Eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft zeigt, wie 16- bis 29-Jährige in Deutschland kochen und essen. Demnach bereitet mehr als die Hälfte täglich Mahlzeiten zu Hause selbst zu, 71 Prozent entscheiden bewusst über ihre Ernährung. Zugleich spielen Protein, Fleisch und digitale Informationsquellen eine wichtige Rolle.
Selbst kochen und bewusst entscheiden
Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, täglich selbst zubereitete Mahlzeiten zu Hause zu essen. Bei Frauen liegt der Anteil etwas höher als bei Männern. Gleichzeitig sagen 71 Prozent, dass sie täglich eher oder sehr bewusst entscheiden, was auf den Teller kommt.
Als wichtige Ziele ihrer Ernährung nennen die Befragten vor allem Gesundheit und Wohlbefinden. Mehr als die Hälfte möchte durch die eigene Ernährung gesund bleiben, rund zwei von fünf wollen sich besser fühlen. Etwa ein Drittel möchte körperlich fitter sein und gut aussehen.
Auch Geschmack und Alltagstauglichkeit spielen eine Rolle. Rund zwei Drittel bezeichnen Geschmack als besonders wichtig. Knapp die Hälfte achtet auf Nährstoffe und einen günstigen Preis, rund zwei von fünf auf eine einfache Zubereitung.
Protein und Fleisch spielen eine wichtige Rolle
Gut sieben von zehn Befragten ist es wichtig, ausreichend Protein aufzunehmen. Bei den bevorzugten Proteinquellen liegen Eier und Geflügelfleisch mit jeweils gut der Hälfte vorn. Danach folgen Milchprodukte sowie Proteinpulver, Rindfleisch und Fisch.
Beim Ernährungstyp ordnen sich 30 Prozent als flexitarisch ein, 35 Prozent essen regelmäßig Fleisch und 18 Prozent machen ihre Ernährungsweise von der jeweiligen Situation abhängig. Insgesamt zählen damit nach Darstellung der Studie 83 Prozent zu Ernährungsformen, bei denen Fleisch zumindest teilweise eine Rolle spielt. Elf Prozent geben an, vegetarisch oder vegan zu leben.
Wolfgang Schleicher, Geschäftsführer des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft, sagt: „Die Civey-Umfrage räumt auch mit dem Mythos einer überwiegend veganen oder vegetarisch lebenden Generation Z auf: Diese oft zu lesende Wahrnehmung ist falsch. Fleisch ist auch in der Gen Z Mainstream. Die Gen Z kocht selbst. Sie entscheidet bewusst und weiß genau, was ihr wichtig ist: Guter Geschmack, Gemeinschaftserlebnis, ausreichende Proteinversorgung, der Preis und eine einfache Zubereitung müssen zusammenpassen. Geflügelfleisch trifft genau diesen Nerv: Es schmeckt, liefert hochwertiges Protein und lässt sich unkompliziert mit Gemüse, Salaten oder Bowls kombinieren.“
Bei der bevorzugten Fleischsorte liegt Geflügel laut Studie mit 52 Prozent vor Rindfleisch mit 23 Prozent und Schweinefleisch mit 15 Prozent. Bei Frauen fällt die Präferenz für Geflügel mit 57 Prozent höher aus als bei Männern mit 46 Prozent.
Digitale Kanäle beeinflussen Ernährung und Rezeptideen
Essen ist für viele Befragte auch ein Thema für soziale Medien. Jede fünfte Person zwischen 16 und 29 Jahren teilt demnach täglich Bilder oder andere Inhalte rund um das eigene Essen. Fast zwei von fünf veröffentlichen mindestens einmal pro Woche entsprechenden Content.
Als Grund für Food-Posts nennt gut ein Drittel das Aussehen der Gerichte. Drei von zehn möchten Erinnerungen festhalten, gut ein Viertel besonderes Essen mit anderen teilen. Likes spielen demgegenüber eine kleinere Rolle und werden von etwa jedem Siebten genannt.
Auch bei der Suche nach Inspiration und Informationen werden digitale Angebote genutzt. 39 Prozent recherchieren aktiv im Internet. Jeweils 26 Prozent orientieren sich an Social-Media-Trends oder nutzen Anwendungen mit künstlicher Intelligenz. 25 Prozent folgen Influencern und Content Creators, 21 Prozent greifen auf Ernährungs-Apps oder Tracker zurück und 14 Prozent lesen Online-Artikel oder Blogs.
Für die Studie befragte Civey im Auftrag des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft vom 15. bis 18. Juli 2026 insgesamt 2.000 Personen im Alter von 16 bis 29 Jahren online. Die Ergebnisse sind laut Studienangaben unter Berücksichtigung von Quotierungen und Gewichtungen sowie eines statistischen Fehlers von 2,5 Prozentpunkten repräsentativ.
Autor infoboard.de (10144 Beiträge)
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