Markt & Branche

BVT: Ära des „Kölner Dreigestirns“ geht zu Ende

Läuten ihren neuen Lebensabschnitt ein (v.li.): Willi Klöcker, Rita Herzeler und Willy Fischel
Kaum vorstellbar: Die Branche ohne die BVT-Granden Willi Klöcker und Willy Fischel. Prägten doch beide seit über 20 Jahren das Geschehen bei Consumer Electronics und bei Hausgeräten entscheidend mit.

Ende November reicht Willi Klöcker sein Ehrenamt an Frank Schipper, Händler aus Lüdinghausen und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender-Vorsitzender von Euronics, weiter. Seit 1988 war Klöcker Mitglied im Vorstand des BVT (Bundesverband Technik des Einzelhandels), seit 1998 als dessen Vorsitzender.

Bildgalerie zur Verabschiedung ^

Zur Verabschiedung des „Kölner Dreigestirns“ fanden sich in der Kölner Wolkenburg viele Weggefährten, Kollegen und Freude ein.Dr. Thomas Märtz, Vorstandsvorsitzender der Vedes AG: „Wir haben uns nach dem Motto ausgetauscht: Mal ist man Hund - mal ist man Baum.“Holger Wenzel, Vorgänger im Amt von Willy Fischel und späterer HDE-Geschäftsführer: „Bin nicht ganz unschuldig, dass sie alle heute hier sind.“Volker Müller, bis Ende März Vorstandsvorsitzender der expert SE: „Wir haben die gemeinsamen Feindbilder definiert.“Weggefährten, die nun unbeschwert ihren zweiten Lebensabschnitt angehen (v.li.): Willi Klöcker, Volker Müller und Willy Fischel.

Zum gleichen Zeitpunkt verabschiedet sich Geschäftsführer Willy Fischel, der seit 1978 die Bürogemeinschaft aus BVT, BVS (Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels), BTW (Bundesverband des Tabakwaren-Einzelhandels) und des BVJ (Bundesverband der Juweliere, Schmuck- und Uhrengeschäfte) leitete, in den Ruhestand. Mit ihm ging die langjährige Mitarbeiterin Rita Herzeler (eine echte Perle, so die Würdigung) ebenfalls in Rente.

Grund genug mit Weggefährten, Geschäftsfreunden, Zeitzeugen, Kollegen und Freunden Anfang November das „Kölner Dreigestirn“ ausgiebig in einem „familiären“ und lockeren Rahmen zu würdigen.

Volker Müller: Nicht einfach, mit einem Typen wie mir ^

Volker Müller, bis Ende März 2018 Vorstandsvorsitzender der Verbundgruppe expert, voller Anerkennung: „Ihr habt sehr erfolgreich den Verband mit inhaltlichen Themen zu einer guten Bedeutung verholfen, habt Euch für Themen, die uns bewegt haben, kräftig eingesetzt“ Müller vertieft: „Der BVT war zwar nicht überlaut, aber dafür sehr signifikant, erkennbar die richtige Vertretung der Interessen unserer Branche und Handelsstruktur.“ Und Müller schmunzelnd: „Der Umgang mit einem Typen wir mir, der macht Willy Fischel besonders. Wenn er sagte, Du musst es machen, dann habe ich es anständigerweise auch gemacht.“

Willy Fischels Vorgänger und späterer HDE-Geschäftsführer Holger Wenzel, schwelgte ein wenig in Nostalgie. Er berichtete aus den ersten gemeinsamen Tagen, von Fischels Spass am Karneval, an dessen Leidenschaft für den rf-brief mit seiner flotten und leicht bissigen Schreibe sowie an seinem geringen Interesse an der Glas-Porzellan- und Keramik-Branche, die ihm zu zerbrechlich erschien. Satt dessen häufte er sich Verbände aus dem Bereich der technischen Konsumgüter an. Voller Stolz sprach Wenzel von dem Fischel-Konzern. Wenzel fasst zusammen: „Willy Fischel ist ein würdiger Nachfolger von mir. Er hat meine Fußstapfen deutlich vergrößert und er hat das Erbe vermehrt.“

Handelshelden braucht das Land ^

Holger Wenzel wendete sich dann Willi Klöcker zu. Beide verbindet eine gemeinsame Zeit von vier Jahren. „Klöcker habe nie viel geredet, aber was er gesagt hat, war knackig, kurz und man konnte sich auf ihn felsenfest verlassen. Klöcker sei für den BVT ein Glücksfall“, so Wenzel. Der ehemalige HDE-Geschäftsführer bezeichnete ihn als „Handelshelden, der aus besonderem Holz geschnitzt sei. Solche Händler braucht das Land!“

Für die Spielwaren-Branche ergriff Dr. Thomas Märtz, Vorstandsvorsitzender der Vedes AG, das Wort. Er würdigte Fischels hohe Fachkompetenz, seine Kreativität und seinen rheinischen Humor. Ganz besonders hob er die moderierende und integrierende Stärke bei Fischel hervor. „Es ist eine Topleistung, verschiedenste, konkurrierende Handelsunternehmen an einen Tisch zu bringen. Das gehe nur, wenn man integer sei“, so Märtz. Der Mann der Spielwaren ein wenig verschmitzt: „ Du warst mit Abstand der beste Verbandsgeschäftsführer, den ich in den letzten zwanzig Jahren kennengelernt habe.“

Gehen mit einem guten Gefühl ^

Dann ergriff Willy Fischel nochmals das Wort. Er dankte seinem Kölner „Dream-Team“ und bezeichnete seinen Vorsitzenden Willi Klöcker als hervorragenden „Kapitän, Lotsen und Steuermann sowie als eine besonders erfolgreiche Unternehmerpersönlichkeit.“ „Wir gehen mit einem guten Gefühl“, so Fischel. Die Bürogemeinschaft sei sauber aufgestellt. Man habe mit Steffen Kahnt als Geschäftsführer und mit Frank Schipper als Vorsitzenden würdige Nachfolger. Er wünschte diesen viel Erfolg und das Glück des Tüchtigen.

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