Business Markt & Branche

Erneute Haier-Kampfansage: Mit Einkaufstour zur Nummer 1!

Logos Haier Europe
Was für eine Ansage: In 2022 soll die Haier Group in Deutschland die klare Nr. 1 bei Elektrogroßgeräten sein! Dieses Ziel verkündete letzten Montag Thomas Wittling, in Personalunion Geschäftsführer Haier und Candy Hoover in Deutschland und Österreich, gegenüber der Fachpresse in München. Dabei ist dem erfahrenen Branchenprofi bewusst, dieses Wachstum ist nicht allein aus dem organischen Geschäft zu stemmen, es bedarf auch einen deutlichen Schub durch Zukäufe. Jedoch war ihm nicht zu entlocken, welche Unternehmen Haier explizit im Visier hat. Aber, so Wittling, „die Kassen sind gut gefüllt.“

Intensiv ging Wittling auf die Schritte ein, die das organische Wachstum der Gruppe in Deutschland vorantreiben sollen. Der Maßnahmenkatalog umfasst insbesondere die Punkte Markenpositionierung, Vertriebspolitik und Markenkommunikation.

Thomas Wittling, Geschäftsführer Haier und Candy Hoover: „Haben unsere Hausaufgaben gemacht.“
Thomas Wittling, Geschäftsführer Haier und Candy Hoover: „Haben unsere Hausaufgaben gemacht.“

Haier positioniert sich als Premium ^

Die Marke Candy positioniert sich als „smart & easy“ mit italienischem Flair. Hoover steht für hochwertige Produkte, die eine gute Performance aufweisen und ein Wohlgefühl sowie Vertrauen vermitteln. Haier als ganz klare Premiummarke überzeugt durch Innovationen – Stichwort: Digital first – und ein „Superior Design.“

Entsprechend dieser Ausrichtungen gestalten sich die Produktentwicklungen und Vertriebswege. Mit Hoover möchte die Haier-Gruppe das Einbaugerätegeschäft hierzulande nach vorne bringen und so den Küchen- und Möbelhandel für sich gewinnen.

Ferner soll bei Hoover das wichtige Trendsegment der Akku-Handsauger forciert werden. In dieser Kategorie hält Hoover nach eigenen Angaben europaweit den Podiumsplatz 2, sieht sich somit als attraktive Alternative zu einem englischen Anbieter (Anmerkung der Redaktion: Dyson), der aktuell durch seine Vertriebspolitik in Deutschland sich nicht nur Freunde verschafft.

Verstärkte Lust am Einbaugerät ^

Auch die Marke Haier wird auf den Einbaugerätemarkt zielen. Aber erst im Jahr 2020 soll das Thema Küchen- und Möbelhandel mit aller Kraft angegangen werden. Beflügelt wird dabei die Marke durch die gute Entwicklung seit 2017 im Elektrohandel. Den Umsatz konnte Haier in diesem Kanal seitdem verdoppeln und was Wittling besonders unterstreicht: Haier habe sich vom Preisindex 89 auf 103 hochgearbeitet-  ein klares Signal dafür, dass die Marke Haier sich als Premiumanbieter etabliert.

Einher geht eine Verdoppelung der Kunden im stationären Handel sowie die Zahl der erreichten Listungen bei den Verbundgruppen Euronics, expert, EK/servicegroup und telering. Ein Erfolgsbaustein ist das Fachhandelsprogramm „Brilliance“, das dem Fachhandel Spannensicherung zusichert. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es noch: Die Verbundgruppe ElectronicPartner muss noch geknackt werden. Tröstlich hingegen diese Erfolgsmeldung: Seit kurzem stehen Haier-Modelle in allen Karstadt-Häusern.

Skisprungikone Sven Hannawald (re.) und Thomas Wittling philosophieren über die Themen „Siegeswillen und Motivation.“
Skisprungikone Sven Hannawald (re.) und Thomas Wittling philosophieren über die Themen „Siegeswillen und Motivation.“

Haier mit einer Kommunikations-Attacke ^

Abgerundet wird das Strategiekonzept durch vielfältige Kommunikationsbausteine. Auffällig die Haier-Präsenz bei der Weltmeisterschaft in den Nordischen Ski-Wettkämpfen, die Haier signifikant ins Fernsehen brachte. Ferner war man als Aussteller auf den Kooperationsveranstaltungen und auf der Messe LivingKitchen in Köln. In Halle 3 auf dem Berliner IFA-Messegelände wird der Auftritt aller drei Marken gebündelt und auf noch einmal erweiterter Fläche gezeigt. Auch in puncto Kommunikation reitet die Haier-Group eine nicht zu unterschätzende Attacke.

Noch mehr Details präsentiert Haier Ende Mai und Anfang Juni auf einer Roadshow, die in den Städten Hamburg (27.5.), Frankfurt / M. (28.5.), Berlin (3.6.), Köln (4.6.) und München am 6. Juni Halt macht.

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