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Markt & Branche

Innenstadt-Retter?

Die letzte Meile, Königsdisziplin der Logistik, ist auch für stationäre Einzelhändler realisierbar: Das Lieferdienst-Start-Up Bringoo verspricht mit seiner appbasierten Plattform die Bestellung und Warenlieferung vom Einzelhandelsunternehmer zum Kunden nach Hause innerhalb von nur 45 Minuten – und das für alle Sortimente, auch für Consumer Electronics und Lifestyle-Produkte.


Möglich macht das eine spannende Beteiligung: Marcus Diekmann und mehrere Manager (u.a. von P&C Düsseldorf, Baby One und Sport 2000) wollen den Einkaufs- und Lieferdienst über das Stammgeschäft Lebensmittel hinaus erweitern: „Bringoo will sich im Einzelhandel als IT- und Logistik-Infrastruktur für die Erschließung der letzten Meile in regionalen Märkten etablieren“, so die Macher. Oder, wie es das „Handelsblatt“ auf den Punkt bringt: „Lieferdienst Bringoo will die Innenstädte retten”.

Bringoo arbeitet derzeit in und um Hamburg, Berlin, Köln, Pinneberg, Hürth, Frechen und Brühl.

Bringoo will dem Einzelhändler aus der Nachbarschaft Zugang zu Kunden bringen, die aus Zeitgründen und Bequemlichkeit auf Online-Bestellungen und Lieferzeiten innerhalb einer Stunde Wert legen.
Bringoo will dem Einzelhändler aus der Nachbarschaft Zugang zu Kunden bringen, die aus Zeitgründen und Bequemlichkeit auf Online-Bestellungen und Lieferzeiten innerhalb einer Stunde Wert legen.

Infrastruktur für die letzte Meile

Das hat durchaus Charme und ist nach vorne gerichtet: Dank der Bringoo Lieferdienst-Lösung und der zugehörigen App kann ein Einzelhändler innerhalb weniger Stunden sein gesamtes Sortiment digitalisieren und auf der

Bringoo-App seinen Kunden zugänglich machen. Die Plattform stellt die gesamteappbasierte IT-Infrastruktur sowie Logistik und Fulfillment zur Verfügung. Die Bringoo-App ist, wenn man so will, der Sparringspartner für den lokalen Einzelhandel, der den Service ausführen kann, den Kunden durch den E-Commerce gelernt haben und mittlerweile als selbstverständlich annehmen: Same-Day-Delivery.

Durch den Aufbau einer Last-Mile-Lieferinfrastruktur und einen intelligenten Routenalgorithmus schafft Bringoo eine Plattform für den Einzelhandel, die Convenient Shopping aus dem stationären Handel heraus ermöglicht. Bringoo agiert dabei komplett aus dem Warenbestand der bestehenden Einzelhändler in den Innenstädten und betreibt keine eigenen Lager. Das Unternehmen will dem Einzelhändler aus der Nachbarschaft Zugang zu Kunden bringen, die aus Zeitgründen und Bequemlichkeit auf Online-Bestellungen und Lieferzeiten innerhalb einer Stunde Wert legen.

Bereits im Dezember vergangenen Jahres sagte Investor Markus Diekmann im Gespräch mit infoboard.de: „Ich muss stationär einen extrem guten Service, extrem gute Umtauschmöglichleiten, extrem gute Montage und eben eine krasse Schnelligkeit beim Lieferservice bieten.“

Hasib Khan (r.), hier mit Investor Markus Diekmann, ist CEO und Co-Founder von Bringoo.
Hasib Khan (r.), hier mit Investor Markus Diekmann, ist CEO und Co-Founder von Bringoo.

Lieferservice wie bei der Pizzeria

Nachdem bereits Frank Otto und Dr. Hauke Hansen (ehemaliger VP Amazon EuropeSupply-Chain & Logistic) bei Bringoo eingestiegen sind, beteiligt sich nun Marcus Diekmann am Start-Up und bringt in einem Investment-Pooling Schwergewichte der deutschen Handels- und Digital-Szene mit.

„Staubsauger, Spielzeug oder Blumen 45 Minuten nach Online-Bestellung aus dem Einzelhandel nach Hause geliefert zu bekommen, das ist echter Omnichannel“, erklärt Marcus Diekmann. Und weiter: „Meine Vision, dass Einzelhändler in Innenstädten ihre Ware lieferfähig machen müssen wie die Pizza-Lieferdienste ihre Pizza, nämlich innerhalb einer Stunde, ist dank Bringoo realisierbar.“ Auch für die Hausgeräte-Branche in den Fällen keine schlechte Idee, wenn einzig Schnelligkeit und ausnahmsweise mal nicht Beratung & Service für den Kundeneine Rolle spielen sollen.

„Unsere Plattform ist mit einem digitalen Einkaufszentrum der Nachbarschaft vergleichbar“, sagt Hasib Khan, CEO und Co-Founder von Bringoo. Zum Partnernetzwerk von Bringoo zählen u.a. die Rewe Gruppe, Edeka, die

Metro sowie die Buchhandlung Hugendubel.

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