Markt & Branche

Miele 4.0 in Brüssel: Virtueller Schein ersetzt analoges Sein

Die Vorgabe ist ambitioniert: Ziel des neuen Miele Experience Center in Brüssel ist es, auf einer limitieren Fläche das gesamte Produktspektrum der Gütersloher lebendig zu präsentieren. Dabei soll das Premium-Markenimage betont, die Customer Journey als Erlebnis inszeniert werden.

In puncto Innovationen für Hausgeräte in Küche und Waschküche macht Miele – wenn man mal von den Staubsauger-Trends der Gegenwart absieht, auf deren Zug man vergleichsweise spät aufgesprungen ist – kaum einer was vor. Bekannt sind auch die Investitionen in diverse Startups, die den Blick in die Zukunft wie über den Tellerrand richten. Und dennoch regiert in Ostwestfalen in der Kommunikation der Marke eher das unternehmerische Understatement. Doch Miele kann auch zukunftsweisende digitale Technologien. Ausgewählte Besucher bekommen von Miele 4.0 im Gütersloher Stammwerk einen Eindruck, alle anderen müssen die Reise nach Amsterdam oder, ganz neu, nach Brüssel antreten.

Hochwertiges Markenerlebnis ^

Dort hat der Göttinger Consultant und Systemintegrator xplace im Miele Experience Center ein Digital Signage-Gesamtkonzept als zentrales Element des Miele Store-Formats installiert. Interaktive digitale Touchpoints ersetzen hier ganz bewusst flächenintensive Produktpräsentationen und ermöglichen dennoch (oder gerade deswegen) ein hochwertiges Markenerlebnis.

Auch im Brüsseler Experience Center setzt xplace drei entscheidende Ziele des Digitalisierungskonzepts der Own-Retail-Stores von Miele um: auf limitierter Fläche das gesamte Produktspektrum lebendig zu präsentieren, das Premium-Markenimage zu unterstreichen und die Customer Journey am POS zu einem rundherum eindrucksvollen Erlebnis zu machen. Die Göttinger Experten für die POS-Digitalisierung installierten dafür auf 200 Quadratmetern Ausstellungsfläche u.a. Beratungslösungen zur Produktinformation (Virtual Shelves) sowie großformatige Displays für den bewegten Imagecontent. Ergänzt werden letztere mit einem automatisierten Ambient-Lightning- sowie einem leistungsfähigen Sound-System.

Ein echter Hingucker: die virtuelle Waschmaschine.

Virtuelle Kochflächen ^

Highlights des Stores sind – wie in Amsterdam – die virtuelle Waschmaschine, die einen spannenden Blick in ihr Inneres bietet, sowie die so genannten Hobs- und Built-in Systeme. An diesen virtuellen Kochflächen, Öfen und Kaffeemaschinen können sich Kunden beispielsweise sämtliche Kochflächen-Produktvarianten virtuell in Originalgröße zusammenstellen. Die in Zusammenarbeit mit Miele individuell entwickelten Systeme gelten als Branchenmaßstab.

Der Produkt-Content für alle Signage-Komponenten kommt aus der (internationalen) Miele Produktdatenbank. Die Inhalte sind dabei auf Knopfdruck auf das Sortiment des jeweiligen Landes anpassbar und können auch mehrsprachig ausgespielt werden – in Belgien etwa auf Flämisch oder Französisch.

Mehr virtueller Schein als analoges Sein: eine interaktive Kochfläche.

Grundlage für den Smart-Store ^

Der direkte Nutzen für das Markenerlebnis im Store wird durch Interaktionsdaten erweitert, die die digitalen Touchpoints laufend erfassen. xplace-CEO Marco Wassermann: „Miele hat mit dem Digital Signage-Gesamtkonzept die Grundlage für den Smart Store gelegt. Denn die digitalen Touchpoints spielen nicht nur Content aus, sondern können zugleich Informationen zum Kundenverhalten sammeln.“ Mit den eindrucksvollen Auftritten in Amsterdam und Brüssel verfolgt Miele eine international einheitliche Markenkommunikation auf höchstem Digitalisierungs-Niveau. Chapeau!

Matthias M. Machan

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