Lebensmittelhersteller reagieren zunehmend auf den anhaltenden Erfolg von Heißluftfritteusen und kennzeichnen Produkte gezielt als «Airfryer-geeignet». Während Konsumenten diese Entwicklung teils kritisch sehen – mit Stimmen zwischen „Marketing-Blödsinn“ und „Mega-Idee“ – sprechen die Marktdaten eine eindeutige Sprache.

Eine Analyse des Onlinehändlers Galaxus zeigt: Airfryer dominieren den Markt klar. Bereits 2025 entfielen rund 90 Prozent der verkauften Fritteusen auf Heißluftmodelle. Gleichzeitig ist der Absatz klassischer Öl-Fritteusen seit 2021 um drei Viertel eingebrochen. Insgesamt hat sich die Nachfrage nach Airfryern in den vergangenen vier Jahren mehr als versiebenfacht, mit einem Verkaufsplus von 630 Prozent.
Parallel dazu erweitern Food-Hersteller gezielt ihr Sortiment. Neben umbenannten Basisprodukten wie Kartoffeln entstehen zunehmend speziell entwickelte Produkte wie Snacks und Fertiggerichte für die Heißluftfritteuse. Damit reagieren sie auf veränderte Konsumgewohnheiten und Nutzungsszenarien.
Nicola Brand, Senior Category Manager bei Galaxus, bestätigt die Entwicklung: „Airfryer dominieren bei uns die Produktkategorie Fritteusen. Die Food-Hersteller erfüllen mit ihren Produkten die Bedürfnisse ihrer Kundschaft.“
Airfryer besonders bei jungen Zielgruppen beliebt
Ein wesentlicher Treiber des Trends ist die junge Zielgruppe. Airfryer gelten als der „Thermomix der Instagram-Generation“: Vor allem Nutzer unter 35 Jahren lassen sich über soziale Medien inspirieren. Plattformen wie TikTok und Instagram sowie millionenfach genutzte Hashtags wie #airfryer verstärken die Dynamik zusätzlich.
Für die Elektrohausgerätebranche ergibt sich daraus ein klares Bild: Der Airfryer hat sich vom Trendprodukt zum festen Bestandteil moderner Küchen entwickelt. Die Lebensmittelindustrie begleitet diese Entwicklung mit passenden Angeboten.
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