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Kaffeevollautomaten & Saugroboter: Lauter Festsieger

Mohnkuchen, Spekulatius, Christstollen: Weihnachtszeit ist Kaffeezeit und so hat die Stiftung Warentest (StiWa) für ihr Magazin „test“, wie „alle Jahre wieder“, in der Dezember-Ausgabe elf Kaffeevollautomaten (acht mit, drei ohne Milchaufschäumer) geprüft und getestet. Testsieger 2020 ist einer der Publikumslieblinge, die runderneuerte E6 von Jura. Im Ranking dahinter folgen drei Kaffeevollautomaten mit der Note 2,1: die Dinamica ECAM 356/57von De’Longhi, der CM 5310 von Miele sowie das Gerät EP 3246/70 von Philips.

Jura Z10 für hot & cold Kaffeespezialitäten

Einsames Schlusslicht mit einem „mangelhaft“: Der Krups Kaffeevollautomat EA 817810. Einen guten Kaffeevollautomaten ohne integrierten Milchaufschäumer gibt es bereits für rund 220 Euro, die Esperto Caffe von Tchibo. Ein gutes Gerät mit Milchaufschäumer ist ab rund 500 Euro (De’Longhi, Philips) zu haben.

Vorsicht beim Entkalken: Schadstoffe bei 4 Geräten

In den Geräten von Melitta (Avanza), Nivona (NICR 520) und vor allem Krups (EA817810) wiesen die „test“-Tester nach dem Entkalken kritische Mengen Nickel nach, bei Siemens (EQ.300) war es Aluminium. Bei Krups liegt der Nickelgehalt laut Stiftung Warentest deutlich über den Vorgaben des Europarats und fast zwanzigfach über dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung. Nickel kann bekanntermaßen allergische Reaktionen auslösen. Die Tester empfehlen daher, das Gerät nur, wenn nötig zu entkalken. Nach dem Entkalken wird außerdem dazu geraten, mehrmals zu spülen und die ersten drei Tassen Kaffee wegzuschütten.

Das Entkalken selbst unterscheidet sich in der Handhabung deutlich. Das Miele-Gerät braucht dafür 17 Minuten und führt komfortabel per Display durch das Programm. Die Nivona-Maschine benötigt laut StiWa dagegen satte 43 Minuten, die Anzeigen seien verwirrend und für alle Schritte sei die Gebrauchsanleitung nötig. Insgesamt sind sieben Geräte gut, drei befriedigend und eine Maschine nur mangelhaft.

Und der Testsieger? Zum fünften Mal in Folge konnte sich ein Kaffeevollautomat von Jura ganz oben auf dem Siegerpodest positionieren. In allen Kategorien testeten die „test“-Tester die E6 auf Herz und Nieren, also auf Mahlwerk, Brühgruppe und Thermoblock. Das Ergebnis: Von allen teilnehmenden Vollautomaten überzeugte die neue E6 mit ihren Qualitäten vor allem beim Espresso und Milchschaum, sodass am Ende die Gesamtnote 1,8 ermittelt wurde.

Alleiniger Testsieger bei Stiftung Warentest: Kaffeevollautomat E6 von Jura.
Alleiniger Testsieger bei Stiftung Warentest: Kaffeevollautomat E6 von Jura.

Saugroboter: Gründlich sind nur die teuren Geräte

Auch Saugroboter sind beliebte Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Eine neue Hürde im Test machte es den zwölf Saugrobotern (so viele wie nie zuvor im Test) im Prüfinstitut für den Dezember „test“-Check noch schwerer: Erstmalig wurden lange Haare im Testraum verteilt. Damit kamen viele nicht klar, sie verhedderten sich und piepsten um Hilfe. Dieser Prüfpunkt machte zwar nur 5% der Gesamtnote aus, kann aber durchaus die Kaufentscheidung beeinflussen.

Im Test umkurven die Saugroboter Hindernisse wie Tischbeine. Stiftung Warentest hat gemessen, welche Fläche sie dabei saugen.
Im Test umkurven die Saugroboter Hindernisse wie Tischbeine. Stiftung Warentest hat gemessen, welche Fläche sie dabei saugen.

Wenig schmeichelhaft das Fazit des Tests: Gründlich saugen nur wenige Modelle, überraschende Kosten verursachen viele: „Insgesamt arbeiten viele der kleinen Sauger nicht allzu gründlich, nicht gerade unauffällig und auch nicht wirklich selbstständig.

Redakteurin Anne Kliem: „Sechs Roboter saugen akzeptabel auf Hart- und Teppichboden, und insgesamt ist mehr Verlass auf die teuren Modelle.“ Und die können sogar noch teurer werden, denn die Experten befragten auch die Hersteller zu den Folgekosten. Denn bei fast allen Modellen verschleißen Hauptbürste, Filtereinheit und Seitenbürsten. Wie schnell das geht, hängt davon ab, wie oft und auf welchen Böden der Sauger unterwegs ist.

Nichts für Pingelige

Damit die Saugleistung erhalten bleibt, empfehlen viele Anbieter den regelmäßigen Austausch solcher Verschleißteile. Das kann bei einzelnen Modellen über 100 Euro im Jahr kosten. Immerhin sind bei den meisten Geräten die Akkus auswechselbar, sogar oft von den Kunden selbst.

Was sich laut Anne Kliem zudem noch verbessern ließe, wäre der Lärm. Bis auf einen sind die guten Saugroboter allesamt laut. Dafür sind sie aber auch recht sportlich unterwegs. Für einen 20 Quadratmeter-Raum brauchen sie rund eine halbe Stunde. Pingelige können danach indes immer noch nicht aufatmen: Oft muss man für echte Sauberkeit von Ecken und Kanten selbst nachsaugen.

Testsieger wurde das Bosch-Modell Roxxter Serie 6. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Modelle iRobot Roomba i7158 und Neato Botvac Connected D7.

Entspannter Hausputz auf Knopfdruck: Staubsaugerroboter Roxxter von Bosch.
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