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Ceconomy-Bilanz: „2020 außergewöhnlich“

Die MediaMarkt– und Saturn-Mutter Ceconomy hat heute Morgen (14. Mai) die Bilanz für das zweite Quartal und damit auch für das 1. Halbjahr vorgelegt. Januar und Februar liefen vergleichsweise gut, dann kam Corvid-19 und verhagelte die Bilanz. Der Online-Kanal indes ging durch die Decke, hat sich im März nahezu verdoppelt.

Zwar hat Ceconomy im Januar und Februar 2020 ein solides währungs- und portfoliobereinigtes Wachstum des Gesamtumsatzes von kumuliert +3,7% erzielt. Aufgrund der Unterbrechungen des stationären Geschäfts durch die verordneten Store-Schließungen im Zusammenhang mit Covid-19 seit Mitte März ging der währungs- und portfoliobereinigte Umsatz für das zweite Quartal jedoch insgesamt um 6,6% zurück und lag bei rund 4,6 Mrd. EUR.

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Online: + 98 Prozent! ^

„Das Jahr 2020 bleibt außergewöhnlich und herausfordernd, da das Ausmaß und die Dauer der Krise unvorhersehbar sind. Sie bietet allerdings auch die Chance, die Transformation des Unternehmens zu beschleunigen“, sagt Ceconomy CEO Dr. Bernhard Düttmann.
„Das Jahr 2020 bleibt außergewöhnlich und herausfordernd, da das Ausmaß und die Dauer der Krise unvorhersehbar sind. Sie bietet allerdings auch die Chance, die Transformation des Unternehmens zu beschleunigen“, sagt Ceconomy CEO Dr. Bernhard Düttmann.

Im Gegenzug konnte Ceconomy die reinen Internet-Verkäufe im März dank frühzeitiger Re-Allokation von Ressourcen und Konzentration der Vertriebsaktivitäten auf den Online-Kanal mit einem Plus von 98% nahezu verdoppeln. Für den Gesamtumsatz im 1. Halbjahr ergab sich ein währungs- und portfoliobereinigtes Minus von 3,1%, gestützt durch ein zunächst erwartungsgemäßes Umsatzwachstum bis Ende Februar (währungs- und portfoliobereinigt +0,9%).

Trotz einer Entwicklung im Rahmen der Erwartungen in den Monaten Januar und Februar ging im zweiten Quartal auch das prognoserelevante bereinigte EBIT um 157 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf –131 Mio. EUR zurück. Dies ist im Wesentlichen durch die negative Umsatz- und Margenentwicklung infolge der Store-Schließungen im März begründet. Positiv wirkten hingegen erste Einsparungen aus den kürzlich initiierten Kostenmaßnahmen im Kontext der Pandemie.

„Wir haben mit dem Abschluss des KfW-Kredits vorsorglich unsere bestehenden Kreditvereinbarungen aufgestockt und so die finanzielle Flexibilität des Unternehmens in dieser unvorhersehbaren Zeit gesichert“, erklärte Ceconomy CFO Karin Sonnenmoser.
„Wir haben mit dem Abschluss des KfW-Kredits vorsorglich unsere bestehenden Kreditvereinbarungen aufgestockt und so die finanzielle Flexibilität des Unternehmens in dieser unvorhersehbaren Zeit gesichert“, erklärte Ceconomy CFO Karin Sonnenmoser.

Einsparungen zeigen Wirkung ^

Darüber hinaus entfalteten die Einsparungen im Zusammenhang mit dem Kosten- und Effizienzprogramm weiter ihre Wirkung und unterstützten das Ergebnis im Quartal. Im ersten Halbjahr lag das bereinigte Ergebnis nach einer planmäßigen Entwicklung in den ersten fünf Monaten mit 159 Mio. EUR um 136 Mio. EUR unter Vorjahr.

Ceconomy CEO Dr. Bernhard Düttmann: „Nachdem wir im 1. Quartal unser Ergebnis spürbar verbessern konnten, war das 2. Quartal angesichts der drastischen Entwicklung der Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen Markt-Schließungen stark beeinträchtigt. Das Jahr 2020 bleibt außergewöhnlich und herausfordernd, da das Ausmaß und die Dauer der Krise unvorhersehbar sind. Sie bietet allerdings auch die Chance, die Transformation des Unternehmens zu beschleunigen.“

Um die Auswirkungen der Pandemie auf Ergebnis und Liquidität zu mildern, hatte Ceconomy umfassende kurzfristige Maßnahmen ergriffen. Dazu gehörten u.a. die Einführung von Kurzarbeit, die Stundung von Steuerzahlungen, die Aussetzung von Mietzahlungen und Investitionen sowie ein freiwilliger Gehaltsverzicht von Vorstand, leitenden Angestellten und Mitarbeitern der Unternehmensgruppe. „Gleichzeitig haben wir mit dem Abschluss des KfW-Kredits vorsorglich unsere bestehenden Kreditvereinbarungen aufgestockt und so die finanzielle Flexibilität des Unternehmens in dieser unvorhersehbaren Zeit gesichert“, ergänzt CFO Karin Sonnenmoser.

DACH: 6% unter Vorjahr ^

In den Regionen zeigte sich im 2. Quartal ein gemischtes Bild, was auch auf die unterschiedliche Ausprägung und den heterogenen Beginn der temporären Store-Schließungen im Zusammenhang mit Covid-19 in den einzelnen Ländern zurückzuführen ist. In der DACH-Region lag der Umsatz währungs- und portfoliobereinigt um 6% unter Vorjahr. Grund dafür waren die umfangreichen Markt-Schließungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz im März.

Das Online-Geschäft profitierte von der Re-Allokation von Ressourcen und der Konzentration der Vertriebsaktivitäten auf den Online-Kanal in den letzten Wochen des Quartals. So stiegen die reinen Online-Verkäufe ohne Pick-up und Lieferung aus den Märkten im März um 98%, im April beschleunigte sich dieses Wachstum mit rund 300% noch weiter. Im Vergleich zum Vorjahr legte Online im 2. Quartal um 22,9% auf 859 Mio. Euro zu und trug mit 18,6% zum Gesamtumsatz bei.

Services & Solutions erst top, dann mau ^

Das Geschäft mit Services & Solutions verzeichnete in den Monaten Januar und Februar zunächst ein zweistelliges Wachstum. Im gesamten 2. Quartal blieb der Services & Solutions-Umsatz mit –1% auf 279 Mio. Euro nahezu stabil, was 6% des Gesamtumsatzes entspricht. Positiv entwickelte sich die Vermittlung von Garantieverlängerungen und Versicherungen, während die anderen Services & Solutions-Kategorien wie zum Beispiel die Reparaturen an den Smartbars durch die Schließung der Märkte im März beeinträchtigt waren.

Ausblick: Keine Prognose ^

Infolge der Auswirkungen von Covid-19 auf das operative Geschäft hatte Ceconomy bekanntlich die Prognose für das laufende Geschäftsjahr am 18. März zurückgezogen. Angesichts der gegenwärtigen Unsicherheiten, insbesondere in Bezug auf den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie und damit verbunden auch die Dauer der Schließungen der stationären Geschäfte sowie die Dauer der Anlaufphase und das Kundenverhalten nach Wiedereröffnung, lassen sich die Auswirkungen auf das Geschäft des Unternehmens für das Gesamtjahr 2019/20 zum derzeitigen Zeitpunkt nur begrenzt vorhersagen.

So erwartet Ceconomy für das Geschäftsjahr 2019/20 gegenüber dem Vorjahr nunmehr einen Rückgang des währungsbereinigten Gesamtumsatzes. Zudem geht man ohne Berücksichtigung von Ergebniseffekten aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen von einem deutlichen Rückgang des EBIT aus.

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