Stationäre Geschäfte konkurrieren zunehmend mit der Bequemlichkeit und Informationsdichte des E-Commerce. Gleichzeitig wünschen sich Konsumentinnen und Konsumenten vor Ort weiterhin persönliche Beratung. Diese steigenden Erwartungen an Verfügbarkeit, Produktinformationen und Service lassen sich durch Digitalisierung besser erfüllen. Ziel ist nicht der Ersatz, sondern die Ergänzung der menschlichen Interaktion.
Der Status quo zeigt: Während große Ketten seit Jahren in digitale Prozesse investieren, bleiben viele kleinere Betriebe zurückhaltend. Gründe sind Unsicherheiten hinsichtlich Kosten, Nutzen und Akzeptanz. Technologien wie Self-Checkout, digitale Preisschilder oder Click & Collect sind verbreitet, doch digitale Beratungssysteme und vernetzte Kundeninformationen werden seltener eingesetzt. Dabei belegen Studien, dass Beratung vor Ort nach wie vor ein wichtiger Faktor für die Kaufentscheidung ist – der sogenannte „Beratungsklau“ sei laut IFH Köln weniger verbreitet als angenommen.
Das Infoblatt listet fünf zentrale digitale Instrumente auf, die den stationären Handel stärken können:
Diese Technologien ermöglichen effizientere Abläufe, eine höhere Beratungsqualität und gezieltes Cross-Selling. Auch das Unternehmensimage profitiert, wenn digitale Kompetenz sichtbar wird.
Die Digitalisierung bietet dem stationären Handel kein Patentrezept, aber wertvolle Werkzeuge. Entscheidend ist, dass digitale Lösungen die persönliche Beratung nicht ersetzen, sondern unterstützen. Wer es schafft, das Beste aus beiden Welten zu kombinieren, kann sich erfolgreich vom reinen Onlinehandel abheben – und langfristig Kundschaft binden.
Das Infoblatt “Digital durchstarten: Chancen für den stationären Handel” des IFH Köln gibt es hier.
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