Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im September 2026 verbessert. Besonders deutlich fällt der Anstieg bei der Generation Z und der Generation X aus, wie eine soziodemografische Auswertung des NIM Konsumklimas powered by GfK zeigt. Der Konsumklimaindikator insgesamt steigt gegenüber dem Vormonat um 2,8 Punkte auf -26,6 Punkte.
Die aktuelle Analyse des Nürnberg Instituts für Marktentscheidungen zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Generationen. Nach Angaben des Instituts haben sich diese bereits während der Corona-Krise vergrößert und in der Hochinflationsphase 2022 und 2023 weiter verstärkt. Seitdem fällt die Konsumstimmung bei jüngeren Generationen tendenziell optimistischer aus als bei älteren.

gegenüber dem Vormonat für die untersuchten soziodemografischen Gruppen.
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*Das Konsumklima kann als vorlaufender Indikator für das Konsumverhalten in Deutschland interpretiert werden. Analysen haben gezeigt, dass die Stimmung ein Frühindikator für die tatsächliche Entwicklung des privaten Konsums ist. Aus ermittelten Werten der
Besonders positiv entwickelt sich im September die Generation Z der Jahrgänge 1997 bis 2012. Ihr Konsumklima steigt um 9,7 Punkte auf 6,3 Punkte und liegt damit leicht über der Nulllinie. Als Gründe nennt das NIM steigende Einkommenserwartungen und eine zunehmende Anschaffungsneigung.
Auch bei der Generation X, den Jahrgängen 1965 bis 1980, verbessert sich die Stimmung deutlich. Der Indikator steigt um 11,9 Punkte auf -38,6 Punkte. Trotz des Anstiegs bleibt das Niveau damit negativ. Ausschlaggebend ist laut Analyse vor allem eine nachlassende Sparneigung. Die Tabelle auf Seite 2 der Pressemitteilung zeigt die Entwicklung der einzelnen Generationen sowie weiterer soziodemografischer Gruppen im Vergleich zum Vormonat.
Reformdebatten könnten Erwartungen beeinflussen
Als möglichen Hintergrund für die unterschiedlichen Entwicklungen zwischen den Generationen nennt das NIM die derzeitigen politischen Reformdiskussionen.
„Eine Erklärung können die aktuellen Debatten über Reformen bei Gesundheit, Rente und Einkommensteuer sein. Die angestrebten Reformen betreffen die Generationen unterschiedlich und tragen vermutlich dazu bei, dass sich auch ihre Erwartungen derzeit so unterschiedlich entwickeln“, sagt Dr. Anja Bauer, Senior Researcher beim NIM.
Die Auswertung verdeutlicht zugleich, dass sich die Konsumstimmung nicht nur nach Alter, sondern auch nach Einkommen und Haushaltstyp unterscheidet. So steigt der Indikator bei Paaren gegenüber dem Vormonat um 17,8 Punkte und bei der Gruppe „Sonstige“ um 18,3 Punkte. Bei Familien geht er dagegen um 5,9 Punkte zurück. In den oberen beiden Einkommensgruppen fällt der Anstieg mit 10,6 beziehungsweise 10,4 Punkten ebenfalls deutlich aus.
Anschaffungsneigung als Indikator für größere Käufe
Für die Elektrogerätebranche ist insbesondere die Anschaffungsneigung von Bedeutung. Dieser Teilindikator erfasst, inwieweit Verbraucherinnen und Verbraucher es angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage für günstig halten, größere Anschaffungen wie Möbel sowie elektrische und elektronische Geräte zu tätigen.
Das NIM weist allerdings darauf hin, dass es sich bei den Ergebnissen um subjektive Stimmungsindikatoren und nicht um direkte Verhaltensdaten handelt. Tatsächliche Käufe hängen zusätzlich von Faktoren wie Liquidität, Notwendigkeit, Preisen und individuellen Umständen ab.
Zudem bezieht sich das Konsumklima ausdrücklich auf die gesamten privaten Konsumausgaben. Der Einzelhandel steht nach Angaben des Instituts – abhängig von der jeweiligen Abgrenzung – lediglich für rund 35 Prozent dieser Ausgaben. Die Daten sollten deshalb nicht unmittelbar mit der Umsatzentwicklung des Handels gleichgesetzt werden.
Rund 2.000 Verbraucher befragt
Die aktuelle Auswertung basiert auf rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt wurden. Der Befragungszeitraum erstreckte sich vom 31. Juli bis zum 10. August 2026.
Der Konsumklimaindikator setzt sich aus Einkommenserwartung, Sparneigung und Anschaffungsneigung zusammen. Das Konsumklima wird seit 1974 regelmäßig und seit 1980 monatlich erhoben. Seit April 2026 übernimmt das NIM neben Auswertung und Analyse auch die gesamte Kommunikation der Studie unter dem Namen „NIM Konsumklima powered by GfK“. Die Daten werden weiterhin von NIQ/GfK erhoben; Methodik, Datenerhebung und Auswertung bleiben laut Institut unverändert.
Autor infoboard.de (10178 Beiträge)
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