Der GfK-Konsumklima-Indikator steigt zwar leicht im Februar, bleibt aber nach wie vor auf niedrigem Niveau.
Treiber der Entwicklung sind vor allem deutlich bessere Einkommenserwartungen, ergänzt durch steigende Konjunkturerwartungen und eine höhere Anschaffungsneigung. Die Sparneigung bleibt dagegen nahezu unverändert hoch. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse des GfK Konsumklimas powered by NIM, das seit Oktober 2023 gemeinsam von NIQ/GfK und dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM), Gründer der GfK, herausgegeben wird.
Besonders stark fällt der Zuwachs bei der Einkommenserwartung aus: Der Indikator legt im Januar um 12 Punkte auf 5,1 Zähler zu. Als Gründe werden unter anderem die Erhöhung des Mindestlohns zum 1. Januar 2026 sowie gesunkene Inflationsängste genannt. Gleichzeitig wird betont, dass die aktuelle Aufhellung „auf tönernen Füßen“ steht – geopolitische Risiken und mögliche Handelskonflikte könnten die Stimmung rasch wieder belasten.
Von den besseren Einkommensaussichten profitiert auch die Konsum- und Investitionsbereitschaft: Die Anschaffungsneigung steigt um 3,5 Punkte auf -4,0 Zähler. Damit erreicht sie den besten Stand seit März 2022. Dennoch zeigt der negative Wert, dass Verbraucher bei größeren Ausgaben weiterhin zurückhaltend bleiben.
Ein zentraler Faktor bleibt die Preisentwicklung: Viele Konsumenten nennen weiterhin hohe bzw. steigende Preise als Hauptgrund für Kaufzurückhaltung. Gleichzeitig zeichnet sich Entspannung ab: Die Inflationsrate sank im Dezember 2025 auf 1,8 Prozent.
Auch die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage verbessert sich. Die Konjunkturerwartung steigt um 5,4 Punkte auf 6,6 Zähler und liegt damit 8,2 Punkte über dem Vorjahresniveau. Nach Jahren der Stagnation sehen Verbraucher zunehmend Anzeichen einer moderaten Erholung – Wirtschaftsexperten rechnen 2026 mit einem BIP-Wachstum von rund 1 Prozent.
Für Hersteller und Handel von Elektrohausgeräten bedeutet das: Die Stimmung dreht leicht ins Positive, was mittelfristig Impulse für Ersatz- und Nachholkäufe liefern kann. Gleichzeitig bleiben Verbraucher aufgrund des weiterhin sehr niedrigen Konsumklima-Niveaus und der hohen Sparneigung preissensibel – Kaufentscheidungen dürften daher weiterhin stark von Angeboten, Energieeffizienz und Finanzierungsmöglichkeiten beeinflusst werden.
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