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Bosch treibt industrielle KI voran – Fokus auf Effizienz, Resilienz und Mensch-Maschine-Zusammenspiel

Auf der Hannover Messe 2026 präsentiert Bosch neue Anwendungen der industriellen Künstlichen Intelligenz (KI), die gezielt auf Effizienzsteigerung und Wettbewerbsfähigkeit in der Fertigung abzielen. Im Mittelpunkt stehen praxiserprobte Lösungen, die Produktionsprozesse optimieren und gleichzeitig den Menschen als zentralen Akteur einbinden.

Tanja Rückert, Geschäftsführerin und verantwortlich für Industrietechnik bei Bosch.

„Künstliche Intelligenz ist der entscheidende Hebel, um die deutsche und europäische Industrie im globalen Wettbewerb zukunftsfest aufzustellen“, betont Tanja Rückert, Geschäftsführerin und verantwortlich für Industrietechnik bei Bosch. Entscheidend sei nicht mehr das Ob, sondern „wie schnell die KI hierfür eingesetzt wird“.

KI als Produktivitätsmotor in der Fertigung

Bosch zeigt insbesondere Fortschritte bei agentischer KI, die als Multi-Agenten-System Produktionsprozesse überwacht und optimiert. Diese Anwendungen ermöglichen laut Unternehmen Kostensenkungen von bis zu 30 Prozent sowie Produktivitätssteigerungen von 5 bis 15 Prozent. Zudem lassen sich operative Probleme bis zu 50 Prozent schneller lösen.

Ein konkretes Beispiel ist die Lösung „Manufacturing Co-Intelligence“, die Fehler frühzeitig erkennt und Stillstände reduziert. Bereits einzelne Anwendungen können laut Bosch Einsparungen in Millionenhöhe generieren.

Mensch und KI im Zusammenspiel

Ein zentrales Thema ist die Rolle des Menschen in der digitalisierten Produktion. KI wird gezielt als Assistenzsystem eingesetzt – etwa durch Sprachassistenten oder geführte Wartungsprozesse. Gleichzeitig dient sie als Instrument zur Wissenssicherung: Erfahrungswissen ausscheidender Fachkräfte kann digital erfasst und weitergegeben werden.

Vernetzte Systeme und neue Partnerschaften

Technologisch setzt Bosch auf die Integration von Industrie- und IT-Kompetenz, unter anderem durch Kooperationen mit Microsoft. Neue Anwendungen basieren auf der Cloud-Plattform Azure und verbinden Maschinensteuerungen mit KI-gestützten Analysesystemen.

Mit dem Netzwerk „any.site“ treibt Bosch zudem den Aufbau eines offenen Ökosystems für industrielle KI voran. Die Plattform nutzt „Wissensassistenten“, um Wartung, Inbetriebnahme und Service zu beschleunigen. „Mit any.site wird KI zum entscheidenden Bindeglied in der Produktion“, so Rückert.

KI gewinnt strategisch an Bedeutung

70 Prozent der Befragten sehen KI als dominierende Zukunftstechnologie.

Auch Studien unterstreichen die wachsende Relevanz: Laut Bosch Tech Compass sehen 70 Prozent der Befragten KI als dominierende Zukunftstechnologie – ein deutlicher Anstieg gegenüber 2023. Parallel dazu setzen bereits 42 Prozent der Industrieunternehmen KI in der Produktion ein.

Für die Elektrohausgeräteindustrie sind diese Entwicklungen besonders relevant: KI-basierte Produktionsoptimierung, vernetzte Serviceplattformen und Wissensmanagementsysteme lassen sich direkt auf die Fertigung komplexer Hausgeräte übertragen. Bosch positioniert sich damit nicht nur als Technologieanbieter, sondern als Treiber einer datengetriebenen, resilienten Produktion entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Rita Breer

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