Markt & Branche

„Im Zubehörgeschäft liegt die Zukunft“

„Wer Umsatz will, muss anders sein“, das Mantra der letzten EK LIVE hat sich Manfred Erdmann, Deutschland-Geschäftsleiter des Zubehörspezialisten Menz & Könecke (Niederkrüchten), an die Pinnwand hinter seinem Schreibtisch geheftet. Der 53-Jährige kann gut dreieinhalb Jahrzehnte Vertriebserfahrung in die Waagschale werfen. Im Mai vergangenen Jahres kam er in der Position als Vertriebsdirektor nach sieben Jahren bei ProReServ (ein Dienstleister u.a. für HP & Canon, vor allem in den Märkten von MediaSaturn) zurück in das Unternehmen, für das er zuvor bereits 27 Jahre lang gearbeitet hat.


Erdmann, der mittlerweile die Verantwortung für den deutschen Markt übernommen hat, ist sich sicher: „Im Zubehörgeschäft liegt die Zukunft. Denn damit lassen sich für den Handel höchst attraktive Marken generieren.“ Voraussetzung sei aber, dass das Zubehörteile mit vernünftiger Verpackung und sauberer Preisgestaltung für den Verbraucher „geländegängig“, also im Umfeld der jeweiligen Themen-Schwerpunkte wie Bodenpflege, Kaffee, Küche und Waschküche, attraktiv im Regal platziert sind.

Margenträchtige Alternative

Menz & Könecke sieht Erdmann, insbesondere über die eigene Marke Scanpart, die rund 80% des Umsatzes generiert (der Rest sind „White Label“-Produkte), als „Problemlöser und Ideengeber“ für den Handel. „Dabei sehen wir uns nicht als Ersatz für das Originalprodukt des Herstellers, sondern als margenträchtige Alternative“, so Erdmann. Und weiter: „Wir kannibalisieren nicht das Originalprodukt.“

Man kennt das, es sind ja oft die kleinen Dinge, die den großen Unterschied ausmachen: Viele Staubsauger sind ohne Staubbeutel nutzlos. Eine Kaffeemaschine, egal ob Filter oder Vollautomat, muss regelmäßig entkalkt und gereinigt werden. Und bei einer Waschmaschine liegt es nicht selten am richtigen Zubehör, um perfekte Ergebnisse zu erzielen. Das ist die Welt von Menz & Könecke, Großhändler von Zubehör und Ersatzteilen für Groß- und Kleingeräte im Haushalt.

Unter der Marke Scanpart bietet Menz & Könecke als Schnittstelle zwischen Lieferant und Endkunde qualitativ hochwertige Produkte mit schneller Rotation, platzsparenden Verpackungen und – dies vor allem – attraktiven Margen an. Manfred Erdmann im Gespräch mit infoboard.de über die Philosophie des Unternehmens, dass in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen gefeiert hat: „Die ‚Weiße Ware‘ ist unsere DNA. Unser Ziel ist es, den Nutzen der Geräte für den Handel wie für den Konsumenten im positiven Sinne zu erhöhen.“

Win-win-Situation für alle Beteiligten

Das klingt nach einer Win-win-Situation für alle Beteiligten, gerade in Zeiten der Nachhaltigkeit und dem Trend zum Reparieren der Geräte: „Auch wenn wir das noch nicht spüren, spielen uns diese beiden Themen natürlich sehr in die Hände“, erzählt Erdmann. Die (norwegische) Marke Scanpart schafft dabei mit über 30 Jahren Erfahrung einen Mehrwert für den Endverbraucher, der Handel – Menz & Könecke ist u.a. gelistet bei Expert, Euronics, EK und ElectronicPartner sowie bei zahlreichen freien Elektrohändlern, insgesamt bei rund 3.500 Kunden – wiederum profitiert von einem Wachstumsmarkt für Zubehör sowie von attraktiven Margen.

Der Zubehörspezialist vom Niederrhein, die niederländische Grenze ist in Steinwurfnähe, ist ein Tochterunternehmen der Elka-Pietermann-Gruppe (mit Niederlassungen in 17 Ländern und insgesamt 450 Mitarbeitern, davon 35 in Niederkrüchten), bietet dem Handel ein hochwertiges Sortiment mit über 2.000 Produkten an, vom Zubehör rund um das Trend-Thema Kaffee (u.a. Entkalker, Reinigungstabletten, Pflegesets, Kapselhalter, Tassen & Thermogläser), das Wachstumssegment Bodenpflege (diverse Düsen, Autopflegesets, Staubbeutel), über Personal Care bis hin zu Zubehör für Großgeräte (die etwa 65% bei Ware wie Umsatz ausmachen) wie Unterbausockel für Waschmaschinen, Anschlussmaterial für Geschirrspüler und Waschmaschinen, Aktivkohle-Kühlschrank-Filter, Ceranfeldreiniger oder Einbaurahmen für Mikrowellen.

„Der Kunde kann aus dem Vollen schöpfen“

Haben wir nicht, gibt es bei Menz & Könecke scheinbar nicht. Dafür sorgen u.a. 3.500 Paletten-Stellplätze in der Logistik. Erdmann: „Der Kunde kann bei uns aus dem Vollen schöpfen. Wir wollen den Handel mit unserer Liefertreue begeistern und bieten Synergieeffekte, die andere so nicht haben. Wir punkten als Innovator, haben als Spezialist eine ganz andere Denke als die Generalisten der Branche.“

Das heißt konkret? „Als Spezialist sind wir ständig auf der Suche nach Dingen, die die Hausgeräte für den Konsumenten im Alltagsgebrauch aufwerten und dem Handel und Service es vor Ort leichter machen. Wir wollen mit Innovationen am Ball bleiben, wie zuletzt beispielsweise mit dem ‚Planetcare-Filter‘, der an der Waschmaschine angebracht wird und so Mikroplastik auffängt, bevor diese in den Abfluss gelangt, oder einem ‚Rostfreitab‘, der Schluss mit Flugrost im Besteckfach der Spülmaschine macht.“

Ob Waschmaschinen, Staubsauger, Kaffeemaschinen, Geschirrspüler, Bügeleisen, Trockner oder Mikrowellen: „Ohne das richtige Zubehör und die entsprechenden Teile funktionieren diese Geräte nicht. Wir sind dafür da, dass die Geräte auch wirklich funktionieren“, so Erdmann. Ein umfassendes Online-Sortiment ermögliche es dem Handel, sämtliche Zubehörteile von einem einzigen Lieferanten zu beziehen. Erdmann: „Mit nur wenigen Klicks ist alles erledigt!“

„Wir sind auch Service-Arm für die Hersteller“

Zweites strategisches Standbein von Menz & Könecke ist der After-Sales-Service, insbesondere für kleinere (oder im Aufbau befindliche) Marken. Für die wieder entstaubte Marke „Dirt Devil“ (derzeit vor allem auf der Großfläche wie bei Netto oder Kaufland zu finden) kümmert man sich um den Service wie das Zubehör. „Wir haben auch als Service-Arm für die Hersteller eine ausgezeichnete Expertise“, so Erdmann.

Die Ziele für 2024 im dann 51. Jahr des Bestehens: „Wir agieren stabil in der Gruppe und werden 2024 den nächsten Schritt nach vorne machen. Für das kommende Jahr verspreche ich mir ein deutliches Wachstum, auch weil wir verstärkt auf nachhaltig entwickelte Produkte setzen“, so Erdmann.

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