„test“-Test: Drei Kratzer am Thermomix

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Testsieger, allerdings nur für den kleinen Hunger: Die Prep & Cook von Krups.
Testsieger, allerdings nur für den kleinen Hunger: Die Prep & Cook von Krups.

Es ist der mediale Aufreger des aktuellen „test“-Magazins 12.2015 der Stiftung Warentest: Gleich drei Küchenmaschinen mit Kochfunktionen schlagen den Thermomix, die Kult-Maschine aus Wuppertal. Nicht die umfangreichen Tests zu Christstollen, Lichterketten und Fernseher sorgen von der Lokalpresse bis in die FAZ für Aufmerksamkeit, sondern die drei Kratzer am Thermomix, dem 1.110 Euro teuren Multifunktionsrührer mit eingebauter Heizung. Für die drei Kratzer am Lack des Thermomix sorgen die Küchenmaschinen von Kenwood, KitchenAid und Krups, die alle drei punktgleich mit der Note 2,4 die Nase vorn haben.

Viel Lärm um nichts?

Bei der Cooking Chef KM 096 von Kenwood, die dem Thermomix preislich in nichts nachsteht, loben die Tester das Zubehör und die mannigfaltigen Funktionen, bemäkeln aber den Platzbedarf, das Gewicht und den nicht gesicherten Mixaufsatz.

Kaffee+ im Text

Für den großen Hunger wird der Artisan Cook Processor von KitchendAid empfohlen, für den kleinen Hunger eher die Prep & Cook von Krups, die im Test die kalten Speisen am besten zubereitet. Und was macht der BestSeller von Vorwerk? Wird für die beste Handhabung und das beste Kochbuch im Test gelobt, aber für die Umwelteigenschaften, vor allem die Lautstärke abgestraft.

Besonders gut in den Kern-Kompetenzen „Kochen“ und „Kalte Speisen“ schneidet die „Prep&Cook“ von Krups ab. Weitere Pluspunkte für die Tester sind das intuitiv zu bedienende Display, die Menüführung in deutscher Sprache sowie große Knöpfe und Schrift. Und: vier verschiedene Werkzeuge, die in einer Aufbewahrungsbox verstaut werden können, sorgen für Top-Ergebnisse beim Zerkleinern, Aufschlagen, Emulgieren, Vermischen und Kneten.

Und wo ist James?

Zugegeben, einige Maschinen haben wir im Test vermisst: Den „James“ von Severin etwa oder bei den Blender CB 2200 von Caso. Alle getesteten Maschinen aber, so das Fazit der „test“-Tester, haben ihre Stärken und Schwächen. Vor allem sind sie laut. Mit Werten zwischen gemessenen 79 (Kenwood) und 91 (Thermomix) Dezibel zählen sie zu den „Marktschreiern“ in der Küche. Zum Vergleich: Eine Waschmaschine im Schleudergang kommt „nur“ auf 69 Dezibel. Wer also eine Minestrone im Thermomix kocht oder einen Hefeteig zubereitet, kann sich die Gespräche in der Küche eigentlich sparen. Zu laut!