflationsängste dürften einer durchgreifenden Erholung momentan eher im Wege stehen.“
Trotz der gestiegenen Einkommenserwartungen zeigt sich bei der Anschaffungsneigung ein Rückgang um 1,5 Punkte auf nun -11,6 Zähler. Damit erreicht dieser Indikator seinen niedrigsten Stand seit Juni 2024. Ursachen für die Kaufzurückhaltung sind vor allem hohe Preise für Lebensmittel und Energie sowie eine generelle Verunsicherung der Verbraucher infolge der geopolitischen Lage. Viele Haushalte halten größere Anschaffungen – etwa im Bereich Möbel oder Elektrogeräte – derzeit für nicht ratsam.
Auch die Konjunkturerwartungen verschlechtern sich im dritten Monat in Folge. Der entsprechende Indikator sinkt um 4,1 Punkte auf -1,4 Zähler. Die Mehrheit der Verbraucher rechnet aktuell nicht mit einer baldigen Erholung der wirtschaftlichen Lage. Diese Einschätzung deckt sich mit den jüngsten Prognosen von Wirtschaftsexperten, die für 2025 von einer Stagnation der deutschen Wirtschaft ausgehen.
Das Konsumklima basiert auf drei zentralen Indikatoren: Einkommenserwartung, Anschaffungsneigung und Sparneigung. Es bezieht sich auf die gesamten privaten Konsumausgaben, die neben dem Einzelhandel auch Dienstleistungen, Reisen, Mieten, Gesundheitsangebote und den Wellnessbereich umfassen. Die Anschaffungsneigung ist als reiner Stimmungsindikator zu verstehen. Ein positiver Wert allein reicht nicht aus, um eine tatsächliche Konsumentscheidung abzuleiten, da auch finanzielle Mittel und Bedarf berücksichtigt werden müssen.
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