GfK-TEMAX: Elektrogeräte mit deutlichen Umsatzzuwächsen in 2015

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Tabellarische Zusammenfassung (Quelle: GfK TEMAX® Deutschland, GfK)
Tabellarische Zusammenfassung (Quelle: GfK TEMAX® Deutschland, GfK)

Mit einem Umsatzplus von 9,7 Prozent war das Schlussquartal 2015 für den deutschen Elektrokleingerätemarkt sehr erfolgreich, so die Studie GfK TEMAX. Zwischen Oktober und Dezember wurden 1,3 Milliarden Euro generiert. Das stärkste Umsatzwachstum verzeichnete dabei das Haarstyling-Segment, das wiederum von der positiven Umsatzentwicklung bei Lockenstäben profitierte.

Auch das Gesamtjahr 2015 verlief für den Elektrokleingerätebereich mit einem Umsatzplus von 9,9 Prozent auf knapp 4,2 Milliarden Euro äußerst zufriedenstellend. Und weiter führt die GfK aus: Dabei haben sich alle Kanäle 2015 wertmäßig positiv entwickelt, absatzbasiert lagen traditionelle Elektrofachhändler als einziger Kanal hingegen im Minus. Überdurchschnittlich stark entwickelte sich der Online-Verkauf – nunmehr jeder dritte Euro wird in Deutschland mit Elektrokleingeräten im Online Geschäft erzielt. Warengruppenseitig trägt die hohe Vielfalt an Kategorien sowie ein „Wachstum auf breiter Front“ zum deutlichen Umsatzplus in 2015 bei – allen voran liefern die Warengruppen Kaffee-/Espresso-Vollautomaten, kabellose Handstaubsauger und Standmixer die stärksten Wachstumsimpulse.

Kaffee+ im Text

Elektrogroßgeräte: Besonders Erstausstatterkanäle profitieren

Im vierten Quartal konnten mit Elektrogroßgeräten 2,3 Milliarden Euro umgesetzt werden. Das entspricht einem Umsatzplus von 1,7 Prozent. Sowohl bei Waschmaschinen als auch bei Wäschetrocknern erwiesen sich Geräte der Energieeffizienzklasse A+++ als Wachstumstreiber.

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete der deutsche Elektrogroßgerätemarkt 2015 einen Zuwachs von 4,4 Prozent auf knapp 8,7 Milliarden Euro. Ergänzend zu den TEMAX-Angaben teilte uns die GfK gegenüber infoboard.de mit: Im Elektrogroßgerätebereich haben sich die meisten Kanäle 2015 positiv entwickelt, einzig die kleinen traditionellen unabhängigen Elektrofachhändler mussten einen Umsatzrückgang hinnehmen. Überdurchschnittlich stark haben sich zum einen im Bereich der Erstausstatterkanäle die Küchenspezialisten entwickelt, zum anderen im Bereich der Ersatzbedarfskanäle die Warenhäuser/Versender/Pure Player sowie die IT-Kanäle.

Warengruppenseitig zeigt sich das stärkste Umsatzplus bei den Wäschetrocknern und bei den Kochgeräten. Wertbasiert hat sich der Einbaubereich in Summe etwas besser als der Solobereich entwickelt. Der Wohnungsbau und das Thema Renovierungen / Ersatzbedarf sind nach wie vor wichtige Treiber des Marktes.

Unterhaltungselektronik: gutes Weihnachtsgeschäft, aber noch kein Turnaround

Das gute Weihnachtsgeschäft sorgte im vierten Quartal noch nicht für den gewünschten Aufschwung im Markt für Unterhaltungselektronik, aber für Stabilisierung. Der Umsatzrückgang verringerte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal erneut auf nunmehr minus 5,6 Prozent. Das entspricht einem Umsatzvolumen von 2,4 Milliarden Euro. Der TV Markt zeigte sich 2015 insgesamt deutlich unter Vorjahresniveau, während Audio und Hifi Produkte an Bedeutung gewannen. Smarte Lösungen wie vernetzte, kabellose Verbindungen oder multi-room-fähige Systeme liegen weiter im Trend.

GfK TEMAX Deutschland: positiver Ausblick für 2016

Die derzeitigen ökonomischen Rahmenbedingungen erlauben einen positiven Ausblick auf das Jahr 2016. Die anhaltend stabile Beschäftigungslage bietet den Verbrauchern weiter finanzielle Planungssicherheit. Die zuletzt eingebrochenen Benzin- und Heizölpreise schaffen höheren finanziellen Spielraum und Flexibilität in Bezug auf andere Ausgaben. Schließlich sorgt das anhaltend niedrige Zinsniveau dafür, dass es weiterhin attraktiver ist, übriggebliebenes Geld für werthaltige Güter und Dienstleistungen auszugeben, als es zu sparen. Auch der Non Food-Einzelhandel wird von den erwarteten steigenden Konsumausgaben profitieren.

 

Zur Studie

Der GfK TEMAX® ist ein Index zum Markt der technischen Gebrauchsgüter. Die Ergebnisse basieren auf regelmäßigen Erhebungen des Handelspanels von GfK.