Angesichts der weltweiten Verschlechterung der Pandemielage und der damit einhergehenden verschärften Reise- und Kontaktregelungen hat die Messe Frankfurt heute die Reißleine gezogen und die weltweit größte Konsumgütermesse Ambiente, die vom 11. bis 15. Februar geplant war, abgesagt. Bessere Nachrichten kommen aus Bielefeld: Die EK LIVE soll, Stand heute, als hybride 2Gplus-Messe vor Ort und digital stattfinden. Das bestätigte der EK Messeverantwortliche, Daniel Kullmann, infoboard.de auf Nachfrage.


Kullmann, Abteilungsleiter Corporate Marketing & Communications bei der EK/servicegroup zu infoboard.de: „Täglich erreichen uns neue Informationen zur Corona-Lage, Regeln und Verordnungen ändern sich ständig, Publikumsmessen werden abgesagt. Die EK LIVE Frühjahrsmesse vom 19. bis 21. Januar findet auf ausdrücklichen Wunsch vieler Aussteller und Handelspartner als Hybridmesse statt, also digital und vor Ort in Bielefeld.“ Einzige Einschränkung: „Vorausgesetzt, die gesetzlichen Bestimmungen und die Pandemiesituation lassen auch weiterhin die Durchführung einer Präsenzmesse zu.“

„Die EK LIVE Frühjahrsmesse vom 19. bis 21. Januar findet auf ausdrücklichen Wunsch vieler Aussteller und Handelspartner als Hybridmesse statt, also digital und vor Ort in Bielefeld“, Daniel Kullmann, Abteilungsleiter Corporate Marketing & Communications bei der EK/servicegroup.
„Die EK LIVE Frühjahrsmesse vom 19. bis 21. Januar findet auf ausdrücklichen Wunsch vieler Aussteller und Handelspartner als Hybridmesse statt, also digital und vor Ort in Bielefeld“, Daniel Kullmann, Abteilungsleiter Corporate Marketing & Communications bei der EK/servicegroup.

Für Fachmessen in NRW gilt laut aktueller Schutzverordnung die 3G-Regel. Für die EK LIVE als Präsenzmesse gehen die Bielefelder indes einen Schritt weiter: „Es gilt die 2Gplus-Regel. Das heißt, jeder Besucher, jeder EK-Mitarbeiter und jeder Aussteller vor Ort in Bielefeld muss geimpft oder genesen und zusätzlich entweder geboostert oder aktuell getestet sein“, so Kullmann zu infoboard.de.

Das Plus an Sicherheit

Die zusätzliche Testung der Besucher und Aussteller ohne Drittimpfung sorge für das Plus an Sicherheit für alle. So werden während der gesamten Messelaufzeit ausreichend Teststationen des DRK auf dem Parkplatz vor dem EK Messezentrum zur Verfügung stehen. Und die Messehallen sind erneut ausgebucht: Dabei sind u.a. Top-Marken wie Bosch, Jura, Miele, Samsung, Siemens oder WMF.

Anders die Lage in Frankfurt: Die noch im Dezember erhoffte Entspannung der Pandemie-Situation ist nicht mehr in Sicht. Vielmehr verschlechtert sich die Lage weltweit mit einer enormen, nicht vorhersehbaren Dynamik. Diese extreme Zuspitzung aufgrund der Verbreitung der Omikron-Variante in Europa und Deutschland macht es für die Messe Frankfurt als Veranstalterin der international ausgerichteten Leitmesse Ambiente aktuell nicht möglich, den Termine in Frankfurt im Februar 2022 zu halten.

Zur Frankfurter Entscheidung beigetragen haben die weiter steigenden Infektionszahlen und der damit einhergehende eindringliche Appell, u.a. des Robert-Koch-Instituts und des Expertenrats der Bundesregierung, weiterhin Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und alle größeren Veranstaltungen abzusagen. Auf diese Gesamtlage reagiert ein Großteil der ausstellenden und besuchenden Unternehmen der Ambiente derzeit mit Reise- und Messebesuchsverboten aus Gründen der Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitenden zum Schutz vor gesundheitlichen Risiken. „Die globale Reisebereitschaft sinkt im Moment enorm“, heißt es bei der Messe Frankfurt.

„Da die trendorientierten Orderzyklen der internationalen Konsumgüterbranche eine jährliche Veranstaltung zu Anfang des Jahres erfordern, würde eine Verschiebung in die zweite Jahreshälfte den Bedürfnissen der ausstellenden Unternehmen und Besuchern nicht gerecht werden“, Detlef Braun, Geschäftsführer Messe Frankfurt.
„Da die trendorientierten Orderzyklen der internationalen Konsumgüterbranche eine jährliche Veranstaltung zu Anfang des Jahres erfordern, würde eine Verschiebung in die zweite Jahreshälfte den Bedürfnissen der ausstellenden Unternehmen und Besuchern nicht gerecht werden“, Detlef Braun, Geschäftsführer Messe Frankfurt.

„Diese Entscheidung ist uns alles andere als leicht gefallen. Abgestimmt mit weiten Teilen der auf den Messe vertretenen Branchen ist es nun aber unsere Verantwortung, diesen schweren Schritt zu gehen“, so Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

Eine Verschiebung der Veranstaltung ist nicht geplant. Braun: „Da die trendorientierten Orderzyklen der internationalen Konsumgüterbranche eine jährliche Veranstaltung zu Anfang des Jahres erfordern, würde eine Verschiebung in die zweite Jahreshälfte den Bedürfnissen der ausstellenden Unternehmen und Besuchern nicht gerecht werden.“ Informationen zur Planung der Frankfurter Konsumgütermessen für das Jahr 2023 werden Anfang Februar 2022 bekannt gegeben.

Laut Consumer Technology Association-Präsident Gary Shapiro brauche die Branche ein Forum für ihre Innovationen. Das vergangene Jahr habe gezeigt, dass ein ausschließlich virtuelles Format für die CES kein vollwertiger Ersatz sei.
Laut Consumer Technology Association-Präsident Gary Shapiro brauche die Branche ein Forum für ihre Innovationen. Das vergangene Jahr habe gezeigt, dass ein ausschließlich virtuelles Format für die CES kein vollwertiger Ersatz sei.

CES ist gestartet

Ungeachtet dessen ist in Las Vegas mit den ersten Keynotes (Samsung) und Pressekonferenzen (LG) die CES 2022 gestartet. Laut Gary Shapiro, Präsident der veranstalteten Consumer Technology Association, brauche die Branche ein Forum für ihre Innovationen. Das vergangene Jahr habe gezeigt, dass ein ausschließlich virtuelles Format kein vollwertiger Ersatz sei. Aber selbst in Las Vegas will sich niemand auf sein Glück verlassen: Die Messe wurde um einen Tag verkürzt, zahlreiche prominente Aussteller (u.a. Amazon, BMW, Google, Intel, Lenovo) zogen in den Weihnachtstagen die Reißleine und sagten kurzfristig ab.

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