Deutscher Home-Electronics-Markt im ersten Halbjahr 2026 rückläufig

Marktforschung
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Der deutsche Markt für technische Konsumgüter hat im ersten Halbjahr 2026 ein Umsatzvolumen von 20,6 Milliarden Euro erreicht. Das entspricht einem Rückgang von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Während Consumer Electronics und Elektro-Großgeräte Umsatzverluste verzeichneten, entwickelten sich Elektro-Kleingeräte positiv. Einzelne Produktgruppen erzielten zugleich deutliche Zuwächse.

Die GFU Home & Consumer Electronics GmbH hat im Vorfeld der IFA in Berlin aktuelle Marktzahlen für die Monate Januar bis Juni 2026 veröffentlicht. Nach einem ausgeglichenen Gesamtjahr 2025 entwickelte sich der Markt in der ersten Jahreshälfte moderat rückläufig.

Carine Chardon, Geschäftsführerin der GFU Home & Consumer Electronics GmbH, stellt in Berlin beim Warm-Up zur IFA 2026 die aktuellen Zahlen vor.
Carine Chardon, Geschäftsführerin der GFU Home & Consumer Electronics GmbH, stellt in Berlin beim Warm-Up zur IFA 2026 die aktuellen Zahlen vor.

Carine Chardon, Geschäftsführerin der GFU Home & Consumer Electronics GmbH, erklärt zur Marktentwicklung: „Der Markt für technische Konsumgüter hat sich im ersten Halbjahr vorausschaubar verhalten entwickelt. Die Konsumstimmung verharrt, bedingt durch die Weltlage und damit verbundene Sparneigung und allgemeine Verunsicherung der Verbraucher, auf einem niedrigen Niveau. Dennoch zeigen einige Produktbereiche in der Home Electronics Branche, dass mit Innovationen und neuen Produktmerkmalen, die einen besonderen Nutzen und damit einhergehenden Mehrwert für Verbraucher bieten, Wachstum im Markt möglich ist. Die IFA als globale Plattform für Innovation wird dem Markt in Kürze wertvolle Impulse geben und zu einer positiven Marktentwicklung in der zweiten Jahreshälfte beitragen.“

Unterschiedliche Entwicklung der Marktsegmente

Die einzelnen Bereiche des Home-Electronics-Markts entwickelten sich im ersten Halbjahr unterschiedlich. Consumer Electronics erreichten einen Umsatz von 12,7 Milliarden Euro und lagen damit 3,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Bei Elektro-Großgeräten sank der Umsatz um 5,1 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Dagegen legten Elektro-Kleingeräte um 4,0 Prozent zu und erreichten 3,5 Milliarden Euro Umsatz.

Nach Angaben der GFU zeigt sich zudem eine zunehmende Bedeutung von Aktionszeiträumen im Handel. Die sieben größten Promotion-Zeiträume in Deutschland umfassen zusammen 15 Wochen beziehungsweise 29 Prozent des Jahres, stehen aber für 37 Prozent des Jahresumsatzes. Als Gründe nennt die GFU unter anderem eine hohe Preissensibilität und Kaufzurückhaltung der Verbraucher.

Wachstum bei ausgewählten Produktgruppen

Auch innerhalb der Produktsegmente ergibt sich ein differenziertes Bild. Bei TV-Geräten stieg der Absatz im Umfeld der Fußball-Weltmeisterschaft um 4,6 Prozent, der Umsatz ging jedoch um 2,3 Prozent zurück. Projektoren erzielten dagegen ein Umsatzplus von 25,8 Prozent.

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Action Cams legten beim Umsatz um 21 Prozent zu, Kopfhörer um 6,1 Prozent. Bei Notebooks und Desktop-PCs stiegen die Umsätze im ersten Halbjahr um fünf Prozent.

Auch der Bereich Health Tech und Well-Being entwickelte sich laut GFU positiv. Der Umsatz lag bei rund 5,9 Milliarden Euro und damit vier Prozent über dem Vorjahreswert. Die Stückzahl erhöhte sich um zwei Prozent auf 1,67 Millionen.

Neue Funktionen treiben Stückzahlen

Besonders hohe Stückzahlzuwächse verzeichneten laut GFU Produkte, die mit neuen Funktionen einen zusätzlichen Nutzen im Alltag bieten. Bei Saug- und Wischrobotern stiegen die Stückzahlen um 66,1 Prozent. Cold-Brew-Kaffeevollautomaten legten um 42,5 Prozent zu.

PCs mit KI-Funktion erreichten ein Plus von 149 Prozent, OLED-Monitore mit hoher Bildwechselfrequenz kamen auf einen Zuwachs von 75 Prozent. Für die GFU zeigen diese Entwicklungen, dass Verbraucher trotz zurückhaltender Konsumstimmung zu Käufen bereit sind, wenn Produkte relevante Bedürfnisse adressieren und neue Funktionen bieten.

Die Marktzahlen basieren nach Angaben der GFU auf der Zusammenarbeit mit NIQ und umfassen die Verkäufe technischer Konsumgüter an private Verbraucher in Deutschland.

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