Die höchsten Kaufkraftwerte verzeichnen Liechtenstein, die Schweiz und Luxemburg. In Liechtenstein liegt die Kaufkraft bei 71.130 Euro pro Kopf – mehr als das 3,5-Fache des europäischen Durchschnitts. Die Schweiz folgt mit 53.011 Euro, Luxemburg mit 38.929 Euro. Diese Länder belegen wie in den Vorjahren die Plätze eins bis drei im gesamteuropäischen Ranking.
Insgesamt liegen 16 Länder über dem europäischen Durchschnitt, während 26 Länder darunter liegen. Am unteren Ende des Rankings finden sich Kosovo, Belarus und die Ukraine. In der Ukraine beträgt die durchschnittliche Kaufkraft nur 2.946 Euro pro Kopf – weniger als 15 Prozent des europäischen Durchschnitts.
| Ranking 2025 (Vorjahr) | Staat | Einwohner | Kaufkraft 2025 pro Einwohner in € | Kaufkraftindex Europa* |
| 1 (1) | Liechtenstein | 40.015 | 71.130 | 350,5 |
| 2 (2) | Schweiz | 8.962.258 | 53.011 | 261,3 |
| 3 (3) | Luxemburg | 681.973 | 38.929 | 191,9 |
| 4 (4) | Island | 389.444 | 38.767 | 191,1 |
| 5 (5) | Dänemark | 5.992.734 | 33.211 | 163,7 |
| 6 (7) | Vereinigtes Königreich | 69.281.437 | 30.486 | 150,2 |
| 7 (12) | Irland | 5.351.681 | 30.205 | 148,9 |
| 8 (6) | Österreich | 9.158.750 | 29.852 | 147,1 |
| 9 (9) | Deutschland | 84.669.326 | 29.566 | 145,7 |
| 10 (8) | Norwegen | 5.594.340 | 29.028 | 143,1 |
| Europa gesamt | 684.873.675 | 20.291 | 100,0 |
Quelle: © NIQ Kaufkraft Europa 2025 | Index je Einwohner: Europadurchschnitt = 100
Wechselkurse der Nicht-Euro-Länder: Prognose der Europäischen Kommission für 2025 zum 19.05.2025
Unter den Top 10 zeigt sich 2025 insbesondere Irland als Gewinner: Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 30.205 Euro rückt das Land um fünf Ränge auf Platz sieben vor. Auch das Vereinigte Königreich verbessert sich leicht auf Rang sechs. Deutschland hält wie im Vorjahr Platz neun mit einer Kaufkraft von 29.566 Euro. Die Niederlande fallen aus den Top 10 und belegen nun Rang zwölf.
Die Studie liefert auch detaillierte Daten zur Kaufkraft auf regionaler Ebene in ausgewählten Ländern:
Laut Markus Frank, NIQ-Experte für Geomarketing, bleiben die Unterschiede innerhalb Europas „nach wie vor erheblich“. Dennoch sei ein langfristiger Trend erkennbar: „Länder mit geringerer Kaufkraft verzeichnen überdurchschnittliche Zuwächse. Dadurch verringert sich die Kluft zwischen den Nationen allmählich.“ So sei das Verhältnis zwischen Liechtenstein und der Ukraine binnen zehn Jahren von über dem 66-Fachen auf das 24-Fache gesunken.
Die NIQ Kaufkraft Europa 2025 basiert auf nominalen Pro-Kopf-Einkommen nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben, inklusive staatlicher Transferleistungen. Die Daten werden für 42 europäische Länder bis auf Gemeinde- und Postleitzahlebene bereitgestellt. Grundlage der Berechnung sind unter anderem Einkommensteuerstatistiken, Sozialdaten sowie makroökonomische Prognosen. Die Ergebnisse sind nicht inflationsbereinigt.
Die Kaufkraftdaten dienen als wichtige Grundlage für Standort- und Vertriebsplanung sowie für Zielgruppen- und Marktanalysen in Europa.
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