KI kommt bei Bosch immer mehr zum Einsatz. Neu Anwendungen präsentiert das Unternehmen aktuell auf der Hannover Messe.
„Künstliche Intelligenz ist der entscheidende Hebel, um die deutsche und europäische Industrie im globalen Wettbewerb zukunftsfest aufzustellen“, betont Tanja Rückert, Geschäftsführerin und verantwortlich für Industrietechnik bei Bosch. Entscheidend sei nicht mehr das Ob, sondern „wie schnell die KI hierfür eingesetzt wird“.
Bosch zeigt insbesondere Fortschritte bei agentischer KI, die als Multi-Agenten-System Produktionsprozesse überwacht und optimiert. Diese Anwendungen ermöglichen laut Unternehmen Kostensenkungen von bis zu 30 Prozent sowie Produktivitätssteigerungen von 5 bis 15 Prozent. Zudem lassen sich operative Probleme bis zu 50 Prozent schneller lösen.
Ein konkretes Beispiel ist die Lösung „Manufacturing Co-Intelligence“, die Fehler frühzeitig erkennt und Stillstände reduziert. Bereits einzelne Anwendungen können laut Bosch Einsparungen in Millionenhöhe generieren.
Ein zentrales Thema ist die Rolle des Menschen in der digitalisierten Produktion. KI wird gezielt als Assistenzsystem eingesetzt – etwa durch Sprachassistenten oder geführte Wartungsprozesse. Gleichzeitig dient sie als Instrument zur Wissenssicherung: Erfahrungswissen ausscheidender Fachkräfte kann digital erfasst und weitergegeben werden.
Technologisch setzt Bosch auf die Integration von Industrie- und IT-Kompetenz, unter anderem durch Kooperationen mit Microsoft. Neue Anwendungen basieren auf der Cloud-Plattform Azure und verbinden Maschinensteuerungen mit KI-gestützten Analysesystemen.
Mit dem Netzwerk „any.site“ treibt Bosch zudem den Aufbau eines offenen Ökosystems für industrielle KI voran. Die Plattform nutzt „Wissensassistenten“, um Wartung, Inbetriebnahme und Service zu beschleunigen. „Mit any.site wird KI zum entscheidenden Bindeglied in der Produktion“, so Rückert.
Auch Studien unterstreichen die wachsende Relevanz: Laut Bosch Tech Compass sehen 70 Prozent der Befragten KI als dominierende Zukunftstechnologie – ein deutlicher Anstieg gegenüber 2023. Parallel dazu setzen bereits 42 Prozent der Industrieunternehmen KI in der Produktion ein.
Für die Elektrohausgeräteindustrie sind diese Entwicklungen besonders relevant: KI-basierte Produktionsoptimierung, vernetzte Serviceplattformen und Wissensmanagementsysteme lassen sich direkt auf die Fertigung komplexer Hausgeräte übertragen. Bosch positioniert sich damit nicht nur als Technologieanbieter, sondern als Treiber einer datengetriebenen, resilienten Produktion entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
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