BSH Standort Dillingen: Über 2.700 Mitarbeitende arbeiten hier in Entwicklung, Produktion und Auslieferung von jährlich über 2,5 Millionen Geschirrspülern. Das Werk zählt zu den modernsten der Welt. Fotos: BSH
In einer Reportage („Krise in der Küche“) in der Wochenend-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung (SZ) vom 24. Februar 2024 äußert sich Matthias Metz, seit Oktober 2022 Vorsitzender der Geschäftsführung der BSH Hausgeräte, dezidiert zum Stellenabbau der Bosch-Tochter BSH. Demnach sollen bereits in diesem Jahr die ersten eintausend Stellen gestrichen werden, davon 450 hierzulande.
Der Stellenabbau soll sozialverträglich umgesetzt werden. Betriebsbedingte Kündigungen will die Bosch-Hausgerätesparte eigenen Angaben zufolge vermeiden. Metz in der SZ wörtlich: „Unsere Werke sind nicht im Fokus. Dort wollen wir die Stammbelegschaft halten – auch, um bei erstarkenden Märkten auf einen höheren Absatz vorbereitet zu sein.“
Dem Unternehmen zufolge müssen die Komplexität wie die Kosten deutlich reduziert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Dies gelte vor allem angesichts der sich rapide veränderten Marktlage und der anhaltend schwierigen und rückläufigen wirtschaftlichen Situation. Es sei zwingend notwendig, die Organisation an die neue Strategie und die Wachstumsmärkte anzupassen.
Metz zeigte zudem Verständnis dafür, wenn Firmen verstärkt im Ausland investierten. Es sei, lesen wir in der SZ, „rational schon nachvollziehbar, wenn Unternehmen angesichts überbordender Regulierung und Bürokratie, der Energiekosten und sonstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland über Standortentscheidungen im Ausland nachdenken“. Wörtlich fügte der BSH-CEO hinzu: „Es ist ja nicht gottgegeben, dass die deutsche und europäische Wirtschaft, die heute stark ist, auch noch in zehn oder 20 Jahren stark ist. Das ist kein Automatismus.”
Die vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeiter aus den „indirekten Bereichen“ sollen in eine Transformationseinheit wechseln, in der sie für interne Stellen oder auch für den externen Arbeitsmarkt qualifiziert werden. Die BSH reagiert damit auf die eingebrochene Nachfrage nach Waschmaschinen, Kühlschränken und anderen Küchengeräten sowie den steigenden Kostendruck in der Branche. Und auch durch die Krise im Bausektor bekommt die BSH wie andere auch (u.a. AEG, Miele, Liebherr) massiven Gegenwind zu spüren: Weil immer weniger Neubauten entstehen, werden eben auch signifikant weniger Einbauküchen verkauft.
Die BSH Hausgeräte GmbH – ehemals Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH – wurde 1967 als Joint Venture von Bosch und Siemens gegründet. Heute gehören zur Bosch-Hausgerätesparte die Top-Marken Bosch, Siemens, Gaggenau und Neff.
Erst Anfang Februar hatte Miele angekündigt, bis zu 2.700 von 23.000 Stellen zu streichen oder nach Polen zu verlagern. Und auch bei Electrolux mit der Top-Marke AEG regiert der Rotstift. Der Befund ist, wenig überraschend, bei allen gleich: Einbruch der Nachfrage bei gleichzeitig drastischen Preissteigerungen!
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