„Dieses Vorgehen drängt den stationären Fachhandel aus dem Wettbewerb“, Franz-Josef Hasebrink, Vorstandsvorsitzender EK/servicegroup.
„Dieses Vorgehen drängt den stationären Fachhandel aus dem Wettbewerb“, Franz-Josef Hasebrink, Vorstandsvorsitzender EK/servicegroup.
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„Der Fachhandel kann Krise“: Offener Brief an Altmaier

Der Druck auf Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nimmt zu. Er agiere zu wenig als Sprachrohr für die Wirtschaft, wird immer wieder von Verbandseite kolportiert, die im gleichen Atemzug Familienministerin Franziska Giffey als prominentes Gegenbeispiel für eine schlagkräftige Interessensvertretung nennt. Entsprechend voll ist Altmaiers Postfach. Neben einem Brief von Ernst Schaible (Der Kreis) hat Altmaier diese Woche auch Post von der EK/servicegroup bekommen.

Franz-Josef Hasebrink, Vorstandsvorsitzender EK/servicegroup, an Altmaier: „Wir sind uns einig, dass die Sicherheit und Gesundheit der Bürger an erster Stelle stehen. Im Rahmen dieser Einschränkungen allerdings muss ein verantwortungsbewusster Umgang möglich bleiben. Der inhabergeführte Einzelhandel ist sich dieser Verantwortung im hohen Maße bewusst.“

Die Entscheidung der Ministerpräsidenten-Runde mit der Bundeskanzlerin, den Lockdown voraussichtlich bis zum 7. März zu verlängern, kommentiert Hasebrink so: „Selbstverständlich sind wir enttäuscht von Beschlüssen, die nicht auf einer differenzierten Bewertung der tatsächlichen Gefahrenherde basieren, sondern vorrangig bestehende Maßnahmen verlängern. Dieses Vorgehen drängt den stationären Fachhandel aus dem Wettbewerb. Die Konsequenz sind vernichtete Existenzen, der Niedergang von Geschäften, die teilweise über Generationen aufgebaut wurden und Innenstädte, die von Filialisten überrollt werden und jeden Charme verlieren. Niemand kann das wollen.“ 

Einzelhändler seien Unternehmer, die die Gesundheit ihrer Kunden und Teams in den Mittelpunkt stellen. Einlassordnungen und Hygieneregeln werden konsequent durchgesetzt, Laufwege und Abstandsgebote akribisch ausgewiesen. „Hier drängelt niemand, der Fachhandel ‚kann Krise‘, so Hasebrink. Deshalb sei es jetzt höchste Zeit, die Strategien zu überarbeiten. „Mit einer Politik des ‚Weiter so‘ und der nicht ausreichenden Unterstützung sind wir nicht einverstanden. Wir fordern ein klareres und differenzierteres Öffnungsszenario sowie weitere und gerechte Ausgleichszahlungen für den Fachhandel. 

Den kompletten Brief von Hasebrink an Altmaier finden Sie hier.

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