Blog

Fußball-EM 2016: Es lebe der Sport!

(Bild: pixabay)

Die Fußball-EM 2016 ist in der Startphase, die Mannschaften spielen ums Überleben und spätestens, wenn das Halbfinale in Sicht ist, hat es mich auch gepackt. Nun bin ich eine Frau und sollte eigentlich froh sein, dass es seit Juni 2016 auch eine weibliche Kommentatorin unter all den männlichen gibt. Bin ich aber nicht.

„Frauen sollten sich gegenseitig unterstützen“, tönt meine Freundin Erika selbstbewusst, wenn ich ihr mein Leid klage. „Hauptsache, die Neumann weiß, wovon sie redet!“ Erika schmückt ihr Haus, ihr Auto, ihr Boot mit Deutschlandfahnen, -wimpeln, -girlanden und Außenspiegelüberziehern in Schwarz-Rot-Gold, wenn die deutsche Frauenfußballfrauenschaft zur EM oder WM antritt. Jetzt, bei der Männer-EM, ist bei Anke tote Hose, die nur Claudia Neumann beleben kann.

Nicht, dass ich mich rückständig fühle, aber wir stellen doch schon die Bundeskanzlerin. Müssen wir wirklich überall eine große Rolle spielen? Können wir den Männern nicht wenigstens ihren Fußball und damit ein Stammrevier lassen, in dem sie sich als Hirsch fühlen und rumröhren können? Die große Gefahr ist doch, dass Männer irgendwann nicht mehr wissen, was ein Mann ist – spätestens dann haben wir Frauen auch ein Problem.

Ich habe schon ein kleines Problem damit, dass  mein Mann Kai kein Fußball-Fan und nicht zum öffentlichen Männer-Rudel-Treffen, dem Public Viewing, mitkommen will. Ich habe noch mehr ein Problem damit, wenn ich es mir mit meinen Mädels vor dem Fernseher zu Hause gemütlich mache, wir uns gerade mit dem dritten Bierchen zuprosten und Kai plötzlich wie aus dem Nichts mit einer Kanne selbstgepresstem Kiwi-Mandarinen-Saft vor uns steht. Ich weiß nämlich aus Erfahrung, dass nur ein Glas dieses Saftes binnen Sekunden jeden wieder nüchtern denken lässt, der sich gerade mit Alkohol in Stimmung gebracht hat. Für AutofahrerInnen der Geheimtipp. Für Sofakartoffeln ist diese Flüssigeit überflüssig.

Aber ich will jetzt nicht meckern, denn Kai trauert. Um Muhammad Ali. Den größten Boxer aller Zeiten, für dessen Kämpfe er als Junge schon nachts um vier aufgestanden ist. Mit ihm trauert sein gesamter Box-Club für sechs Wochen. Und das ausgerechnet zur Fußball-EM 2016.

Aber etwas Gutes hat es auch: Neben dem Entsafter kommt unser George-Forman-Tischgrill verstärkt zum Einsatz. Kai gedenkt seines Idols Ali nämlich jeden Tag mit gutem Essen, bestehend aus zarten Rindersteaks von argentinischen Weiden, knackig gegrilltem, mediteranem Gemüse, Fisch, Geflügel und köstlichen Salaten aus Wildkräutern. Und natürlich Kiwi-Mandarinen-Saft. Uns vieren ist es recht, solange wir unser Bierchen behalten dürfen, es passt notfalls auch zu Steaks und Salat.

Wir wünschen Ihnen weiterhin eine spannende Fußball-EM 2016!

Annette Dietzler

Recent Posts

„The Sky is the limit“: De’Longhis Masterplan für ein wachstumsstarkes Geschäftsjahr

In einem Marktumfeld, das derzeit viele Akteure vor erhebliche Herausforderungen stellt, setzt De’Longhi Deutschland ein… Read More

14 Stunden ago

Electroplus küchenplus & licht+concept „Snack Friday“-Spende an brotZeit

Im Rahmen der EK LIVE Frühjahrsmesse in Bielefeld haben electroplus küchenplus sowie licht+concept am 21.… Read More

18 Stunden ago

25 Jahre comTeam und ElectronicPartner: Vom EDV-Verbund zum Technologie-Netzwerk

Zum 25-jährigen Jubiläum blickt comTeam auf eine konsequente Entwicklung vom ursprünglich mitgliedergeführten EDV-Verbund hin zu… Read More

22 Stunden ago

HDE: Jeder zweite Händler erwartet Umsatzminus

Der Einzelhandel startet laut Handelsverband Deutschland (HDE) „ohne richtigen Schwung“ in das Jahr 2026. Grundlage… Read More

2 Tagen ago

Der Fall Ceconomy: Wie China systematisch agiert

Spätestens seit dem Handelsstreit mit den USA ist deutlich geworden, dass Europa vor grundlegenden strukturellen… Read More

2 Tagen ago

GFU/NIQ: Weihnachtsgeschäft wird zum Marathon

Nach dem Fest ist vor dem Fest: Die Weihnachtssaison 2025 brachte in den EU-Kernmärkten und… Read More

2 Tagen ago