„Die aktuelle Situation ist herausfordernd, aber sie wird als Katalysator für die Transformation unseres Geschäftsmodells dienen“, Ceconomy CEO Dr. Bernhard Düttmann.
Rabenschwarze Woche für Ceconomy (nicht nur) an der Börse in den vier Handelstagen nach Ostern: Mit einem dicken Minus von 35,38 % verbilligte sich die Ceconomy-Aktie von 2,79 EUR auf 1,86 EUR am gestrigen Freitag. Damit führt die Mutter von MediaMarkt und Saturn einmal mehr die Liste der Verlierer an der Börse an.
Und die Nachrichten sind ja auch deprimierend: Bis auf ganz wenige Ausnahmen (u.a. Niederlande, Schweden, Ungarn) sind die Märkte beider Marken auch weiterhin vom „Shut-down“ des Handels betroffen. Alle 428 deutschen Märkte sind seit dem 19. März geschlossen. Das lässt sich aber nur teilweise durch einen deutlichen Anstieg im Online-Geschäft kompensieren.
In einer Ad-hoc-Mitteilung hat Ceconomy gestern Abend (17. April) die vorläufigen Zahlen zum 2. Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 – mit einer starken, Corona-bedingten Bremsspur im Monat März bekannt gegeben. In den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2019/20 hat die Ceconomy zwar eine solide Umsatz- und Ergebnisentwicklung erzielt, die sich „voll im Rahmen der Erwartungen“ bewegte. Seit Mitte März sind jedoch die negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das gruppenweite Geschäft deutlich spürbar.
Auf Basis vorläufiger Zahlen erwartet Ceconomy daher für das zweite Quartal 2019/20 einen Rückgang des währungs- und portfoliobereinigten Umsatzes von rund -6,6 %. In den ersten zwei Monaten des zweiten Quartals vor Ausbruch der Pandemie verzeichnete das Unternehmen noch eine Steigerung des währungs- und portfoliobereinigten Umsatzes von 3,7%.
Ceconomy CEO Dr. Bernhard Düttmann zur aktuellen Situation: „Seit Mitte März sind die Auswirkungen der regulatorischen Entscheidungen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie gruppenweit spürbar. Ceconomy hat unverzüglich darauf reagiert. In den vergangenen Wochen ist unser Online-Geschäft stark gewachsen. Zudem haben wir umfangreiche Kosten- und Liquiditätsmaßnahmen eingeleitet. Gleichzeitig blicken wir in die Zukunft und bereiten die Wiedereröffnung nach dem Lockdown vor. Die aktuelle Situation ist herausfordernd, aber sie wird als Katalysator für die Transformation unseres Geschäftsmodells dienen.“
infoboard.de wird in seinem Business-Newsletter am kommenden Donnerstag (23. April) detailliert auf die Zahlen zum 2. Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 eingehen.
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