Omnichannel Vertrieb und die Relevanz moderner B2B Fulfillment Prozesse im Elektrogerätehandel

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Das Wichtigste in Kürze (KI-Zusammenfassung)
  • 67 Prozent der Marken bauen ihre B2B-Kapazitäten aus, um neue Handels- und Großhandelskanäle zu erschließen.
  • 39 Prozent der Konsumenten vertrauen Marken mehr bei Multi-Channel-Verfügbarkeit, bei Gen Z steigt dieser Wert auf 56 Prozent.
  • 35 Prozent der Händler haben Schwierigkeiten mit Bestandstransparenz und Synchronisation über verschiedene Kanäle hinweg.
  • Pünktliche und vollständige Lieferungen (OTIF) sind für 42 Prozent der Marken der wichtigste KPI im B2B-Bereich.
  • Stationäre Verkaufsflächen bleiben zentral für die Erstberührung mit Produkten und Marken im Elektrogerätehandel.

Eine aktuelle Marktanalyse verdeutlicht die steigende Bedeutung von B2B-Kanälen für Markenhersteller und zeigt auf, welche operativen Herausforderungen sowie Potenziale sich für den stationären Elektrogerätehandel ergeben.

Eine Erhebung von Emarketer prognostiziert, dass die Umsätze im Omnichannel-Einzelhandel bis zum Jahr 2030 auf 753 Milliarden US-Dollar anwachsen werden. Vor diesem Hintergrund erweitern viele Marken ihre Vertriebskanäle über das direkte Endkundengeschäft (Direct-to-Consumer, DTC) hinaus in Richtung Handelsdistribution.

Bedeutung von B2B Kanälen und Marktplätzen

Unter B2B werden in diesem Kontext die operativen Fähigkeiten verstanden, die ein Hersteller benötigt, um Waren über den eigenen DTC-Kanal hinaus an andere Händler oder Distributoren zu verkaufen. Laut einer Branchenumfrage bauen 67 Prozent der befragten Marken ihre B2B-Kapazitäten aus, um neue Handels- und Großhandelskanäle zu erschließen. Zudem nutzen 56 Prozent der Marken marktplatzabgewickelte Kanäle.

Bei Marken, die ihre Vertriebswege erweitert haben, bilden B2B-Kanäle eine wesentliche Einnahmequelle: Bei 80 Prozent der befragten Unternehmen stammen zwischen 25 und 75 Prozent des Gesamtsatzes aus B2B-Kanälen. Zudem gaben 53 Prozent der Marken an, dass der Aufbau einer Präsenz auf Marktplätzen für sie die oberste Priorität in den kommenden zwei Jahren darstellt.

Kaufverhalten und Relevanz für den Elektrogerätehandel

Die Befragung von Konsumenten im Jahr 2026 verdeutlicht unterschiedliche Präferenzen je nach Altersgruppe:

  • 27 Prozent der Babyboomer entdecken neue Marken erstmals im stationären Geschäft.
  • 28 Prozent der Millennials kauften 2026 häufiger auf Händler-Websites als andere Altersgruppen.
  • 31 Prozent der Angehörigen der Gen Z kaufen häufiger in physischen Geschäften ein, womit sie alle anderen Altersgruppen übertreffen.
  • Social Commerce wird primär von jüngeren Zielgruppen genutzt: 21 Prozent der Gen Z und 16 Prozent der Millennials kauften 2026 häufiger über soziale Plattformen, während 84 Prozent der Babyboomer diesen Kanal nicht nutzen.

Gleichzeitig zeigt sich ein Einfluss auf die Markenwahrnehmung: 39 Prozent der Konsumenten vertrauen Marken mehr, wenn diese über verschiedene Kanäle wie Marktplätze und Händler-Websites verfügbar sind. Bei der Gen Z liegt dieser Wert bei 56 Prozent, bei den Millennials bei 40 Prozent.

Für den stationären Elektrogerätehandel bedeutet dies, dass Verkaufsflächen weiterhin ein zentraler Ort für die Erstberührung mit Produkten und Marken darstellen. Zudem bestätigt die stärkere Markenwahrnehmung bei Multi-Channel-Präsenz, dass reine Online- oder reine Offline-Strategien isoliert weniger Vertrauen schaffen als eine saubere Verzahnung der Kanäle.

Operative Herausforderungen im Fulfillment

Bei der Umsetzung von Omnichannel-Strategien stehen Unternehmen vor spezifischen operativen Hürden:

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  • 35 Prozent der Händler berichten von Schwierigkeiten bei der Bestandstransparenz, der Zuweisung und der Synchronisation über verschiedene Kanäle hinweg.
  • 34 Prozent der Marken haben Probleme, die Compliance-Vorgaben oder Richtlinien zur Routenführung der Handelspartner einzuhalten.
  • 28 Prozent der Händler sehen im Retourenmanagement und der Umkehrlogistik eine primäre Herausforderung.

Inkonsistente Bestände und häufige Fehlbestände (Stockouts) führen zu Frustration bei Kunden. Im Elektrogerätehandel führt ein nicht lieferbares Gerät im Laden oder ein falsch angezeigter Online-Bestand direkt zum Kaufabbruch oder Wechsel zur Konkurrenz.

Zur Bewertung der B2B-Effizienz setzen Marken auf spezifische Leistungsindikatoren (KPIs). 42 Prozent der Befragten nennen die Quote der pünktlichen und vollständigen Lieferungen (On-Time, In-Full / OTIF) als wichtigsten KPI. An zweiter Stelle stehen der Prozentsatz und der Betrag von Rückbelastungen (Chargebacks) mit 28 Prozent, gefolgt von der Bestandsgenauigkeit mit 25 Prozent.

Shauna Bowen, EVP bei Radial, kommentierte die Entwicklungen wie folgt:

“Over two thirds of brands want to expand their retail, wholesale, and marketplace capabilities, capture customer demand, and open up new paths for growth. These brands will need the right blend of technology and operational know-how to be present on the right channels for their customers while successfully protecting their bottom line. That’s where a trusted partner can really accelerate the process.”

Die Priorisierung einer pünktlichen und vollständigen Belieferung lässt sich direkt auf den stationären Elektrohandel übertragen, da Lieferverzögerungen bei Groß- oder Kleingeräten zu leeren Regalen und Verkaufsverlusten führen.


Die ganze Studie gibt es hier.

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