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Ecovacs Deebot T9+ im Test: Ein Saugroboter, der keine Wünsche offen lässt

Der Ecovacs Deebot T9+ ist einer der fortschrittlichsten Saugroboter am Markt. Aber wie schlägt sich der smarte Haushaltshelfer im Langzeittest? Ein Fazit nach über 20.000 Quadratmetern gereinigter Fläche.

Saugroboter haben viele Jahr lang ein Schattendasein gefristet. Das lag einerseits an den hohen Preisen der ersten Modelle, andererseits aber auch an deren “mangelnder Intelligenz”: Einzelne Räume wurden häufig nicht gründlich gereinigt, weil die Navigation schlecht war, oder die Sensoren erkannten Hindernisse wie Vasen, Lampen oder Treppenabsätze erst viel zu spät.

Inzwischen hat sich das geändert – und Saugroboter sind aus vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Insbesondere ein Hersteller hat sich in diesem Zusammenhang in den vergangenen Jahren immer wieder positiv hervorgetan: Ecovacs.

Obwohl er schon etwas in die Jahre gekommen ist, zählt der Deebot Ozmo 950 bis heute zu den Saugrobotern mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Und dann wäre da noch der Deebot Ozmo T8 AIVI, der 2020 neue Maßstäbe im Bereich der intelligenten Objekterkennung setzte.

Seit einigen Monaten ist nun der Ecovacs Deebot T9+ erhältlich. Der Saugroboter war in diesem Zeitraum über 250 Mal bei uns im Erdgeschoss unterwegs und hat über 20.000 Quadratmeter (Holzboden und Fliesen) gereinigt. In unserem Test verraten wir euch, wie er sich im Alltag bewährt hat.

Ecovacs Deebot T9+: Die neuen Funktionen im Überblick

Werfen wir zunächst einen Blick auf die wichtigsten Features des rund 700 Euro teuren Saugroboters mit Absaugstation:

  • dank TrueDetect 3D 2.0 kann der Deebot T9 noch präziser als seine Vorgänger Hindernisse in Echtzeit erkennen und Kollisionen vermeiden.
  • TrueMapping 2.0 sorgt dafür, dass der T9 die Umgebung richtig erkennt und diese unabhängig von den Lichtverhältnissen problemlos durchfährt.
  • OZMO Pro Technologie: Die Wischplatte bewegt sich mit ca. 480 Vibrationen pro Minute.
  • die maximale Saugkraft des Deebot T9 liegt bei 3000 Pa.
  • 3D-Kartierungstechnologie für eine noch intelligentere Reinigung.
  • Karten von bis zu drei Etagen können gespeichert werden.
  • eingebauter Lufterfrischer.
  • die automatische Absaugstation (Fassungsvermögen 2,5 l) verfügt über einen Dreischicht-Filter, der effektiv 99 % der Staubpartikel herausfiltert.

Der Hauptunterschied zum Vorgängermodell, dem T8, liegt in der doppelt so starken Saugkraft und dem eingebauten Lufterfrischer. Navigation, Hinderniserkennung und Wischfunktion wurde ebenfalls leicht verbessert.

Ecovacs Deebot T9+ im Test 2

Der Ecovacs Deebot T9+ ist im Alltag unsichtbar

Was macht einen guten Saugroboter aus? Auf diese Frage gibt es sicherlich unterschiedliche Antworten. Unsere lautet: Ein guter Saugroboter ist im Alltag nahezu unsichtbar und verrichtet seine Arbeit, ohne dass man etwas davon mitbekommt.

Und genau das tut der Deebot T9+. Bei der Inbetriebnahme haben wir den Saugroboter einmalig eine Karte von unserem Untergeschoss erstellen lassen. Das war’s. Wir haben bewusst auf das Einrichten etwaiger “No-Go-Zonen” verzichtet, um zu sehen, wie der Deebot im Alltag mit Stehlampen, Schwingstühlen oder dem Kratzbaum unserer Katze zurecht kommt. Seit über einem halben Jahr dreht der T9+ nun jeden Tag um 12 Uhr mittags seine Runden und kehrt im Anschluss auf seine Absaugstation zurück.

“Gerettet werden” musste der Saugroboter in diesem Zeitraum ziemlich genau drei Mal, nämlich immer dann, wenn unsere Katze ihre Spielschnur auf dem Boden verteilt hatte. Da diese nur wenige Millimeter dick ist und flach auf dem Boden liegt, hat hier kein Saugroboter eine Chance, egal wie gut die Hinderniserkennung ist.

Das Reinigungsergebnis kann sich sehen lassen. Alle Bereiche, die der Deebot erreichen kann, werden zuverlässig gesäubert. In der App hat man zudem die Möglichkeit, bei Bedarf die Saugkraft zu erhöhen, den Roboter zweimal hintereinander fahren oder nur bestimmte Bereiche reinigen zu lassen. Das ist alles ganz nett, wir sind jedoch mit dem Auto-Modus mehr als zufrieden und haben auf manuelle Eingriffe verzichtet.

Im Alltag bekommen wir so vom Deebot T9+ überhaupt nichts mit. Einen großen Anteil daran hat die Absaugstation. Während wir aufgrund der Katzenhaare früher nahezu jeden zweiten Tag den Staubbehälter leeren mussten, braucht der Saugroboter jetzt nur noch einmal im Monat Aufmerksamkeit. Dann wird der Staubbeutel gewechselt (eine super Sache für Allergiker, da kein Staub in die Luft kommt) und der Filter des Deebots abgesaugt. Ein zeitlicher Aufwand von ein bis zwei Minuten. Danach ist beim Thema Staubsaugen wieder für 30 Tage Ruhe. Mehr Komfort geht nicht.

Ecovacs Deebot T9+ im Test 2

Ecovacs Deebot T9+ überzeugt auch als Wischroboter

Während bei unseren Holzböden das tägliche Staubsaugen vollkommen ausreichend ist, kommt in den Bädern einmal pro Woche der Wischaufsatz des Deebots zum Einsatz. Auch das funktioniert tadellos.

Wer möchte, kann bei Bedarf die Wasserdurchflussrate in der App an die individuellen Bedürfnisse anpassen. Hier macht es natürlich einen Unterschied, ob man nur einmal die Woche die Bäder wischt, oder täglich das ganze Haus. Um möglichst gute Ergebnisse zu erzielen, empfiehlt es sich, das mitgelieferte Reinigungsmittel sowie die Wischaufsätze von Ecovacs zu nutzen.

Was freilich jedem klar sein muss: Dadurch, dass man regelmäßig Wasser nachfüllen und die Wischaufsätze wechseln muss, erhöht sich der Aufwand gegenüber dem bloßen Saugen deutlich. Aber natürlich spart man immer noch jede Menge Zeit und Energie gegenüber händischem Wischen – und das Ergebnis kann sich auch hier sehen lassen.

Lohnt sich der Umstieg vom Deebot T8 auf den T9?

Wir werden immer mal wieder gefragt, ob sich der Umstieg von einem älteren Modell auf ein neueres lohnt. Bei Ecovavs kann das vor allem dann Sinn machen, wenn man beispielsweise noch einen Deebot 920 oder 950 nutzt und damit nicht zu 100 Prozent zufrieden ist. Hier ist der Sprung zum T9 durchaus spürbar.

Anders sieht die Sache aus, wenn man schon einen T8 besitzt. Bei uns läuft dieser im Obergeschoss und hat inzwischen in 421 Reinigungen über 30.000 Quadratmeter gesaugt. Probleme mit der Navigation oder Hinderniserkennung gab es bislang nie – und da wir auch dort keinen Teppichboden haben, spielt die maximale Saugkraft nur eine untergeordnete Rolle.

Bleibt noch der Lufterfrischer. Aber wenn wir mal ehrlich sind, dürfte das für die meisten ohnehin nur ein nettes Gimmick sein – und kein Grund sich für den Deebot T9 zu entscheiden.

Ecovacs Deebot T9+ im Test

Ecovacs Deebot T9+: Wartung und Pflege dürfen nicht zu kurz kommen

Abschließend noch ein paar Worte zum Thema Wartung und Pflege. Auch wenn ein Saugroboter vieles selbstständig erledigt, braucht er in regelmäßigen Abständen dennoch Wartung und Pflege. Konkret bedeutet das: Einmal im Monat mit einem Tuch über die Sensoren wischen, den Filter absaugen und die Hauptbürste gegebenenfalls von Haaren befreien.

Die Deebot-Modelle von Ecovacs informieren übrigens via App, wenn Filter, Seitenbürsten oder Hauptbürste erneuert oder die Sensoren gereinigt werden müssen.

Diese Meldungen sollte man nicht ignorieren. Denn mit völlig abgenutzten Seitenbürsten und verschmutzten Sensoren kann auch der intelligenteste Saugroboter am Markt seiner Arbeit nicht mehr wie gewohnt nachgehen. Leider kommt dieser Aspekt in vielen Haushalten zu kurz.

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