Früher ging es vor allem um Consumer Electronics (und Hausgeräte). Dann kamen die Automobile und das Mega-Thema Mobility in all’ seinen Facetten hinzu. Und heute? Der CES-Jahrgang 2024 ist ein spannender Mix für alles, freilich ohne beliebig zu wirken. Während die Autoindustrie in diesem Jahr wohl ohne die ganz großen Show-Effekte das Wüsten-Eldorado bespielt, dürfte das Thema Künstliche Intelligenz (KI) der rote Faden für das Gros der Neuheiten sein.


Zeremonienmeister und Mister CES: Gary Shapiro.

Für Gary Shapiro, wenn man so will Mister CES und Präsident des Branchenverbandes und Messeorganisators Consumer Technology Association, spinnt sich die KI jedenfalls über alle Branchensegmente der CES hinweg. Und natürlich ist die CES vom 9. bis 12. Januar auch einmal mehr ein Tummelplatz für reichlich Skurriles mit teilweise recht fragwürdigem Marktpotential. Aber das sorgt für mediale Branchen-Aufmerksamkeit.

Eine Aufmerksamkeit, die man auch dem IFA-Jahrgang 2024 wünscht. Denn Dienstagabend bin ich im „heute journal“ des ZDF nach 22 Uhr mit einem Beitrag über die CES schlafen gegangen, gut acht Stunden später, Mittwochmorgen mit einem spannenden Hörfunk-Beitrag um 6.45 Uhr auf WDR 5 über die CES-Highlights wieder aufgewacht. So muss das im Sommer auch zur IFA laufen …

Roboter für Vierbeiner & das perfekte Steak

Beispiele gefällig? Da gibt es einen Roboter – nein nicht für die Bodenpflege, Fensterreinigung und den Rasenschnitt – der sich um die Vierbeiner kümmert, ein astreiner smarter Hundesitter also, ausgestattet mit reichlich KI. Oder eine KI-Katzenklappe, die Katzen mit Beute im Mund, also Mäuse oder ähnliches, den Zugang zum Haus verwehrt. Oder eine Maske, die es ermöglichen soll, Telefonate in der Öffentlichkeit zu führen, ohne dass das Umfeld, beispielsweise in der Bahn, zum ungebetenen Mithörer wird. Oder einen selbstlenkenden Kinderwagen, dessen autonome Funktion aber nur dann aktivierbar sein soll, wenn kein Kind im Wagen sitzt oder liegt. Wohl dem, der darin einen Nutzen erkennt…

Die CES ist alljährlich ein Schaufenster starker Marken.

Näher dran am Alltag sind zahlreiche, durchdachte Technologien rund um Wellness und Gesundheit, die beispielsweise Menschen mit Sehschwächen oder Demenzkranken den Alltag erleichtern sollen. Ebenfalls in Las Vegas zu sehen und uns ein wenig an den Insektenstichheiler von Beurer erinnernd: ein Aufsteckgerät fürs Smartphone, dass mittels Wärme bei Insektenbissen für Linderung sorgen soll. Spannend allemal: Ein KI-Grill, bei dem das Fleisch vertikal hineingeschoben wird. Nach Herstellerangaben ein großer Schritt hin zum perfekten Steak.

Der Veranstalter erwartet in diesem Jahr rund 130.00 Besucher in Las Vegas. Das sind mehr als im vergangenen Jahr (118.000), aber weniger als 2020 mit über 170.000 Besuchern.

Matthias M. Machan

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