Die Electrolux Group hat auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 27. Mai 2026 in Stockholm zentrale Beschlüsse zur Finanzierung und Kapitalstruktur des Unternehmens verabschiedet. Die Aktionäre stimmten sowohl einer Anpassung der Satzung als auch einer bereits angekündigten Kapitalerhöhung mit Bezugsrechten zu.
Im Zuge der Satzungsänderung wurden die Grenzen für das Grundkapital sowie die zulässige Anzahl ausgegebener Aktien deutlich angehoben. Künftig soll das Aktienkapital zwischen 3,3 und 13,1 Mrd. schwedischen Kronen liegen können. Gleichzeitig wurde die mögliche Gesamtzahl der Aktien auf bis zu 2,4 Mrd. Stück erhöht.
Darüber hinaus bestätigte die Hauptversammlung einen Beschluss des Verwaltungsrats zur Ausgabe neuer A- und B-Aktien mit Bezugsrecht für bestehende Aktionäre. Die vollständigen Bedingungen der Kapitalmaßnahme waren bereits am 21. Mai veröffentlicht worden. Mit der Zustimmung der Aktionäre sind nun die Voraussetzungen für die Durchführung der Kapitalerhöhung geschaffen.
Zweidrittelmehrheit erreicht
Der Beschluss erhielt die erforderliche Zweidrittelmehrheit der vertretenen Stimmen und Aktien. Damit wurden zugleich die Bedingungen erfüllt, unter denen Großaktionär Investor AB von einer möglichen Pflicht zur Abgabe eines Übernahmeangebots befreit werden kann, falls das Unternehmen seine Bezugsrechte ausübt und zugesagte Garantien im Rahmen der Kapitalerhöhung erfüllt.
Electrolux verfolgt mit den Maßnahmen die Stärkung seiner finanziellen Basis. Im Zentrum steht darüber hinaus die Kooperation mit Midea, die insbesondere die Produktbereiche Kühlen und Wäschepflege in Nordamerika stärken soll (infoboard.de berichtete). Der Konzern zählt mit Marken wie Electrolux, AEG und Frigidaire zu den weltweit führenden Hausgeräteherstellern und ist in rund 120 Märkten aktiv.
