Samsung zeigte auf der IFA 2026 neue Kühlgeräte und erweiterte den Family Hub durch Google Gemini um zusätzliche Funktionen zur Lebensmittelerkennung und Organisation.
Mit dem Update für den Family Hub entwickelte Samsung den Kühlschrank als vernetzte Organisations- und Informationszentrale weiter. Google Gemini ergänzt die bisherige Lebensmittelerkennung und soll insbesondere eine größere Vielfalt frischer, verarbeiteter und verpackter Lebensmittel identifizieren.
Bislang erkannte Samsung AI Vision Inside nach Unternehmensangaben bis zu 37 frische Lebensmittel sowie 50 vorab registrierte verarbeitete Produkte. Mit dem neuen Update erweitert sich dieser Umfang deutlich. Auch selbst beschriftete Behälter mit vorbereiteten Speisen, Resten oder umgefüllten Lebensmitteln können nun automatisch in die digitale Lebensmittelliste aufgenommen werden.
Damit soll der Bestand im Kühlschrank transparenter werden. Nutzerinnen und Nutzer können nachvollziehen, welche Lebensmittel vorhanden sind, was noch verbraucht werden sollte und welche Produkte beim nächsten Einkauf fehlen.
Auf Grundlage der digitalen Lebensmittelliste erstellt die Funktion „What’s for Today?“ personalisierte Rezeptvorschläge. Samsung nennt als Beispiele Gerichte, die sich aus bereits vorhandenem Gemüse oder Obst zubereiten lassen.
Ofenrezepte können über Samsung Food aufgerufen und an einen kompatiblen Bespoke AI Backofen übertragen werden. Die FoodNote-Funktion analysiert darüber hinaus, welche Lebensmittel im Haushalt regelmäßig verwendet werden, und erstellt daraus Rezeptimpulse sowie Vorschläge für Nachbestellungen.
Das Gemini-Update ist für Family-Hub-Modelle mit AI Vision Inside sowie für das Bespoke AI French Door Modell RM94F verfügbar. Auch bereits vorhandene kompatible Geräte können das Update erhalten.
„Der Kühlschrank ist für viele Familien zentraler Treffpunkt“, sagt Diana Diefenbach, Senior Manager Technical Product Management and Communication bei Samsung Electronics GmbH. „Wir entwickeln unseren Family Hub zum echten Home Companion weiter – einem vernetzten Begleiter, der Informationen zusammenführt, Routinen erleichtert und dabei hilft, den Alltag zuverlässiger zu organisieren.“
Neben dem Lebensmittelmanagement baute Samsung auch die organisatorischen Funktionen des Family Hub weiter aus. Der Family Hub RF9000 verfügt über ein 21,5 Zoll großes Display und kombiniert verschiedene Informationen über die Funktion Now Brief.
Über die integrierte Spracherkennung können Inhalte einzelnen Nutzerinnen und Nutzern zugeordnet werden. Dazu gehören Termine, Wetterinformationen, Rezeptideen, der Status vernetzter Geräte sowie Informationen aus Samsung Health und Family Care.
Darüber hinaus lassen sich Kalender, Nachrichten und Fotos teilen. Musik und Videos können direkt am Gerät genutzt werden, kompatible Smart-Home-Produkte werden über SmartThings gesteuert.
Neben den Softwarefunktionen zeigte Samsung auf der IFA auch neue Kühlgeräte, bei denen eine bessere Integration in moderne Küchen im Mittelpunkt stand.
Das neue French-Door-Modell mit geringem Spaltmaß benötigt laut Hersteller lediglich vier Millimeter Seitenabstand und 20 Millimeter Abstand nach oben. Dadurch kann das Gerät deutlich näher an Möbeln und Wänden positioniert werden als klassische freistehende Kühlgeräte.
Die Türen lassen sich trotz der nahezu bündigen Integration bis zu 108 Grad öffnen. Das Gerät ist 185 Zentimeter hoch und bietet ein Nutzvolumen von 648 Litern. Die SpaceMax-Technologie ermöglicht durch eine optimierte Isolierung dünnere Innenwände und damit mehr nutzbaren Stauraum bei unveränderten Außenmaßen.
Zur weiteren Ausstattung gehören Wi-Fi, SmartThings sowie ein automatisch nachfüllender Wasserkrug im Innenraum. Auf den Digital-Inverter-Kompressor gewährt Samsung zehn Jahre Garantie.
Für Küchen mit geringerem Platzangebot stellte Samsung außerdem die neue Slim French Door Serie vor. Die fünf Modellvarianten sind 83,4 Zentimeter breit und damit nach Angaben des Herstellers fast sieben Zentimeter schmaler als viele Geräte vergleichbarer Bauart.
Das Nutzvolumen beträgt 535 Liter. Je nach Ausführung sind die Modelle unter anderem mit einem Wasserspender ausgestattet.
Für zusätzliche Flexibilität sorgt die Conversion Zone. Dieser Bereich lässt sich in einem Temperaturbereich zwischen -20 und +5 Grad Celsius wahlweise als Kühl- oder Gefrierzone verwenden. Damit kann der Innenraum beispielsweise für größere Einkäufe oder zusätzlichen Getränkevorrat angepasst werden.
All-Around Cooling verteilt die Temperatur im Innenraum, während Wi-Fi und SmartThings die Geräte in das vernetzte Zuhause einbinden.
Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts waren neue 185 Zentimeter hohe Kühl-Gefrierkombinationen. Samsung stellte erstmals Modelle dieser Größe in den Energieeffizienzklassen A und B vor.
Die neue Bottom-Mount-Freezer-Serie umfasst drei Modelle in verschiedenen Farben. Damit adressiert Samsung nach eigenen Angaben auch preisgünstigere Marktsegmente mit Geräten der höheren Energieeffizienzklassen.
Über SmartThings lässt sich der Energieverbrauch kontrollieren. Der SmartThings AI Energy Mode berücksichtigt das Nutzungsverhalten und passt unter anderem die Kompressorgeschwindigkeit sowie die automatische Abtaufunktion im Gefrierteil an. Dadurch lässt sich der Energieverbrauch nach Herstellerangaben um bis zu 15 Prozent reduzieren.
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