Einkaufserlebnisse definieren sich heute immer mehr über Faktoren wie termingerechte Lieferung (24 %), Installation durch Fachpersonal, proaktive Wartung, nahtloser Support nach dem Kauf (10 %) sowie flexible Zahlungsoptionen (8 %). Quelle: GFU
Konsumentinnen und Konsumenten erwarten heute nahtlose, störungsfreie Abläufe über ein stetig wachsendes Netz an Kontaktpunkten hinweg. Social Commerce, ultraschnelle Lieferung und vorausschauende Personalisierung seien dabei „keine Option mehr, sondern zentrale Voraussetzungen, um in Märkten relevant zu bleiben“, so das Fazit einer gemeinsamen Veröffentlichung von GFU, NIQ und IFA.
Gerade in der Elektrohausgerätebranche gewinnt das positive Einkaufserlebnis über den reinen Produktverkauf hinaus an Bedeutung. Händler und Hersteller mit Direktvertrieb müssen ein Ökosystem aus Service-, Erlebnis- und Kontaktpunkten orchestrieren. Neben hochwertigen Geräten zählen insbesondere termingerechte Lieferung (24 %), Installation durch Fachpersonal, proaktive Wartung, nahtloser Support nach dem Kauf (10 %) sowie flexible Zahlungsoptionen (8 %) zu den entscheidenden Differenzierungsfaktoren. Gleichzeitig verlagert sich die Produktentdeckung zunehmend auf Plattformen wie TikTok und Instagram.
Das traditionelle Wachstumsmodell über Filialexpansion gerät unter Druck. „Chinesische Marktplätze wie Temu und AliExpress schreiben die Regeln des Handels neu, indem sie Erschwinglichkeit mit Geschwindigkeit und Auswahl verbinden. Mit dem fortschreitenden Abbau von Vorbehalten ist zu erwarten, dass diese Plattformen über Accessoires und kleine Technikartikel hinaus in Mainstream-Kategorien vordringen und das globale Einkaufsverhalten neu definieren werden“, erklärt Namrata Gotarne, Director Global Strategic Insights bei NIQ. Entsprechend werden Online-Kanäle zum zentralen Wachstumstreiber: Von Januar bis September 2025 wuchs der Onlinehandel mit Technik und langlebigen Gütern um acht Prozent, während Offline-Kanäle lediglichdrei Prozent erreichten.
Als Schlüsselfaktor dieser Entwicklung gilt Künstliche Intelligenz, die sich „rasch zum unumgänglichen Betriebssystem des Einzelhandels“ entwickelt. KI ermöglicht Hyper-Personalisierung, präzise Nachfrageprognosen, automatisierte Bestandssteuerung sowie neue Erlebnisformate durch AR, VR und dialogorientierte Systeme. Gleichzeitig entstehen neue Erlösmodelle, etwa durch Retail-Media-Netzwerke und dynamische Preisgestaltung.
Entscheidend für den zukünftigen Erfolg ist laut GFU die Balance zwischen Technologie und Vertrauen: „Erfolgreich werden diejenigen sein, die Ökosysteme gestalten, in denen Omnichannel-Erfahrungen ganz einfach sind und KI die Personalisierung verstärkt, anstatt menschliches Urteilsvermögen zu ersetzen.“ Unternehmen müssen daher ganzheitliche Einkaufserlebnisse priorisieren, Experience Design auf Vorstandsebene verankern und KI transparent, regelkonform und empathisch einsetzen. Vertrauen wird damit zur zentralen Währung für Akzeptanz, Loyalität und langfristiges Wachstum in der Elektrohausgerätebranche.
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