Beurer Geschäftsführer Sebastian Kebbe im Gespräch mit Gitta Connemann, Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung. Fotos: Beurer GmbH
Im Rahmen ihrer Rundgänge über die IFA 2026 besuchten Gitta Connemann und Hildegard Bentele den Messestand von Beurer. Sebastian Kebbe empfing die beiden Politikerinnen zu Einzelgesprächen und stellte ihnen neben ausgewählten Neuheiten auch aktuelle Themen aus der Unternehmenspraxis vor.
Im Fokus standen insbesondere die zunehmende regulatorische Belastung mittelständischer Unternehmen sowie nach Einschätzung von Beurer ungleiche Wettbewerbsbedingungen im grenzüberschreitenden Onlinehandel.
Ein zentrales Thema der Gespräche war das neue EU-Garan-Label. Dieses muss künftig verwendet werden, wenn Hersteller freiwillig eine gewerbliche Haltbarkeitsgarantie anbieten, die über die gesetzliche Gewährleistung hinausgeht.
Beurer sieht in der konkreten Umsetzung der Vorgabe praktische Schwierigkeiten. Nach Einschätzung des Unternehmens entsteht zusätzlicher administrativer Aufwand. Gleichzeitig könne die verständliche Kommunikation freiwilliger Garantieleistungen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern erschwert werden.
„Der Mittelstand braucht Regeln, die Verbraucher wirksam schützen und sich zugleich in der Praxis umsetzen lassen. Beim GARAN-Label erleben wir, wie eine gut gemeinte Vorgabe neue Hürden schaffen und am Ende sogar zulasten der Verbraucherinnen und Verbraucher gehen kann. Gleichzeitig müssen die bestehenden Anforderungen im internationalen E-Commerce konsequent durchgesetzt werden. Wer seine Produkte in Europa anbietet, muss sich an dieselben Standards halten – unabhängig davon, von wo aus er verkauft“, betont Sebastian Kebbe, Geschäftsführer von Beurer.
Neben dem Thema Bürokratie sprach sich Beurer für eine konsequentere Regulierung und Kontrolle des grenzüberschreitenden Onlinehandels aus. Aus Sicht des Unternehmens sind insbesondere bei internationalen Marktplätzen und Niedrigpreis-Onlinehändlern wirksamere Maßnahmen erforderlich, damit für Anbieter vergleichbare Standards gelten.
Dabei geht es nach Darstellung von Beurer vor allem um die Durchsetzung bereits bestehender Anforderungen. Unternehmen, die Produkte auf dem europäischen Markt anbieten, sollten sich unabhängig von ihrem Sitz an dieselben Vorgaben halten.
Für mittelständische Hersteller ist dieser Punkt auch deshalb relevant, weil regulatorische Anforderungen, Produktsicherheit und Dokumentationspflichten mit Kosten verbunden sind. Werden entsprechende Standards nicht bei allen Marktteilnehmern gleichermaßen durchgesetzt, sieht Beurer Wettbewerbsnachteile für Unternehmen, die diese Anforderungen vollständig erfüllen.
Neben den politischen und regulatorischen Themen informierten sich Connemann und Bentele auch über ausgewählte Neuheiten, die Beurer auf der IFA 2026 präsentierte.
Kebbe stellte unter anderem die Kinder-Schallzahnbürste SC 11 sowie die Wärmezudecke HD 72 Waffle vor. Damit verband der Messestand den Austausch über wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen mit einem Einblick in aktuelle Produktentwicklungen des Unternehmens.
Für Beurer bot der Besuch die Gelegenheit, Themen aus dem mittelständischen Unternehmensalltag unmittelbar mit politischen Vertreterinnen zu diskutieren und zugleich die eigenen Produktaktivitäten auf der IFA vorzustellen.
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