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Kaffeevollautomaten im Test: Weniger Ausstattung – mehr Genuss

Alles Jahre wieder im Dezember: Die StiWa hat Kaffeevollautomaten im Test.
Alles Jahre wieder im Dezember: Die StiWa hat Kaffeevollautomaten im Test.

Weihnachten steht dann vor der Tür, wenn die Stiftung Warentest (StiWa) wie „alle Jahre wieder“ Kaffeevollautomaten auf Herz und Nieren prüft. Dabei gab es gleich zwei positive Überraschungen: Alle zwölf getesteten Kaffee-Genussverstärker schnitten „gut“ ab. Und: Die günstigeren Geräte machen mitunter den besseren Kaffee. Die Gleichung: Weniger Ausstattung, mehr Genuss. Die günstigeren Modelle von Jura und Siemens brühen – so die „Test“-Tester in der Ausgabe 12.2018 – einen besseren Espresso als ihre teuren Luxusschwestern.

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Für Espresso-Liebhaber ^

Testsieger wurde die S8 von Jura mit der Note 2,0 vor gleich drei knapp dahinter platzierten (Note 2,1) Kaffeevollautomaten von De’Longhi (Primadonna Class), Nivona (Cafe Romatica NICR 859) und Saeco (Xelsis). Jura steht dabei mit der S8 einmal mehr ganz oben auf den Siegertreppchen. „Die Schweizer haben’s zwar nicht erfunden, doch den Dreh raus, was Kaffeevollautomaten angeht“, hieß es von den StiWa-Testern, die die Vollautomaten auf Qualität, Design und Kaffeeresultat prüften.

Ihr Votum war knapp, aber eindeutig: Die Jura S8 ging als Testsieger mit der Bestnote 2,0 aus dem Test hervor. Und auch das Modell D6 der Schweizer glänzte, brühte gar den besten Espresso im Test, obwohl nur halb so teuer wie die große Schwester. Nach den Testsiegern für die E8 und J6 in 2016 und 2017 fuhren die Vollautomaten von Jura damit zum dritten Mal in Folge den Klassensieg ein.

Die Jura S8 in Moonlight Silver ist Testsieger bei der Stiftung Warentest.
Die Jura S8 in Moonlight Silver ist Testsieger bei der Stiftung Warentest.

Die Jura S8 überzeugte die Tester durch das große Display, die vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten, den intensiv schmeckenden Espresso mit fester Crema und einem außerordentlich feinporigen Milchschaum für ein Cappuccino-Erlebnis der Extraklasse. Mit „wenig Schnick-Schnack“ und bestem Espresso-Erlebnis fand auch die Jura D6 großen Anklang bei den Experten und sicherte sich die Note 2,2. Horst Nikolaus, Geschäftsführer der Jura Elektrogeräte, freut sich über den dritten Stiftung Warentest-Testsieg in Folge: „Er unterstreicht passend zur Vorweihnachtszeit, dass unsere Kaffeevollautomaten das ideale Präsent für jene sind, die ihre besonderen Genusserlebnisse zelebrieren.“

Auch die Jura D6 konnte die Testexperten der StiWa überzeugen.
Auch die Jura D6 konnte die Testexperten der StiWa überzeugen.

Für Milchschaumschlürfer ^

Der beste Milchschaum kommt aus Italien: PrimaDonna Class von De’Longhi.
Der beste Milchschaum kommt aus Italien: PrimaDonna Class von De’Longhi.

Der beste Milchschaum kommt aus Italien: PrimaDonna Class von De’Longhi.

Groß ist die Freude auch bei De’Longhi, denn den besten Milchschaum können Kaffee-Liebhaber mit den Kaffeevollautomaten des italienischen Marktführers genießen. So hat Stiftung Warentest der PrimaDonna Class wie der kleineren Schwester der PrimaDonna S Evo als einzigen der zwölf getesteten Maschinen die Bestnote für den Milchschaum verliehen. Damit überzeugt die Jury der De’Longhi Milchschaum zum zweiten Mal in Folge. Der Barista-Check bestätigt: „Der sehr feine Schaum schmeckt ein bisschen nach Vanille. Oben und unten sehr feiner Schaum.“

De’Longhi Brand Manager, Markus Schwichtenberg: „Der ideale Milchschaum sollte fein­porig, cremig und perfekt temperiert sein, damit er nicht zu schnell in sich zusammenfällt. Unser LatteCrema System mischt dafür Milch, Luft und Dampf in einem perfekten Verhältnis zu einem cremig-kompakten Milchschaum, der sich auch gut für Latte Art eignet.”

Macht einen Top-Milchschaum und einen guten Espresso mit feinporiger Crema: PrimaDonna S Evo von De’Longhi.
Macht einen Top-Milchschaum und einen guten Espresso mit feinporiger Crema: PrimaDonna S Evo von De’Longhi.

De'Longhi PrimaDonna S Evo erhält das Stiftung Warentest Siegel „Gut" (2,2) im Bereich Kaffeevollautomaten

Küchenmaschinen: das Mittelmaß regiert ^

Weniger erfreulich indes verlief der Test mit Küchenmaschinen in der gleichen Ausgabe. Das Urteil der „test“-Tester: „Viel Mittelmaß“! Sie sollen Teig kneten, Möhren raspeln, Zwiebeln hacken – doch von den zwölf Küchenmaschinen im Test bewertete die Stiftung Warentest nur zwei Geräte mit einem „gut“, die Food-Prozessoren von Magimix (2,2) und KitchenAid (2,3).

WMF fällt aus – und damit durch ^

Viele andere indes leisten sich grobe Schnitzer bei der Sicherheit, zwei fielen sogar komplett aus: Lidl Silvercrest („Totalausfall im Dauertest“) und überraschenderweise auch das WMF-Modell aus der beliebten Serie der Küchenminis. Das vernichtende Urteil für die Marke mit Premium-Anspruch: „Unzuverlässig. Drei Maschinen fielen im Dauertest vorzeitig aus – jeweils mit anderen Mängeln.“ Macht in der Endabrechnung ein mangelhaft mit der Note 4,7. Für 450 Euro als UVP eine Enttäuschung.

Für die Dezember-Ausgabe der Zeitschrift „test“ wurden Küchenmaschinen zu Preisen von 100 bis 930 Euro geprüft, darunter acht klassische Geräte mit Schwenkarm sowie vier Food-Prozessoren, die von unten angetrieben werden. Von den Küchenmaschinen mit Schwenkarm und Zubehör schafften es einige gut, Möhren zu raspeln, Lauch zu schneiden oder Sahne zu schlagen. Manche Food­Prozessoren bekamen auch einen guten Gugelhupf-Kuchen aus leichtem Rührteig hin.

Keine Maschine im Test hat jedoch in allen Disziplinen überzeugt. Jede im Test hatte halt andere Stärken und Schwächen. Die billigste Maschine im Test, für 100 Euro von Lidl und im Design verdächtig nahe an KitchenAid, knetet zwar Hefeteig gut und schlägt die Sahne luftig, bricht aber im Dauertest recht schnell zusammen.

Sicherheitslücke ^

Bei beiden Gerätetypen, Küchenmaschine mit Schwenkarm und Food­Prozessor, lassen sich meist Mixaufsätze, sogenannte Mixtulpen, anbringen. Die Maschinen werden mit ihnen quasi zu Standmixern, haben aber eine Sicherheitslücke: Die Messer drehen sich auch, wenn kein Deckel die Tulpe schützt. Im schlimmsten Fall könnte jemand hineingreifen und sich die Finger verletzen. Deshalb sind letztlich nur zwei Food­Prozessoren ohne Mixaufsätze mit einem „gut“ aus dem Test hervor gegangen.

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